Farben und ihre Wirkung

Diese Bilder, sie sind so … sooo … so stark, so farbig …, sagte eine Besucherin heute Nachmittag, die über unsere Ausstellung in der Zeitung gelesen hat und deshalb zum einsamen Gehöft gefahren ist.

Ein anwesender Journalist stellte unzählige Fragen zur Technik. Es schien ihm kaum vorstellbar, dass ein Smartphone zu solchen Taten, sprich Bildern, fähig ist. Dass alle unsere Bilder einzig und allein auf den iPhones gestaltet worden sind.

Mir gefällt dieses Bild total gut, sagte eine Dame, es ist so leuchtend und kräftig. Kein Wunder, dass es einen Wettbewerb gewonnen hat.

Broken Glass, 40 x 30, Fotoabzug, gerahmt

————————————–

Kurz und gut … es hat Spaß gemacht, mit unseren Gästen über Kunst, iPhoneographie und das iDogma zu plaudern, zu lachen, zu diskutieren, ihnen Crashkurse in Appologie zu erteilen und sich über die Reaktionen zu freuen, die unsere Bilder auslösten. Spannende Menschen waren da. Bekannte und neue Gesichter.

Morgen geht’s weiter. Schön, aber auch anstrengend ist es, die eigenen Innenwelten sichtbar zu machen.

Und genau über Sichtbarwerdung und Erfolg sowie die Angst vor beiden haben wir geredet, mit R. und S., und über den Weg einer Künstlerin, S. herself, die über Umwege ihren eigenen Kunstweg gefunden hat. Ein sehr inspirierendes Gespräch, das weit über die offizielle Öffnungszeit hinausgegangen ist.

Offenen Türen und offene Herzen – eine gute Erfahrung!

Hier klicken zum kleinen App-Lehrgang: Von der Idee zum Kunstwerk (pdf)

Hier klicken zu einer vierseitigen Dokumentation mit Bildern von unserer Ausstellung „Offenes Atelier 2011“ (pdf)

————————————–

Infos zur Ausstellung im Rahmen der Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz

Wir haben etwas über siebzig mit dem iPhone fotografierte und bearbeitete Werke ausgestellt.
Ein Großteil sind Fotoabzüge in Rahmen, ein weiterer Teil auf Aludibond aufgezogene Fotoabzüge.
Ein Poster „Urban Artwalk Winterthur 2011“ mit Bilder von uns beiden.
Einige Direktdrucke auf Aludibond.

Mitausgestellt ist die Edition „Labyrinth“ von Jürgen Rinck (4 Kunstdrucke) und Stefan Folz (Text), geplant 2007, erschienen im September 2011 in der edition s beck, Homburg.

Herzklopfen

Ein bisschen ist mir zumute wie vor meiner ersten Lesung. Die erste Ausstellung! Okay, ich stelle nicht allein aus, dazu fehlt mir der Mut. Ich stehe in Irgendlinks Windschatten. Er hat zwei Drittel der Bilder kreiert. Ich bin Trittbrettfahrerin, sozusagen. Gast-Mitausstellerin. Dennoch. In dieser Ausstellung steckt so viel Herzblut. In all den kleinen Details. In der Werkliste. In den Bildbeschriftungen. Und natürlich ganz besonders in all meinen Bildern: Wie werden sie ankommen? Werden sie berühren? Werden sie verstanden?

Wie damals, als ich meine ersten Texte publiziert hatte, schlägt mein Herz laut.

Natürlich kreiere ich primär um des Prozesses willen, ich kann nicht anders. Doch ebenso natürlich ist die Hoffnung auf Resonanz. Selig die Künstlerin, die gänzlich frei von solchen Hoffnungen ist. Ich beneide sie unendlich.

Der neue Tag ist schon eine Stunde alt. Wir haben viel gearbeitet. Ein weiterer Abend im Atelier. Fast alles ist nun an seinem Ort. Kommt und seht! 🙂