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	<title>Sofasophien, Fallmaschen und Herzgespinste</title>
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		<title>Sofasophien, Fallmaschen und Herzgespinste</title>
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		<title>Die Zahnspange und andere Kompromisse</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 12:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gäbe es den Konjunktiv nicht, müsste ich ihn erfinden, denke ich des Öfteren, wenn ich mir beim Denken zuhöre. Weil ich ständig so vieles tun und so manches lassen möchte, das eben nicht in meiner Kraft liegt. Die Welt retten ebenso wenig wie wirklich ganz und gar das tun und lassen, was ich bin und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4366&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gäbe es den Konjunktiv nicht, müsste ich ihn erfinden, denke ich des Öfteren, wenn ich mir beim Denken zuhöre. Weil ich ständig so vieles tun und so manches lassen möchte, das eben nicht in meiner Kraft liegt. Die Welt retten ebenso wenig wie wirklich ganz und gar das tun und lassen, was ich bin und will.</p>
<p>Kompromisslosigkeit versus Kompromiss. Immer wieder diese Diskrepanz in mir, die mir auf den Schulter hockt.<br />
Ins linke Ohr flüstert sie: <em>Ja, so ist gut, wehr dich! Befreie dich! Mach dein Ding!<br />
</em>Ins linke Ohr: <em>Das kann du so nicht bringen! Du brüskierst und </em><em>verletzest </em><em>die anderen!</em></p>
<p>Ja, zugegeben, die Konsequenzen habe ich mir nicht überlegt. Wie es sein wird, wenn ich nicht mehr um jeden Preis nett bin, kenne ich nicht. Wie es für mich ist und wird ebenso wenig wie es sich für die anderen anfühlt. Da sind drei Menschengruppen: Die, die ich liebhabe und sie mich. Die werden mich eh liebhaben, auch wenn Nettigkeit nicht mehr so weit oben hocken wird. Dann jene, die mich ein wenig kennen &#8211; oder nur vom Blog. Wie wichtig sind sie mir? Vielleicht sind sie jene Menschen, die meine Blogstatistik am meisten beeinflussen? Wie viel Rücksicht haben sie verdient? Werde ich sie vergraulen?</p>
<p><em>Du wirst erst glücklich sein, wenn dich das, was andere über dich denken, nicht mehr kümmert,</em> hat Irgendlink vor Jahren mal theoretisiert. Ohne dieses Glück bereits im ganzen Umfang gefunden zu haben. Auf dem Weg dahin sind wir unterwegs. Er. Ich.</p>
<p>Und die dritte Gruppe? Die, denen ich egal bin oder die mich eh irgendwie doof finden. Die größte Gruppe. Und zugleich die, die mir am egalsten ist. Denen, die mich doof finden, bin entweder zu „so“ oder zu „so“. Und wenn ich jemandem egal bin, kann mir das ja egal sein.</p>
<p>Trotze ich? Und wenn ja, warum und wem gegenüber? Oder ist meine aktuelle Infragestell-Phase von allem möglichen gar ein Veränderungsprozess in Bezug auf meine Standardeinstellungen, wie das die <a href="http://muetzenfalterin.wordpress.com/2012/05/17/warum-mir-wasser-zu-wenig-ist/">Mützenfalterin in ihrem Blog</a> thematisiert hat? Sie zitiert im Kommentarstrang Foster Wallace:</p>
<blockquote><p>„Als wäre die grundlegende Sicht eines Menschen auf die Welt und den Sinn seiner Erfahrungen irgendwie automatisch in ihm verdrahtet wie Körper- oder Schuhgröße, oder als würden sie wie die Sprache von der Kultur vorgegeben. Als wäre unsere Konstruktion von Sinn keine Frage der persönlichen und ausdrücklichen Wahl, der bewussten Entscheidung. (…) Ein solches Denken ist meine angeborene Standardeinstellung. Es ist die automatische, unbewusste Haltung, in der ich die langweiligen, frustrierenden und überfüllten Teile des Erwachsenendaseins erlebe, wenn ich auf Autopilot laufe und unbewusst glaube, ich bin der Mittelpunkt der Welt, und meine unmittelbaren Bedürfnisse und Gefühle sollten in der Welt Priorität haben.”</p></blockquote>
<p>Was klar so nicht ist. Ich bin ausschließlich die Mitte meines eigenen Lebens. Und nicht mal das wirklich. Zum Glück bin ich – sind wir alle – ständig in der Lage uns zu verändern. So jedenfalls sind wir konsturiert. Nicht alles lässt sich sofort ändern und nicht alles gleich gut, zugegeben, doch zumindest das oft genug festgefahrene Denken. Wir können immer aufhören „so“  und anfangen „so“ zu denken. Theoretisch zumindest.</p>
<blockquote><p>„Es ist immer auch eine Art Herausforderung, egal wo und wie wir geboren werden. Erst wenn wir diese annehmen, gerade hier und jetzt mit dem was ist, und tun, was zu tun ist, kann Entwicklung geschehen und vielleicht auch Zufriedenheit wachsen“</p></blockquote>
<p>So schrieb Freundin U. neulich in einer Mail. Und die Mützenfalterin schrieb:</p>
<blockquote><p>„Ich weiß gar nicht, ob Veränderung ein Ziel haben muss, außer sich selbst treu zu bleiben, d.h. die Dinge immer wieder in ein Verhältnis zu setzen und zu hinterfragen.“</p></blockquote>
<p>Neuanfänge und Veränderungen sind bei mir aktuell hochaktuell. Mehr als sieben Wochen bin ich nun – schon oder erst – wieder in der Schweiz. Meine Heimat. Ich denke oft in Bildern, wenn ich mich in der altvertrauten Landschaft neu orientiere. Ich denke dabei an Weben. Ein erstes Mal, wenn ich einen neuen Weg gehe, sind alle meine Sinne weit offen. Ich nehme auf und integriere, was ich wahrnehme in das neubegonnene Gewebe in meinem Kopf. Ich verankere den neuen Faden mit dem Kamm. Mit jedem Mal, den ich ihn gehe, wird der Weg vertrauter. Gibt mir Heimatgefühl, je besser ich ihn kenne. Was sich ziemlich gut anfühlt. Meistens.</p>
<p>Oft gehe ich nun auch schon von früher bekannte Wege, lange nicht mehr gegangene allerdings. Eine Zeitreise sozusagen.<br />
<em>Bin ich überhaupt je weggewesen?,</em> frage ich mich. Was dazwischen war, schrumpft und verschwindet. Tut wenigstens so. Die alte Heimat fühlt sich an wie ein altes, zuhinterst im Schrank wieder entdecktes Kleidungsstück. Passt noch, ist aber seltsam mich darin im Spiegel zu sehen.</p>
<p>Bin das noch ich? Welche Ich?</p>
<p><strong>Mir treu bleiben ist einfach.</strong> Wenn ich in den ausgetretenen Spuren und Standardeinstellungen verharre. Aber ist das Treue zu mir? Was in mir fordert meine Treue?<br />
