innen

Gestern hatte ich mir nur einen einzigen Satz ins Blog geschrieben und unter privat gepostet: Heute bin ich eine Scherbe … Gestern. Gestern ist Vergangenheit. Scherbe sein ist anstrengend. Doch Scherbe sein ist Realität. Alltägliche. Alles ist Bruchteil. Teil vom Ganzen.

Gestern diese starke Wahrnehmung meiner Dünnhäutigkeit und geringer Belastbarkeit.

Wie als Echo darauf habe ich heute im Spiegel-online über die Hochsensibilität, derer ich mir ja schon seit viereinhalb Jahren bewusst bin, diesen Artikel hier gelesen: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft Gut so! Nun hat es also auch der Rest der Welt begriffen: Es gibt die einen und es gibt andere.

Heute? Heute bin ich … Eine Blume vielleicht? Eine Sonnenblume, die sich freut, dass sie nun vierzehn und ein paar Tage mehr Zeit hat, nur der Sonne zuzulächeln und ihren Hals nach deren Licht zu wenden. Ihr Innen nach innen und ihr Außen nach außen drehen. Zurechtrücken, zurecht schütteln. Alles so, wie sie es will, die Blume. Sie hat Ferien.

Innen-innen will ich mir begegnen, nicht mehr nur in diesen lärmigen Außen-Innenräumen hängenbleiben, die mich irgendwie ausdörren und aushöhlen zugleich.

Was ich finden werde? Keine Ahnung. Bis jetzt weiß ich nur eins: Mein Innen-innen hat ganz gewiss keine Regale.

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