Noch mehr Schätze

Seit Tagen haben wir den Plan gefasst, eine Wanderung der Reuss entlang zu unternehmen, denn da sind ziemlich viele Geocaches versteckt (siehe letzten Artikel). Eine Tour über ungefähr acht Kilometer. Einen Multi habe es dort, sagt geocaching.com, eine Schatzsuche mit mehreren Stationen. Doch weil uns von einer gestern gefundenen Multiserie noch die Zielstation, das Final, fehlte – ohne den eine Schatzsuche nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann –, beschlossen wir, zuerst diesen zu suchen, also wieder, wie gestern, zum Bruggerberg zu radeln, diesmal allerdings von der andern Seite her kommend. Nicht zuletzt auch, weil Irgendlink dort in der Nähe Hinweise auf einen Mystery entdeckt hatte.

Mystery? In meiner gestrigen Aufklärung über unsere Geocaching-Leidenschaft habe ich diese Gattung bewusst bei der Aufzählung ausgelassen. Ich gestehe, dass ich vor Mysterys einigermaßen Respekt habe. Schnell mal überfordern mich die kniffligen Rätsel, die es zu lösen gilt, um an die Zielkoordinaten und somit an den Schatz zu gelangen.

Auch heute stellte sich uns ein beinahe unlösbares Rätsel. Wir mussten einen Code knacken, der es in sich hatte. Nach einer halben Stunde Geländebegehung und einem kleinen Apfelwähe-Picknick wollten wir schon beinahe aufgeben. Doch wir wären nicht die, die wir sind, wenn wir es nicht noch einmal versucht hätten. Zurück zum Start. Wie beim Leiterspiel sozusagen. Das Muster, wir müssen das Muster finden, sagten wir wiederholt zueinander. Es muss so und so aussehen.

Wir gehen um das kleine Häuschen und auf einmal wissen wir die Lösung. Was für ein tolles Team wir sind, doch wir haben mal wieder viel zu weit gesucht. Und wir haben zu viel und zu groß überlegt, statt einfach nur genau hinzuschauen. Schnell haben wir nun den Code entschlüsselt und just als wir beim Versteck eintreffen, fährt eine Mountain-Bike-Familie vorbei. Die Frau ruft schon von weitem, ob wir den Geocache suchten. Wir bejahen. Gelb, sagt sie, sucht nicht zu weit. Gut sichtbar! Sie winkt und schon sind alle wieder weg. Und wir? Um ein weiteres originelles Cacheversteck bereichert!

Weiter gehts zum Final von gestern, der Endstation eines Geocaches zum Thema Wasserschloss. Kleine Heimatkunde gefällig? Bei Brugg, meinem Nachbarort, fließen die drei großen Flüsse der Schweiz zusammen und heißen fortan nach dem größeten der drei, nämlich Aare. Dieses Naturschauspiel heißt Wasserschloss. So, wie die Reuss und die Limmat aufeinander treffen, inspirieren sie den Liebsten schon bald zu verrückten Geschichten, die zu erzählen ich ihm aber gerne selbst überlasse.

Was für eine tolle Aussicht! Blick aufs Wasserschloss, vom Bruggerberg aus.

__________________________________________________

Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Advertisements

2 Kommentare zu „Noch mehr Schätze“

  1. zu eurer „schatzsuche“ fällt mir ein: too near to see… 😉 wie im wahren Leben sozusagen…

    schöne Geschichte und ein klasse Bild… auf die Geschichte vom Liebsten bin ich natürlich schon neugierig.

    herzlich grüßt dich und euch
    Frau Blau

    Gefällt mir

    1. es ist wie wenn du etwas anzoomst und dann das umfeld nicht mehr wahrnimmst, genau.

      ob der liebste seine geschichten erzählt? we’ll see.

      bis gly und liebe grüsse
      soso

      ps: samstag klingt gut 😉

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.