<strong>Mir treu bleiben ist schwer.</strong> Denn es gilt herauszufinden, was es ist, dieses „mir“, dem ich Treue versprochen habe.</p>
<p>Passe ich mich mir an? Wachse ich mit? Gönne ich mir neue Schuhe oder quetsche ich mich in die alten?</p>
<p>Schreiben ist – denk ich grad, wie schon oft, wie ich mir über die Schultern schaue, während ich denke und mitschreibe, ein Denkprotokoll quasi niederschreibe – schreiben ist mein seelischer Verdauungsprozess. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Der Vergleich, der Wettbewerb ist die Zahnspange unserer Gesellschaft. Erfunden wurde dieses heute so unvermeidliche und sogar stylish gewordene Teil ursprünglich, um Menschen, deren Zähne in einer schlimmen, gesundheitlich problematischen Stellung wuchsen, zu helfen. Heute ist daraus ein Ding geworden, das alle Zähne aller Menschen auf Gleichheit trimmt. Behaupte einer, dass all die vielen jungen Menschen, die Zahnspangen tragen, wirklich ein Problem mit der Zahnstellung haben.</p>
<p>Zahnspangen brauchen wir Schreibenden nicht. Nicht für den Stil jedenfalls. Ich behaupte, dass die Richtlinien, die uns Grammatik, Syntax und Rechtschreibung, geben, reichen. Kreativität braucht kein Raster. Gleichförmigkeit ist langweilig. Lassen wir uns keine Zahnspangen verpassen!</p>
<p>Zum Schluss noch dies, weil es auf dem Zettel neben mir auf dem Tisch steht und geschrieben werden will: Wie viel schön pro Tag brauchen wir um zu leben, um zu überleben?<br />
Und wie viel schön pro Tag ist gesundheitsschädigend?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4366/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4366&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kleine und große Worte</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man sollte sich trauen. Man sollte SICH trauen (vertrauen). Man sollte sich TRAUEN (getrauen). Wie echt bin ich? Bin ich, was ich wirklich bin? Tue ich, was ich wirklich will – zumindest in meiner Freizeit? Was ist Freizeit? Wer definiert meine Freiräume? Was treibt mich – und wohin? Wieso? Was bremst mich – und empfinde ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4360&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte sich trauen.<br />
Man sollte SICH trauen (vertrauen).<br />
Man sollte sich TRAUEN (getrauen).</p>
<p>Wie echt bin ich?<br />
Bin ich, was ich wirklich bin?<br />
Tue ich, was ich wirklich will – zumindest in meiner Freizeit?<br />
Was ist Freizeit? Wer definiert meine Freiräume?<br />
Was treibt mich – und wohin? Wieso?<br />
Was bremst mich – und empfinde ich es gut oder schwierig?<br />
Wie viel Sicherheit gibt mir das Immergleich meines Alltags?<br />
Wie viele Unstabilität ertrage ich?<br />
Was verunsichert mich und wieso?<br />
Weiß ich nur, was ich nicht will oder auch was ich will?<br />
Du liest hier mit, weil du das willst. Wirklich?</p>
<p>Mehr Fragen als Antworten. Mögliche Antworten greifen nur temporär.</p>
<p>Beim Schreiben einer Geschichte ganz und gar ein allfälliges Publikum vergessen.<br />
Oder mir mich als Geschichtenerzählerin mit Publikum vorstellen und meinen Text an diese Menschen richten.</p>
<p>Was will ich?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4360/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4360/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4360&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eines Tages</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich esse Vollkornbrot vom Großverteiler, aus, so vermute ich, monokulturell angebautem Getreide. Schmeckt gut. Das Ei, das ich mir dazu gebraten habe, sei Bio, steht auf dem Karton. Ob das Huhn, das es gelegt hat, glücklich ist? Ob es ahnt, wie ein Hühnerhof aussieht? Tiergerechte Haltung – was wissen wir schon? Mmh, köstliches Zitronenjoghurt. Auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4348&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich esse Vollkornbrot vom Großverteiler, aus, so vermute ich, monokulturell angebautem Getreide. Schmeckt gut. Das Ei, das ich mir dazu gebraten habe, sei Bio, steht auf dem Karton. Ob das Huhn, das es gelegt hat, glücklich ist? Ob es ahnt, wie ein Hühnerhof aussieht? Tiergerechte Haltung – was wissen wir schon?</p>
<p>Mmh, köstliches Zitronenjoghurt. Auch Bio. Ich stelle mir glückliche Kühe auf grünen und blumenbunten Magerwiesen vor, mit Margeriten und Hahnenfuß, mit Weiß- und mit Rotklee. Und mehr als nur zwei Grassorten. Glückliche Kühe. Food Facts. Auf den Becher gedruckt. Aufs Gramm genau kann ich schauen, was ich esse. Wie viel Eiweiß die Kuh aus Gras und Blumen generiert hat.</p>
<p>Meine Gedanken schweifen ab.</p>
<p>Gestern schrieb ich in einer Mail an S., dass ich mich zurzeit sehr ausgeschrieben fühle, ausgeleert und ausgewrungen. Und nichts mehr zu sagen habe, sozusagen. Alles gesagt. Und dass ich darum das Bloggen sein lassen werde. Eigentlich stimmt das nicht ganz. Es ist nur ein Teilaspekt, denn das Schreiben und das Denken kann und will ich nicht lassen.</p>
<p>Hier geht es um Energie. Meine Energie, die ich zurzeit als sehr begrenzt erlebe. Der Austausch mit meinen Leserinnen und Lesern ist mir zwar wichtig, doch ich stelle oft fest, dass mich das Antworten nicht befriedigt. Dass mir, um mich zufriedenzustellen, mehr Energie zur Verfügung stehen müsste. Kurze Antworten werden den Kommentaren nicht gerecht und sind auch immer mal wieder missverständlich und lange Antworten sind oft so persönlich,  dass sie im Blog nicht am wirklich passenden Ort sind. Zu öffentlich. Darum habe ich mich nun durchgerungen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Obwohl ich den Austausch mit euch liebe. Obwohl ich die Kommentare schätze. Obwohl. Ja.</p>
<p>Mit einem Augenzwinkern gesagt, befreit mich und dich das davon, um jeden Preis etwas Schlaues zu meinen Artikeln und den Kommentaren sagen zu müssen. Wer will, darf natürlich gerne per Mail mit mir Kontakt aufnehmen. Die Adresse findet sich auf der Kontaktseite oben. Oder ihr habt sie schon.</p>
