hingefahren – Teil 2

Schreiben sei Luxus, sagte die Stimme im Traum, die tat als wüsste sie. Sie weckte mich morgens um vier. Es gäbe viel zu tun.

Nichtschreibend die Welt betreten.

Im Garten das Beet bepflanzen. Die Wohnung aus- und einräuchern. Frühstücken zuerst. Brot und Käse. Trinken. Tee. Saft. Ja. Vielleicht besser nicht mehr schreiben. Nicht schreibend leben. Schreiben wozu auch? Wer einmal MRs Lyrik gehört hat, wer sich ihre Sätze, ihre Wortgefüge auf der akustischen Zunge hat zergehen lassen … Ach, was rede ich da.

Vergleichen ist müßig. Blaugrünes Blau und grünblaues Grün müssen nicht gleich sein. Rot gleich wenig wie grau oder gelb.

Schreiben ist Luxus, sage ich. Mag sein, doch einer, den ich mir gönne solange es noch Wörter hat.

zu MRs Wortspielereien: begriffsstudio.de
ausgewählte Texte von MR: lyrikline.org

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5 Kommentare zu „hingefahren – Teil 2“

  1. genau, gönne es dir. nicht vergleichen…vergleichen ist eine art eigenmobbing…odrrrr?
    luxusweibchen du.
    also nein!
    und unbedingt: JA.

  2. Ich sage mir oft beim Malen,was ja auch wenig in die Öffentlichkeit gelangt: Male so, dass du zufrieden sein kannst. Ständig stellt man dann Veränderungen der eigenen Person fest, was ja auch interessant ist. Auch ich sage: mach weiter so, ich freue mich, von Dir zu hören.

  3. danke ihr zwei lieben ladies, fürs mut machen …
    heute – so mein vorsatz – will ich mal über die einflüsse anderer auf das eigene schaffen bloggen. vielleicht. wenn ich es schaffe. wenn ich … ach, ihr wisst ja wie es mit vorsätzen so ist …

    mein freundin k. hat heute gemailt: „Im Buddhismus ist ja die Unbeständigkeit der relativen Welt ein zentrales Thema … Wenn du es genau nimmst bist du schon in einer Stunde nicht mehr dieselbe wie vorher.“

    ob ich in einer stunde erst bloggen sollte? hm.

  4. die einflüsse anderer auf das eigene schaffen…auja, höchst interessantes thema! kennst sicher auch den inneren kritiker. würdest du den auch als einflussnehmer sehen? bei mir begann es mit der bösen großmutter, bei der ich aufwachsen musste. sobald sie mich lachen sah, oder mit einem buch oder mit bunten stiften, legte sie los mit bösen verwünschungen. leider bis heute nicht ganz verwunden.
    ich bin gespannt auf das, was du zum thema schreibst!
    gruß von sonja

  5. das nenn ich ja mal mutmachender support. ein stichwort drin wird die steigende messlatte sein, oder jedenfalls die hochliegend …
    wir lesen uns 😉

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