Der Kaiser hat ja keine Kleider an …

Das Bild ohne Bild oder des Kaisers neue Kleider …

Am Anfang war eine schwarze Fläche, die ich dank einer App namens PhotoWizard mit immer wieder anders farbigen Rahmen eingefasst hatte. Zwischen jeden bunten fügte ich jeweils einen schwarzer Rahmen ein.

Das fertig gerahmte Nicht-Bild nudelte ich anschließend durch ein weiteres Programm (iDroste), was den Rahmen aufgeknackt und das sture Ding in Schnecken-/Spiralenform gebracht hat.

Alsdann wurde das neue Ding mit reflektierenden Rahmen auf gelbem Untergrund von allen vier Seiten erneut gerahmt.

Klingt womöglich furchtbar langweilig, technisch und banal. Mag sein, doch ich plaudere hier nur us em Nähtruckli (aus dem Nähkörbchen), weil ich etwas von der Faszination mit euch teilen will, die zurzeit das Bilderbauen ohne reale Bildvorlage für mich hat.

Aus nichts etwas machen – vielleicht einfacher, als aus Stroh Gold zu spinnen.

Im Gegensatz zum nackt durch die Straßen wandelnden Kaiser in Andersens Märchen habe ich allerdings am Schluss nicht nacktes Nichts vor meinen Augen, sondern ein neugeborenes Bild. Ein Bild das vorher nicht da wahr. Wie es die Kunstmalerin auf der Leinwand erlebt. Nur, dass meine Farbtuben virtueller Natur sind. Ein neues Bild, das aus einer Mischung von Absicht, handwerklichem Können – nämlich dem Bedienen der verschiedenen Bildbearbeitungs-Applikationen auf dem iPhone (meine Pinsel, Stifte und Farbtuben sozusagen) – und Zufall entstanden ist.

Die Moral von der Geschicht? Gibt es nicht.

Ausprobieren. Weitermachen.

Ach, übrigens: Auf unserem noch fast nigelnagelneuen Bilderblog Pixartix zeigen Irgendlink und ich immer wieder neue Experimente …

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).