<p>Da sitze ich also und esse Vollkornbrot, Bioeier, Biojoghurt und denke über das Bloggen nach. Aber ich denke auch an den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Drachenläufer_(Film)">Drachenläufer.</a> Gestern geguckt. Eine wunderbar von Marc Forster umgesetzte Geschichte nach dem gleichnamigen Roman.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/13/eines-tages/"><img src="http://img.youtube.com/vi/fasqP9mcZ34/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wegen eines ethnischen Makels – ja, unsere Herkunft stempelt uns fürs Leben! – geht eine Bubenfreundschaft unwiederbringlich kaputt. Und vor allem wegen Feigheit, fehlendem Mut. Auch beim<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Geschichtenerzähler"> Geschichtenerzähler, </a>dem Buch von<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Geschichtenerzähler"> Mario Vargas Llosa, </a>das ich gerade lese, geht es um Ethnien. Um Akkulturierung. Um den Verlust der Wurzeln und um Kolonialisierung, Verwestlichung, Domestizierung, Anpassung und Unterdrückung. Wenn ich es mir so recht überlege, ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dschungelbuch">das Dschungelbuch – die uralte Filmversion aus den Vierzigern (!), </a>die ich neulich geguckt habe – eigentlich ein Film voller Übergriffe und Falschinterpretationen uns unbekannter Kulturen und Lebensweisen. In Bezug auf das „exotische“ (indische) Volk ebenso wie auf die den Urwaldtieren angedichtete Charaktere. (Das Buch habe ich – ja wirklich! – nie gelesen. Andere Verfilmungen kenne ich nicht. Ich mache hier nur eine Aussage über diesen einen Film).</p>
<p>Fazit: Wir domestizieren. Wir beherrschen. Wir unterdrücken. Wir manipulieren. (Falls du nicht und nie auch nur ein bisschen, dann Glückwunsch. Lies einfach weiter – oder lass es bleiben.)<br />
Aber wir passen uns auch an. Wir lassen uns die Flügel stutzen. Wir hören uns an, wie wir zu sein hätten. Wir lassen uns vorschreiben, was richtig ist. Zutiefst menschliches Verhalten in wohl fast allen gewesenen und lebenden Kulturen der Welt, wie ich vermute.</p>
<p>Betrachte ich das Blatt Papier vor mir (dass ich von Hand mit den obigen Sätzen beschrieben habe, während ich frühstücke), betrachte ich meine Schrift, betrachte ich die aufgedruckten feinen horizontalen und vertikalen Linien meines Schreibblocks, stelle ich fest: Meine Lehrpersonen waren erfolglos damit, mir meine wilde Schrift ab- und mir dafür eine andere gesellschaftskompatible, lesbare, nichtmeine Schrift anzugewöhnen. Nicht, dass ich nicht auch (relativ) lesbar schreiben könnte. Wenn ich muss und wenn ich will. Aber wenn nicht, dann nicht. Selten treffe ich Zeilen oder Linien. Die a, die e, die z, die s, die g, die undsoweiter sehen bei mir nie gleich aus. Jede Graphologin würde sich die Haare raufen. Mein Vorteil: Ich kann die meisten Handschriften auf Anhieb lesen. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Wie wären wir wirklich? Wie wäre ich wirklich? Wenn? Wenn ich nicht? Wenn was? Ohne die Zivilisation? Ja, wie wäre ich – heute und hier – ohne unsere jahrtausendelange Wegführung von der Verbundenheit, die der Mensch eins zur Natur hatte. Zu den Tieren. Zu Pflanzen und Elementen. (Natürlich sind all diese Fragen müßig, aber ich denke sie trotzdem. Und gerne.)</p>
<p>Diese tiefe Sehnsucht nach Wildheit und Eingebundensein in die ursprünglichen Zusammenhänge hatte ich schon immer. Spontane Naturrituale machte ich schon als Kind. Beim Toter-Vogel-bestatten ebenso wie Beim durch-den-Wald-streifen. Und beim Steinesammeln ebenfalls. Meine Intuition erscheint mir heute, als Erwachsene, zuweilen wie ein Relikt aus uralten Zeiten, die mich in dieser überzivilisierten Welt – wie eine Kompassnadel, die von zu vielen Geräten irregeführt wird und wild im Kreis tanzt – oft in die falsche Richtung weist. Richtig schon, aber nicht umsetzbar, denn würde ich ihr immer gehorchen, könnte ich schon bald nicht mehr in dieser Gesellschaft leben. Zum Beispiel empfiehlt mir meine Intuition in einer Stresssituation Rückzug und Ruhe, doch die Umsetzung ist meist nur schwer möglich. Oder falls ich es tue, manövriere ich mich ins Abseits.</p>
<p>Back to topic. Born to be wild? Thrill um jeden Preis. Highheels statt barfuß. Weil es kaum mehr Orte gibt, wo wir Wildheit und Urtümlichkeit spüren, leben, riechen, berühren können und erfahren (falls wir es denn noch wollen, noch spüren, noch ersehen), schaffen wir uns diese Orte selbst. Wir springen an Seilen von Brücken, ohne Seil dafür mit Stoff über dem Kopf aus Flugzeugen und besteigen die höchsten Berge und Türme.</p>
<p>Nein, ich darf nicht verallgemeinern. Das sind ja eh immer alles nur die anderen. Und außerdem haben wir alle grundverschiedene Bedürfnisse. Haben wir das? Ist da nicht der Wunsch in uns allen, uns lebendig zu fühlen? Lebendig und in Verbindung mit uns und dem Leben?</p>
<p>Schnitt. Zoom. Ich. Wie gehe ich mit dieser Zerrissenheit um? Ich lebe hier in meiner zivilsierten Welt mit Warmwasser und Kühlschrank, mit Laptop, iPhone, DVDs und Büchern, mit Internet und Telefon. Ich liebe diese Dinge. Ja, und ich liebe die Natur. Die Aare. Wasser und Feuer. Wind. Erde an den Händen.</p>
<p>Entweder-oder geht hier nicht mehr. Sowohl-als auch ist der Weg, für den ich plädiere. Integration. Zurück in die Steinzeit kann ich nicht. Und will ich auch nicht. Dennoch frage ich mich, wie es wäre, wenn … Und auch, wenn es anders gewesen wäre. Wenn die Zivilisation organischer vorangegangen wäre. Weiblicher, matriarchaler. Ob die Atombombe erfunden worden wäre? Sexismus und Rassismus wäre vielleicht Wörter ohne Inhalt. Und darum inexistent.</p>
<p>Integration – was genau ist das überhaupt? Ist es das Zauberwort, um mich aus meiner Zerrissenheit und dem schmerzhaften Spaghat zwischen uralt-innerem Wissen und dem pseudouniversellen Wissen des weltweiten Netzes zu befreien?</p>
