Fette Hummeln

Da wollte ich doch heute endlich meinen Arbeitsplatz einrichten. Spannend eigentlich, dass ich diesen Raum bis zuletzt aufgespart habe.

Den alten Laptop habe ich rüber in Irgendlinks Künstlerbude gestellt, dafür den neuen Laptop von dort in meine Künstlerinnenhöhle geholt. Auf den Schreibtisch unter dem Dachfenster gestellt, auf diesen neuen, wunderbar großen Tisch, wo schon fast kein Platz mehr ist.

Habe den Startknopf gedrückt um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Ein paar Mails. Steuerbehörde Bern. Bankgeschäfte. Dies und das. Und später würde ich dann die restlichen Kisten ausräumen, war mein Plan.

Draußen schönstes Frühlingswetter. Es ist kurz nach sechs Uhr und ich habe exakt null Kisten ausgepackt.

Ein Tag am Laptop. Nicht mal das Telefon habe ich mit hochgenommen, habe nichts gehört, nichts außer die fetten Wespen, Bienen und Hummeln, die sich in schöner Regelmäßigkeit durchs offene Dachfenster hier herein verirren, um von mir wieder in die Freiheit gefächelt und geschubst zu werden.

Abgeschottet war ich. Allein.
Der Test ist vollbracht.
Dieser Platz taugt definitiv zum Arbeiten. Und dazu, die Zeit zu vergessen.

So erfolgreich

Heute Morgen wars, beim frühen Spätstück. Irgendlink schmierte sich Brote für die Mittagspause. Wir philosophierten mal wieder über Kunst, Künstlichkeit und die iPhoneArt-Community. Ich hatte eben ein neues Werk, das ich auf dem iPhone kreiert hatte, abgespeichert.
Sucess!, stand im Bestätigungsfeld auf dem Display. Your Image Is Sucessfully Saved.

Jippie, juble ich, ich habe Erfolg. So viel Erfolg! Jeden Tag! Mit jedem Bild ein bisschen mehr! Die hier gratulieren mir laufend zu meinen Erfolgen! Ich wackle mit dem Kleinstcomputer auf und ab, glücklich über den Erfolg.

Ich sags ja schon immer!, meint Irgendlink, iPhonographInnen sind die glücklichsten Menschen der Welt! Sie segeln sukzessive von Sucess zu Sucess!