hingefahren – Teil 2

Schreiben sei Luxus, sagte die Stimme im Traum, die tat als wüsste sie. Sie weckte mich morgens um vier. Es gäbe viel zu tun.

Nichtschreibend die Welt betreten.

Im Garten das Beet bepflanzen. Die Wohnung aus- und einräuchern. Frühstücken zuerst. Brot und Käse. Trinken. Tee. Saft. Ja. Vielleicht besser nicht mehr schreiben. Nicht schreibend leben. Schreiben wozu auch? Wer einmal MRs Lyrik gehört hat, wer sich ihre Sätze, ihre Wortgefüge auf der akustischen Zunge hat zergehen lassen … Ach, was rede ich da.

Vergleichen ist müßig. Blaugrünes Blau und grünblaues Grün müssen nicht gleich sein. Rot gleich wenig wie grau oder gelb.

Schreiben ist Luxus, sage ich. Mag sein, doch einer, den ich mir gönne solange es noch Wörter hat.

zu MRs Wortspielereien: begriffsstudio.de
ausgewählte Texte von MR: lyrikline.org

hingefahren – Teil 1

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Auf dem Weg zur Lesung von MR in Z gestern Abend: Unser aller ewiger Birnbaum zeigt sich im schönsten Licht.

Nein, ich werde Irgendlink nicht mit Birnbaumbildern nacheifern, aber dies hier musste einfach sein. Und ja, genauso sah es wirklich* aus! Ich habe nur ein bisschen nachgeschärft, sonst nix.

Die Natur ist eben noch immer die beste Künstlerin. Die Künstlerin des Jahres, des Lebens, des Universums … for ever!

* wirklich? Lässt sich Wirklichkeit denn wirklich, wirklich abbilden? Wirkt sie? Und wie?