<p>Wie das Biohuhn, das mein Ei gelegt hat, wohl wenig Ahnung von einem richtig tollen Hühnerhof hat und schon gar nicht, wie es in der Wildnis aussieht, die es für Hühner bestimmt auch einmal gegeben hat, wie das Biohuhn also, bin ich eine Mischung aus alle dem, was ist und war. Verbunden durch meine <del datetime="2012-05-13T12:46:15+00:00">E</del>Urinnerungen, durch alle Zeiten mit allen Zeiten und mit allem, was lebt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4348/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4348/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4348&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Blogito ergo sum stimmt nicht</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[alleTexte]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin. Ich bin, also bin ich. Ich bin Mensch, also bin ich. Ich denke, also bin ich. Ich fühle also bin ich. Erst recht. Ganz und gar. Ich blogge, also bin ich? Gute Frage. Denn irgendwo ist mir die Lust abhanden gekommen. Sie ist unterwegs urplötzlich stehen geblieben. Dort draußen irgendwo. Wie ein kleines [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4334&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin. Ich bin, also bin ich. Ich bin Mensch, also bin ich. Ich denke, also bin ich. Ich fühle also bin ich. Erst recht. Ganz und gar.</p>
<p>Ich blogge, also bin ich? Gute Frage. Denn irgendwo ist mir die Lust abhanden gekommen. Sie ist unterwegs urplötzlich stehen geblieben. Dort draußen irgendwo. Wie ein kleines Kind, das Lust auf dies und das aber nicht auf jenes hat. Bei der Wiese vielleicht. Sitzt nun dort und füttert die Kühe auf dass sie Milch geben. Sitzt dort, genießt die Sonne. Recht hat sie. Ich suche sie und setz mich zu ihr, so mein Plan.</p>
<p>Oder:</p>
<ul>
<li>Ich hänge Bilder auf, also bin ich. Also wohne ich. Gestern habe ich endlich die letzten Bilder aufgehängt. Endlich bin ich hier zuhause.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ich habe Geld auf dem Konto, also bin ich.*</li>
</ul>
<ul>
<li>Ich lese, also bin ich. Ich lese grad den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Geschichtenerzähler">Geschichtenerzähler</a> des Peruaners und Literatur-Nobelpreisträgers Mario Vargas Llosa. Ein Buch, das mich ins Peru der Achziger und der Fünfziger versetzt. Anderes Land, andere Zeit. Tut gut, sich ab und zu hier wegzubeamen. Danke, FF! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<ul>
<li>Ich reise, also bin ich. Täglich reise ich mit Irgendlink um die Nordsee, immer ein bisschen weiter.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ich lebe, also bin ich. Dieses Leben da draußen – ich will es wieder mehr am eigenen Leib erfahren. Wahrnehmen, deuten, erkennen, erleiden manchmal, reflektieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ich schreibe, also bin ich. Auch ja. Aber noch viel mehr &#8230;</li>
</ul>
<p>Ich blogge, also bin ich? Öhm, dazu müsste ich erst die Lust wiederfinden. Und dann? Vielleicht. Falls nicht, dann nicht.</p>
<p>Mal gucken, ob die Lust Lust drauf hat &#8230;</p>
<p>____________________________________________________________________________________________</p>
<p>* <em>Halt, verschrei‘s nicht, Sofasophia, das Geld ist noch nicht da!<br />
Jaja, schon gut. Aber bald! Was war das jetzt doch wirklich der pure Horror, zwei Wochen lang, weil sich die Zahlung meiner Arbeitslosenentschädigung täglich verzögert hat. Niemand wusste genau wieso, aber meine Daten sind falsch erfasst worden, nämlich so, dass die Kasse keine Zahlung vornehmen konnte. Falscher Status. Gestern endlich, nach hartnäckigem wiederholtem Anrufen und Mailen hatte ich die richtige Person am Telefon. Die gute Frau informierte mich genau über die Untersuchungen des Falles und fand schließlich den Fehler: Ich habe vom deutschen Arbeitsamt das falsche Übertrittsformular erhalten – aufgrund mangelnder Information und Missverständnissen. So war ich falsch – im Sinne des Formulars aber richtig – angemeldet gewesen. Wie so eine Fehlerbehebung doch glücklich macht!</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4334/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4334&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Étagère</title>
		<link>http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/09/etagere/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das wird eine Étagère, sagt die Frau vor mir. Sie deutet auf einen großen, einen mittelgroßen und einen kleinen Teller, aufeinandergeschichtet auf dem Rollband. Designergeschirr beim orangen Riesen. Mir gefällt‘s auch. Ah, eine Étagère, denk ich, gute Idee, doch die Verkäuferin versteht Bahnhof. Eine was?, fragt sie die Kundin. Die beiden duzen sich. Kennen sich. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4319&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das wird eine <a href="http://www.google.ch/search?q=etagere&amp;hl=de&amp;client=safari&amp;rls=en&amp;prmd=imvns&amp;tbm=isch&amp;tbo=u&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=gIKqT_eoOseM-waL94GdCg&amp;ved=0CK8BELAE&amp;biw=1440&amp;bih=727">Étagère</a>,</em> sagt die Frau vor mir. Sie deutet auf einen großen, einen mittelgroßen und einen kleinen Teller, aufeinandergeschichtet auf dem Rollband. Designergeschirr beim orangen Riesen. Mir gefällt‘s auch. Ah, eine Étagère, denk ich, gute Idee, doch die Verkäuferin versteht Bahnhof.<br />
<em>Eine was?,</em> fragt sie die Kundin. Die beiden duzen sich. Kennen sich. Lachen zusammen.<br />
<em>Eine Étagère,</em> sagt die Kundin nochmals. Die Verkäuferin fragt die Kassiererin an der Kasse nebenan, ob sie wisse. Es hat nicht viele Leute. Alle hören mit. Mit ist es ein bisschen peinlich, wie dumm die Verkäuferin ist. Oder vielleicht, dass sie sich ihrer Dummheit nicht schämt. Hm. Ich schäme mich mal wieder fremd, sozusagen. Dass es die zweite auch nicht weiß, macht das Ganze wohl ein bisschen weniger peinlich. Ich nicke der Kundin wissend zu, die auf ihrem iPhone nach Étagèren sucht, um der Verkäuferin ein Bild zu zeigen. Oder auch nur das geschriebene Wort. Étagère kommt von Étage, hört man doch. Weiß man doch. Von Stock. Von Brett. Von Absatz. Von Stufe. Von was auch immer. Dinge übereinander halt. Sie schwatzen und lachen noch immer. Zwei Nichtwissende sind weniger schlimm als eine. Und wenn mehr Menschen etwas nicht wissen als wissen, gilt es schon als normal.</p>
