Urban Artwalk Sarreguemines

Ich sitze dieser Tage fast mehr am Rechner als ich es an meiner Berner Arbeitsstelle noch vor einem Jahr und die Jahre davor getan habe. Wohnungssuche. Stellensuche. Kunstmanagement. Eine Vollzeitstelle in Sachen Zukunft. Dazwischen Mails und Blogartikel schreiben. Ab und zu Tagebuch. Ein paar Sachen für neue Auftragsartikel aufgleisen. Zur Entspannung Blogs lesen. Die Virtualität ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Das Rad dreht sich. Kaum mehr erinnere ich mich an den letzten Urlaub. Zwischen den Jahren. Ohne Internet ging es auch. Der Einstieg zurück war seltsam.

Doch dieses Wochenende lockte die Sonne. Raus, ihr zwei! Guckt euch um, Augen auf!

Gestern spazierten wir durch Zweibrücken, heute durch Sarreguemines, eine französische Grenzstadt hier gleich um die Ecke (siehe auch unser Bilderblog pixartix).

Dort hingucken, wo (fast) alle vorbeilaufen. Das mochte ich immer schon. Dahinter, darunter, darüber gucken … Abkürzungen, Umwege. Gegen den Strom. Stehenbleiben, wenn andere vorbei drängen. Mitten auf der Straße sogar, so dass mich heute beinahe ein Auto überfahren hätte, wäre ich nicht im letzten Moment beiseite gehüpft. Doch spätestens seit Mani Matter wissen wir es ja: Kunst ist immer ein Risiko (YouTube-Link).

Hier eine von Irgendlink inspirierte Form der Bilderpräsentation. Macht Spaß, die Bilder neu zusammenzufügen und aus vielen einzelnen ein neues ganzes zu kreieren. Ohne dass dabei die einzelnen verloren gehen. Alles ist eins, sozusagen, und alles miteinander verbunden. Auch in meinen Bildern 🙂

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

7 Kommentare zu „Urban Artwalk Sarreguemines“

  1. Hey, das Bild gefällt mir gut! Soviele Eindrücke und dennoch in sich stimmig! Besonders die Farben, manchmal würd ich gern in solchen Farben malen können :-).
    Im Moment bekomme ich auch mehr vom richtigen Leben mit, ich komme kaum mehr dazu viel im Internet zu sein. Vor einem Jahr hätte ich das noch für unmöglich gehalten, aber ich merke, wie ich immer weniger Zeit vor dem Computer sitzen will, weil ich manchmal das Gefühl habe, das Leben rauscht sonst völlig an mir vorbei. Seltsam nicht? Obwohl hier soviel los ist, fühlt es sich manchmal nicht so echt an wie das Leben, das man anfassen kann.
    Naja, nach dem Umzug wird mein Leben gewiss auch wieder ruhiger, aber wer weiss :). Ich find es jedenfalls großartig, dass ihr so nahe dran seid an Frankreich… allein das Essen in Frankreich… ich würd glaub ich jede Woche rüberfahren und einen Großeinkauf machen!

  2. liebe mietze
    schön, dass dir das bild gefällt. mir auch.
    ja, das virtuelle und das reale leben – beide intensiv und fordernd. ich mag beide, mal mehr, mal weniger. die balance ist entscheidend.
    grosseinkauf? hm, deutschland ist ja so billig, dass es mir wohl peinlich wäre und ichskrupel hätte, bloß zum noch billigeren einkaufen rüber zu fahren, schweizerin ich.
    für deine umbrüche wünsch ich dir viel energie und guten mut!
    herzlich, denise

  3. Ich kann hier Mietze nur zustimmen. Das sind viele Bilder, aber irgendwie total aufeinander abgestimmt in ihrem Charisma. Ich kann auch gar nicht genau sagen, welches mir am Meisten gefällt, denn sie scheinen zueinander gehören, wie ein einziges Organ zu funktionieren. Sehr schön, liebe Soso.

  4. Übrigens: Manchmal ist internetlos fast wie eine spirituelle Reinigung. Im Moment nervt mich auch mein Handy, denn manche Dinge lassen sich gar nicht abschalten. Z.B. muss der mir jedesmal sagen, wenn bei Facebook jemand etwas geschrieben hat, die Notify Funktion lässt sich nicht abschalten. Ich denke, ich deinstalliere die App heute.

    Ich wünsch euch allen ein paar kernig-lebige Tage.

    1. hach ja, ich glaube, fb würde mich innert kürze in den nervenzusammenbruch treiben 😉
      heute, wo ich den ganze tag an der kiste war (und dabei immer grippiger geworden bin), sehne ich mich nach ofen und buch und ruhe …
      danke fürs kompliment zur collage 🙂 freut mich, dass es dir gefällt!
      herzlich, d.

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