<p><em>Was ist normal?,</em> fragte ich Freundin T., mit der und ihrem Mann P. ich essen war.<br />
<em>Alle meinen, nur die anderen sind es. Niemand fühlt sich wirklich normal oder zugehörig,</em> sagt T..</p>
<p>Alles eine Frage der Deutung, grüble ich auf dem Rückweg. An Deutung und Bedeutung, deute ich rum, schon wieder, seit gestern schon, oder immer vielleicht. Weil Peter Stamm da was geschrieben hat in seinem relativ neuen Buch, <a href="http://www.books.ch/detail/ISBN-9783100751331?gclid=COO__Lq7868CFcfP3wodtRAjVQ">Seerücken</a> heißt es, das ich lese. Wie da eine junge Frau in einer der Geschichten im Wald lebt, erzählt er. Drei Jahre lang lebt sie da. Sommers wie winters. Wie sie über das Wesen des Waldes nachdenkt und über die Welt, erzählt Stamm. Und wie alles miteinander zusammenhängt. Oder eben nicht. Wie sie sich Fragen stellt über das Dasein. Fragen, wie ich sie gedacht habe. Immer schon. Als Kind im Bett vor dem Schlafen. Nach dem Gutnachtgebet mit meiner Mutter. Ein Sprüchlein nur, ein nettes, wo es um den lieben Gott ging, und ich mich hinterher, solange bis der Schlaf mich einholte, fragte: Wer hat eigentlich Gott gemacht? Was war vorher und dahinter, darunter und darin, in Gott. Und wieso Gott. Wer hat dieses Wort gemacht? War es vor Gott da? Und wer ist Gott überhaupt? Die Sache mit Rauschebart und Wolke war mir schon als Kind suspekt.</p>
<p>Wie schon beinahe immer schickte mir Irgendlink auch heute Morgen seinen Blogtext, damit ich ihn redigieren und auf sein Blog hochladen kann. <a href="http://irgendlink.de/2012/05/09/urknall/">Über den Urknall schrieb er. Und über das Schaf.</a> Ein Text, der mich anrührte. Nicht, dass wir ähnliches nicht auch schon diskutiert hätten, früher, nicht gestern oder jüngst, aber oft. Doch wenn etwas geschrieben ist, ist es anders. Es ist bedeutungsvoller. Als wäre etwas, das geschrieben ist, wirklicher und wichtiger.</p>
<p>Ist es nicht letztlich das, was wir alle wollen? Etwas bedeutungsvolles tun. Ist nicht fast jedes menschliche Streben von der Idee motiviert, eine Spur in dieser Welt zu hinterlassen? Eine bedeutungsvolle Spur im Sand des großen Nichts. Oder nennen wir es das große Etwas, das aus dem großen Nichts geworden ist. <a href="http://irgendlink.de/2012/05/09/urknall/">Worüber, wie gesagt, Irgendlink, heute gebloggt hat.</a> Bedeutungsvoll. Was für ein Wort! Doch, so frage ich mich, wer macht, wer sagt, wer ist es, der sagt, was bedeutungsvoll ist? Dieser Liebegottmitrauschebart mit Sicherheit nicht. Doch wenn es nur – nur! – wir selbst sind, die die Bedeutung von bedeutungsvoll definieren, ist es dann nicht egal, was das Wort bedeutet? Ich meine, so – von uns allen gefüllt – ist es beliebig geworden. Wertlos und bedeutungslos. (Ist das nicht wie Kunst ohne jegliche Qualitätseinschränkung? Ein Thema, worüber ich längst bloggen wollte.)</p>
<p>Womit wir bei der Deutung wären, jener Vieldeutigen, Undeutbaren, großen Unbekannten, die alles entscheidend ist, denn sie sagt uns, was ist und was wird. Mein Zustand, von mir gedeutet, wenn ich am Morgen das Bett verlasse, entscheidet über den Verlauf des Tages, zumindest der ersten Stunden. Ich deute, also bin ich. Ich deute alles. Das Wetter ebenso wie die Zeilen einer Mail und erst recht das, was zwischen ihnen hängt. Alles. Deuten ist filtern ist bewerten. Doch eigentlich will ich mich jetzt als Deutende mit dir als Deutendem auf die gleiche Stufe stellen. Unsere Deutungen sind sich gleichwertig. Gleichwertigkeit ist eine schöne Theorie, die aber nur geht, wenn wir zwei die gleichen Kompetenzen haben.</p>
<p>Absolut gesehen geht so was nicht, denn absolut gibt es nicht. Nicht mal in der Mathe. Relation, sag ich da nur, und: denk an Einstein. Alle sogenannten Beweise sind immer nur relativ.<br />
Immer.<br />
Gemessen an.<br />
Im Vergleich zu.<br />
Auf der Annahme beruhend, dass.</p>
<p>Weil eben alles immer von irgendwo an- und ausgedacht werden muss. Dieser Punkt ist der große Schwachpunkt. Vielleicht der Urpunkt. Und hier kommen nun der Mensch und sein Selbstbild ins Spiel. Der Mensch, der tut als sei er das Maß aller Dinge. Im (genialen) Schafskrimi <a href="http://www.buch.ch/shop/home/rubrikartikel/ID26455442.html?ProvID=10904205">Glennkill</a>, den ich letzte Woche gelesen habe, diskutieren die Schafe über die Seele des Menschen.<br />
<em>Nein, der Mensch kann keine Seele haben,</em> sagen sie, die schlauen Schafe, die gemeinsam auf der Suche nach dem Mörder oder der Mörderin ihres Hirten sind.<br />
<em>So schlecht wie der Mensch riecht und seine Umgebung wahrnimmt, nein, da kann er keine Seele haben. Außer, vielleicht, eine ganz ganz kleine.</em></p>
<p>Was wissen wir schon über all die anderen Dimensionen, die noch unerforschten? Nur drei sind uns halbwegs vertraut. Halbwegs. Und auch über uns selbst wissen wir nur verdammt wenig. Wissen? Nein, ich strebe nicht nach Wissen, wenn ich mich nach mehr Lebensfülle sehne, auch nicht nach Trost, wenn ich nicht mehr weiter weiß, nicht einmal danach verstanden zu werden, wenn meine Gedanken mal wieder Loopings tanzen, denen niemand folgen kann. Nein, ich sehne mich einfach nur nach Erkenntnis. Danach, die ganz großen Zusammenhänge zu verstehen. Den Sinn dahinter. Den wirklichen. Nichts weniger als das, bitte schön, und dann geb ich endlich Ruhe. Ja, ich leide am Nichtverstehen.</p>
<p>Ständig zerreißt mich das Leben, das ich lebe, entzweit mich immer wieder mit mir selbst. Die eine Hälfte sagt: Egal, wie alles zusammenhängt, Hauptsache mir geht’s gut und ich lebe glücklich vor mich hin. Doch die zweite Hälfte sagt: Ich will verstehen, warum dieser Mensch so und so ist und ich will wissen, warum dies und das dazu geführt hat, dass jetzt dies und das heute so und nicht anders ist. Ist es überhaupt so, oder meine ich das nur? Oh, und schließlich ist noch jene Hälfte zu erwähnen, die &#8211; ach, nein, das wollt ihr gar nicht wirklich wissen.</p>
<p>Warum brauchen andere keine Antworten?, frage ich mich. Weshalb könne andere ohne Erkenntnisse leben? Wieso gelingt es andere, ohne dass sie die Zusammenhänge verstehen ihren Alltag zu meistern? Falsche Fragen allesamt. Müßige auf jeden Fall. Was muss es mich denn schon interessieren, wie andere leben, leben können? Warum erliege ich ständig und schon wieder der Versuchung, mich zu messen, mich zu vergleichen? Selig sind die, die solche Probleme nicht kennen, ihnen gehört – ja was? Der Himmel? Heißt es im Buch der Christlichkeit.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Selig, glückselig zu sein – ist es denn nicht das, was wir uns alle wünschen? Für uns, für alle. Ohne diese rosarote Langeweile allerdings, die wir üblicherweise mit dem Himmel assoziieren. Schöne, friedliche, spannende, lustige, lebendige Glückseligkeit. Zufriedenheit. Ganzheit.</p>
<p>Deute diese Worte für dich. Kannst du alles haben. Jetzt.</p>
<p>____________________________________________________________________________________________</p>
<p>EDIT:<br />
Anmerkungen:<br />
- Das Wort Étagère ist in Deutschland praktisch unbekannt, anders in der Schweiz, wo es recht verbreitet ist (zumal ja hier (fast) alle französisch lernen).<br />
- Dieser Text, vor allem der Anfang, spaziert ein wenig durch satirische Gebiete.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4319/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4319&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sein (Gerundium)</title>
		<link>http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/07/sein-gerundium/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 14:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss etwas machen. Man kann nicht nur da sitzen. Er sagt es mit dem vielzitierten Brustton der Überzeugung. Sitzt da. Sitzt einfach nur da und sagt es. Obwohl er klein gewachsen ist und in sich zusammengesunken im Stuhl kauert, wirkt er jetzt groß. Weil er weiss, was zu tun ist. Vielleicht. Man muss etwas [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4309&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Man muss etwas machen. Man kann nicht nur da sitzen.</em> Er sagt es mit dem vielzitierten Brustton der Überzeugung. Sitzt da. Sitzt einfach nur da und sagt es. Obwohl er klein gewachsen ist und in sich zusammengesunken im Stuhl kauert, wirkt er jetzt groß. Weil er weiss, was zu tun ist. Vielleicht.<br />
<em>Man muss etwas machen. Alles andere ist Zeitvergeudung. Man kann nicht nur schlafen, essen, trinken und Zeitung lesen – oder Bücher. </em>Mit dem Kinn deutet er auf ihre Bücher auf dem Tisch, die für die Bücherei bestimmt sind. Seine Hand fegt durch die Luft. Radiert alles aus, was ihn stört.<br />
<em>Man muss etwas machen, etwas richtiges. </em><em>Spazieren gehen reicht nicht. Grübeln ist Zeitverschwendung. Man muss hingehen und etwas MACHEN, sag ich.</em> Sitzt noch immer da. Nimmt einen Schluck kalten Kaffee aus der großen Tasse mit dem halb abgesprungenen Henkel. Schüttelt den Kopf.<br />
<em>Man muss etwas tun. Mit den Händen. Arbeiten. Etwas tun, damit die Welt sich weiterdreht.</em> Sein rechter Zeigefinger zeichnet einen Kreis, ohne dass die Hand sich mit dreht. <em>Die Welt bleibt stehen, wenn wir nichts tun. Wir müssen sie bewegen, hörst du.</em></p>
<p>Sie sitzt da und hört zu. Denkt, dass die Welt alle braucht (gebraucht werden &#8211; ha! Will sie das?). Alle.<em> Ich aber,</em> denkt sie,<em> ich sitze nur.</em> Sie wendet ihren Rollstuhl und fährt durch den Flur in ihr Zimmer. <em>Bin ich daseinsberechtigt?,</em> fragt sie sich und schaut zum Spielplatz gegenüber. Mütter und Kinder, die etwas tun. Nicht zum ersten Mal denkt sie darüber nach. Schon vor dem Unfall fragte sie sich oft, wozu sie überhaupt hier sei. Schon früher war sie anders gewesen. Nicht so belastbar wie die anderen. Konzentrieren ging auch früher nicht lange. Und heute?</p>
<p><em>Sogar Alf ist besser dran,</em> denkt sie. Auch er konnte zwar nicht mehr laufen. Arbeiten schon gar nicht mehr. Seinen Rücken hat er sich in der Fabrik kaputtgeschuftet, doch immerhin war er nicht depressiv. Immerhin konnte er noch sagen, was er dachte. Und er wusste, was er wollte. Immer noch. Die Welt verändern.</p>
<p>Sie starrt aus dem Fenster. <em>Was macht mich glücklich?,</em> fragt sie sich. <em>Nicht: was muss ich machen. Die richtige Frage lautet: Wann bin ich zufrieden und wieso? Und findet mich das Glück auch, wenn ich nie mehr etwas anderes machen kann als … </em></p>
<p>Ihre Gedanken stocken. <em>Machen? Tun? Ich aber, ich bin nur. Reicht das denn nicht?</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4309/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4309/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4309&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zwischenräume</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 19:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[alleTexte]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblicke]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Herzgespinst]]></category>
		<category><![CDATA[Sofasophien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmt fängt er nächstes zu knurren an. Vielleicht wird er mich sogar beißen. Keine Ahnung, auf was für Ideen Notizzettel kommen, wenn wir sie ignorieren. Ich habe ihm versucht klar zu machen, dass er so wichtig nun auch wieder nicht sei. Er sei einfach nur ein mit ein paar meiner Ideen vollgekritzelter Zettel. Mehr nicht. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4296&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bestimmt fängt er nächstes zu knurren an. Vielleicht wird er mich sogar beißen. Keine Ahnung, auf was für Ideen Notizzettel kommen, wenn wir sie ignorieren. Ich habe ihm versucht klar zu machen, dass er so wichtig nun auch wieder nicht sei. Er sei einfach nur ein mit ein paar meiner Ideen vollgekritzelter Zettel. Mehr nicht.</p>
<p><em>Immerhin hast du Irgendlink von mir erzählt,</em> kontert er.<br />
<em>Von dir? Täusch dich da mal nicht, lieber Zettel,</em> sage ich.<em> Nicht von dir, nur von den Worten auf dir.</em><br />
<em>Ist doch egal. Ist eh fast das gleiche,</em> sagt er. Nun knurre ich zurück. Also gut. Schließlich habe ich es J. versprochen.</p>
<p>Was haben wir gelacht heute Morgen. Am Telefon hatte ich ihm erzählt, dass ich einen Blogartikel mit dem Titel „Zeig mir deinen Zaun und ich sage dir, wer du bist!“ schreiben wolle. Vielleicht. Lachen mussten wir deshalb, weil er unmittelbar vor dem Anruf einen Artikel geschrieben hat, worin ebenfalls Zäune vorkommen. <a href="http://irgendlink.de/2012/05/05/7343/">Einen Artikel, den er mir eine Viertelstunde nach unserem Gespräch zumailt, damit ich ihn, – bitteschön, liebe Homebase –, an seiner Stelle, redigiere und in sein Blog hoch lade.</a> Um Akku zu sparen.</p>
<p><em>Also gut, Zettel, komm her und lass dich anschauen. Meinst du wirklich, ich kann dieses Gekritzel auf dir lesen?</em>, sage ich.<br />
<em>Kann ich doch nichts dafür. Ist ja nicht meine Schrift, </em>sagt er. Recht hat er.<br />
<em> Ist ja gut, ich versuche es. Halt doch endlich still.</em><br />
<em>Du kitzelst.</em><br />
<em>Krieg dich ein, so wird das nichts. Siehst du, es geht ja.</em></p>
<p>Bevor ich gestern aareaufwärts durch die wunderbar-wilde, renaturierte Auenlandschaft beim Wasserschloss radeln kann, führt mich der Weg durch Wohnquartiere und an Familiengärten vorbei.<br />
Die Schweiz – das Land der Gartenzäune, denke ich. Halt! Stimmt nicht, korrigiere ich mich. Gartenzäune hat es nicht nur hier. Zäune gibt es auch in Deutschland. Und denk an Schweden und Dänemark! Und was ist mit England? Dort hat es überall welche und die Leute stellen noch Schilder auf, die vor der Bürgerwehr warnen. So hat es Irgendlink jedenfalls geschrieben. <em><br />
Zeig mir deinen Zaun und ich sage dir, wer du bist!,</em> murmle ich vor mich hin.</p>
<p>Hecken als Zäune, wie der da drüben, beim Familiengarten, das geht ja noch. Ist immerhin ein Biotop für Tiere. Aber einfach so Zäune bauen – aus Holz, Stein oder Beton?<br />
Wozu?<br />
Was sperren wir ein? Uns selbst?<br />
Was sperren wir aus? Die anderen?<br />
Wie viel Raum brauchen wir? Was schützen wir? Was mauern wir ein?<br />
Sichtschutz – ja, gut, Intimsphäre brauchen wir alle.<br />
Und ja, auch Viehzäune haben durchaus ihre Berechtigung, sie schützen Menschen und Tiere voreinander.<br />
Aber all die anderen Zäune?<br />
Zäune markieren. Sagen: Das hier ist Besitz. Mein Besitz. Dieses Stück Land ist meins. Geh weg!</p>
<p>Zum Glück gehört wenigstens die Aare uns allen.</p>
<p><a href="http://sofasophia.files.wordpress.com/2012/05/img_8667.jpg"><img title="IMG_8667" src="http://sofasophia.files.wordpress.com/2012/05/img_8667.jpg?w=645&h=140" alt="" width="645" height="140" /></a></p>
<p><em>So, Zettel, zufrieden? Guck, da ist der Papierkorb. Gute Nacht. Und danke auch.</em></p>
<p>__________________________________________________________________</p>
<p>Bild: <a href="http://sofasophia.wordpress.com/2011/12/17/2011/12/07/idogma-art/">iDogma -</a><br />
Fotografiert mit der iPhoneApp AutoStich (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4296/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4296&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Sache mit den Blickwinkeln</title>
		<link>http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/03/die-sache-mit-den-blickwinkeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 20:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[alleTexte]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblicke]]></category>
		<category><![CDATA[Fallmaschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sofasophien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wüsste ich es ja längst. Der Blickwinkel macht&#8217;s. Oder iPhonisch gesprochen ist es der Filter, oder die App, die es macht. Wie gerne würde ich an Bluestagen wie heute einfach einen anderen Filter auf meine Seele legen. Andererseits ist es wohl auch ganz gut so, wie es ist. Und besser zu viel wahrnehmen als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4290&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wüsste ich es ja längst. Der Blickwinkel macht&#8217;s. Oder iPhonisch gesprochen ist es der Filter, oder die App, die es macht. Wie gerne würde ich an Bluestagen wie heute einfach einen anderen Filter auf meine Seele legen. Andererseits ist es wohl auch ganz gut so, wie es ist. Und besser zu viel wahrnehmen als gar nichts.</p>
<p>Mit dem Rad an der Aare unterwegs und innehaltend &#8211; ein wunderbarer Frühlingstag hat mich aus der Wohnung gelockt &#8211; habe ich heute einfach nur dem Rauschen gelauscht. Das Buch blieb im Rucksack.</p>
<p>Drei verschiedene Ausschnitte mit zwei bis drei verschiedenen Linsen. Welches zeigt nun wirklich die Wirklichkeit? Und sind die anderen falsch?</p>
<p><a href="http://sofasophia.files.wordpress.com/2012/05/img_8637_fbsoso.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4291" title="IMG_8637_fBsoso" src="http://sofasophia.files.wordpress.com/2012/05/img_8637_fbsoso.jpg?w=645&h=645" alt="" width="645" height="645" /></a></p>
<p>__________________________________________________________________</p>
<p>Bild: <a href="http://sofasophia.wordpress.com/2011/12/17/2011/12/07/idogma-art/">iDogma -</a><br />
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4290/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4290&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Parabel von der Murmelbahn</title>
		<link>http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/02/die-parabel-von-der-murmelbahn/</link>
		<comments>http://sofasophia.wordpress.com/2012/05/02/die-parabel-von-der-murmelbahn/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 May 2012 12:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[alleTexte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Herzgespinst]]></category>
		<category><![CDATA[Sofasophien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute Morgen, gleich vor dem Aufwachen, von einer riesigen Murmelbahn geträumt. Einer großen, kompakten, quadratisch aus Cuboro-Elementen* gebauten 3D-Bahn, und sofort war mir klar, dass dieser Traum sowohl mit Irgendlinks Ums Meer-Kunstreise zu tun hat als auch mit dem neulich von ihm verfassten, sehr philosophischen Artikel, zu dem ihn ein Perpetuum mobile inspiriert [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4279&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute Morgen, gleich vor dem Aufwachen, von einer riesigen Murmelbahn geträumt. Einer großen, kompakten, quadratisch aus Cuboro-Elementen* gebauten 3D-Bahn, und sofort war mir klar, dass dieser Traum sowohl mit <a href="http://irgendlink.de">Irgendlinks Ums Meer-Kunstreise</a> zu tun hat als auch mit dem neulich von ihm verfassten, sehr philosophischen <a href="http://irgendlink.de/2012/04/30/perpetuum-blogile/">Artikel, zu dem ihn ein Perpetuum mobile inspiriert hatte</a>, das er im Museum in Sunderland betrachtet und fotografiert hat.</p>
<p>Meine geträumte Murmelbahn war jedenfalls ebenfalls ein Perpetuum mobile. Escheresk rollten die Kugeln irgendwie in einem mir nicht ersichtlichen Kreislauf immer weiter und weiter. Unzählige Kugeln. Alle gleichzeitig. Dass das Bild auch für die Reise Irgendlinks steht, war mir sofort klar.</p>
<p><em>Wow, das ist pure Kunst!, </em>sagte ich im Traum zu dem Menschen, der die Bahn gebaut hatte und neben dem ich jetzt stand. Sofort ging die Diskussion los, ob das nun wirklich &#8220;richtige&#8221; Kunst sei oder nicht. <em>Kunst kommt von Können, wie wir alle wissen,</em> sagte mein Gegenüber. <em>Aber das hier konnte ich vorher nicht. Ich habe einfach ausprobiert. Ich habe es einfach gemacht.</em><br />
<em>Darf es denn nicht trotzdem Kunst sein, obwohl es ganz ohne zielgerichtete Absicht und vorherige Kenntnisse geschaffen wurde? Einzig aus dem inneren Bedürfnis heraus nach Kreieren, Schönheit und Harmonie. Aus purer Lust. </em></p>
<p><a href="http://muetzenfalterin.wordpress.com/2012/05/01/fernando-botero-das-eigentliche-malen-ist-eine-zartlichkeit/">So ähnlich wie es der Künstler Fernando Botero gesagt hat, den die Mützenfalterin wie folgt in ihrem Blog zitierte:</a></p>
<blockquote><p>Bei Kunst geht es ja eigentlich um Schönheit und Vergnügen. Das ist die grundsätzliche Aufgabe des Künstlers. Schauen Sie sich die Expressionisten an: Da sieht man keine traurigen oder schäbige Bilder. Wenn man sich die ganzen großen Künstler der Geschichte ansieht, wird das bestätigt. Die Intention von Kunst ist, Vergnügen zu bereiten, nicht nur durch die Schönheit der Dinge sondern auch im Falle erbärmlicher Inhalte. Es ist ja nichts verkehrt daran, etwas Schäbiges auf schöne Weise darzustellen.</p></blockquote>
<p>Womit wir wieder bei der Kunstreise-Blogkunst von Irgendlink sind. Wie oft fotografiert er Schäbiges? Ich erinnere an jene <a href="http://irgendlink.de/2012/04/29/tag-33-bilder/">Collage aus Bildern, die eine Mauer mit abblätternder Farbe zeigen</a>, an rostige Schlösser, an Unterführungen. Die Intention von Kunst sei es, Vergnügen zu bereiten, sagt Botero. Ich für mich ersetze den bestimmten durch einen unbestimmten Artikel. Kunst hat noch mehr Intentionen, doch die hier erwähnte ist nicht zu unterschätzen.</p>
<p>Vergnügen den Kunstschaffenden, doch auch Vergnügen den Betrachtenden. Und umgekehrt. Wieder ein Perpetuum mobile. Genannt Vergnügen. Liebe ist auch eins, wie ich früher mal bloggte.</p>
<p>Jede Kugel, die die Murmelbahn durchläuft, schliesst laufend Kreise. Wo sie einst ihre Reise angefangen hat, hat sie längst vergessen. Sie rollt weiter, immer weiter. Wer sie in die Bahn geworfen hat, weiß sie nicht mehr. Wie es war, als es sie noch nicht gab, die Bahn auch nicht und den Erbauer dieser Bahn erst recht nicht, kann sie nicht wissen. Wie das alles einmal enden wird &#8211; und ob?</p>
<p>______________________________________________</p>
<p>*Nein, kein Werbespot für Murmelbahnen, nur damit ihr wisst, was ich meine: <a href="http://www.murmelwelt.de/cuboro1.html">http://www.murmelwelt.de/cuboro1.html</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sofasophia.wordpress.com/4279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sofasophia.wordpress.com/4279/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4279&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Jetzt</title>
		<link>http://sofasophia.wordpress.com/2012/04/30/jetzt/</link>
		<comments>http://sofasophia.wordpress.com/2012/04/30/jetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 09:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofasophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[alleTexte]]></category>
		<category><![CDATA[Sofalyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Beschenkt und erfüllt oder befreit und ausgeleert. Nennt sich Fülle und Leere. Ausgesogen und beraubt oder vollgestopft und überhäuft. Nennt sich Leere und Fülle. Dito. Wir bewerten Gegenteiliges. Mitte auch, und Gleichgewicht. Gerechtigkeit. Wir beurteilen Extreme, Kontraste, Berührungen, Abstoßendes. Ist nicht eins nur ohne das andere und die Summe aller Zahlen null? Alles. Nichts. Illusion [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sofasophia.wordpress.com&#038;blog=21011091&#038;post=4276&#038;subd=sofasophia&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;" align="center">Beschenkt und erfüllt oder befreit und ausgeleert. Nennt sich Fülle und Leere.<br />
Ausgesogen und beraubt oder vollgestopft und überhäuft. Nennt sich Leere und Fülle. Dito.<br />
Wir bewerten Gegenteiliges. Mitte auch, und Gleichgewicht. Gerechtigkeit.<br />
Wir beurteilen Extreme, Kontraste, Berührungen, Abstoßendes.<br />
Ist nicht eins nur ohne das andere und die Summe aller Zahlen null?<br />
Alles. Nichts.<br />
Illusion nur.<br />
Was war. Was sein wird.<br />
Gegenwart als Punkt auf meiner schiefen<br />
Gerade. Ist der Kreuzpunkt. Wie<br />
jeder Punkt ein Kreuzpunkt jeden Lebens<br />
sei. Und null. Immer nur null. Und Jetzt. Ist. Wirklich. Ist. Ganz.</p>
<p style="text-align:left;" align="center">_____________________________________________________________</p>
<p style="text-align:left;" align="center">Quelle: Privates Archiv. Orignial aus dem Jahre 1998, nachbearbeitet und gekürzt.</p>
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