Belohnungen

Ein heikles Thema, zugegeben, doch Strafen als Thema wäre noch heikler.

Nachdem ich heute und gestern und am Montag schon total viel geschuftet habe, im Haushalt ebenso wie am Rechner an einem Artikel und einer spannenden Bewerbung, bin ich nun bereit für die Belohnung.

Es gab eine Zeit, da habe ich mich alle paar Stunden mit einer Zigarette belohnt – Tempi passati! Oder mit einer Reihe Schokolade (gut, das tu ich noch immer, sehe es aber nicht mehr als Belohnung, sondern gönne es mir einfach. Weil ich es mag).

Heute sehe ich Belohnungen weniger im Zusammenhang mit erbrachten Leistungen als dass ich mir einfach hin und wieder etwas gönne, was ich gerne mache und was mir gut tut. Die Kür nach der Pflicht sozusagen. Blogschreiben nach einem Bewerbungsbrief zum Beispiel. Buchlesen nach Artikelschreiben. Stopp! Artikelschreiben ist ja Kür. Und doch Arbeit. Was mich auf den Gedanken bringt, dass das Konzept Arbeit = Pflicht zum Himmel stinkt. Sehr sogar. Arbeit = Kür wäre doch eigentlich viel toller. Und das ist das Artikelschreiben ja. Na also.

Was ich mir jetzt gönne? Dreimal raten …

1.) …
2.) …
3.) …

(ja, richtig, ich besuche den Baumarkt (siehe zum Beispiel hier) – Fortsetzung folgt …)

Und übermorgen – nur noch zweimal schlafen – belohne ich mich und meinen Liebsten mit dem tollsten Highlight dieses Herbstes:

Patent Ochsner live in der Mühle Hunziken, dem ge***sten Lokal der Welt.  >>> DER Klick zum Sound!

—-

Und du – womit und wie belohnst du dich?

29 Kommentare zu „Belohnungen“

  1. Gar nicht so leicht zu beantworten die Frage. Mit Zigaretten und Baumarkt jedenfalls nicht ;-).
    Eigentlich kommen die Belohnungen zu mir; ich kann ja selbst schlecht abschalten oder wenigstens runterschalten, ich zappe dann höchstens von einer Arbeit zur nächsten. Belohnung ist dann das abendliche Ritual mit den Kindern, ein Spaziergang, Musik hören, Kino vielleicht…

  2. Sag „Seelenstreichler“. Dann kommt die Assoziation Belohnung-Strafe gar nicht erst auf. Wenngleich, Arbeit kann schon Strafe sein. Selbst liebste Lieblingsarbeit zuweilen. Und umgekehrt. Aber „Arbeit“ gibt es bei dir ab jetzt nicht mehr, nur noch „Kür“. Danke für den Tipp! Ich probiere ihn gleich mal aus.
    Meine Belohnung: Spielen. Mit Worten, mit Tönen, mit Farben, mit Hund und/oder Mann 😉
    Lieber Gruß zu dir
    Elke

  3. liebe mützenfalterin
    kino ist es bei mir auch, nur leider viel zu selten … das rumzappen – wie gut ich das kenne! die „belohnung“ wäre womöglich einfach das gegenteil davon – also nichts tun! 😉 und es sich dann auch zu gönnen – das wäre wohl die größte selbstzuwendung!
    herzlich, soso

  4. ah, seelenstreicheln! das ist gut, liebe märchenflüsterin! danke für den tipp!
    oh ja, spielen – das liebe ich auch. müsste ich wieder mehr tun.
    eigentlich sind es die dinge, die die seele streicheln, die absichtslos sind – und deshalb „unrentabel“. darum kommen sie zu kurz. so schade!
    let’s do it more!
    herzlich soso

  5. Nur eine Reihe Schokolade? Haha. Ich esse mind. 1 Tafel manchmal auch 2. So, ich schufte sehr viel und sehr hart, jetzt rate mal, wie ich manchmal in sehr stressigen Phasen aussehe? Ja, genau: 3 kg dicker, was ich dann wiederum mit strengem Essverhalten und viel Sport „bestrafe“. Baumarkt finde ich super, ich lande meistens im MediaMarkt. Trotzdem ist das doof, wenn ich mir dann nichts kaufe, weil dort alles so teuer ist. Also gehe ich doch lieber in ein Schreibwarengeschäft, da ersaufe ich immer vor Begeisterung! Und irgendetwas kaufe ich mir dann da, und sei es auch nur ein Seminarblock mit einem besonders bunten Cover. [Im Moment mag ich besonders Kombinationen zwischen Grün und Rosa] …

  6. Nagut, dann gibt es die anderen Belohnungen: Nach bestimmten Projektabschlüssen z.B. für die Familie kochen und einen wunderbaren Filmeabend haben. Oder mit Freunden und meinem neuen Cocktailbuch die Bude unsicher machen. Oder mit Mr. Serious Urlaubspläne schmieden. (Das Erschaffen von Vorfreude ist auch eine große Belohnung für mich.) … Malen, Fotografieren, Lesen. Und: Tanzen. Und zwar auch einmal nur Zuhause.

  7. oh ja, schreibwarengeschäfte liebe ich auch sehr. baumarkt und schreibwarendinger riechen genial. ich bin ein nasenmensch!
    seit ich die waage kaum mehr beachte, halte ich mein wohlfühl-(nicht barbie-)gewicht seit jahren 🙂 das ding, der knoten) ist im kopf! schoggisüchtig bin ich zum glück nicht mehr so richtig 🙂
    das thema kompensation ist kein einfaches! haben wir da nicht alles was damit zu tun?
    herzlich, soso

  8. Weißt du, was noch super riecht? Läden für Kunstbedarf. Da bin ich immer nur noch vor Begeisterung am übersprühen und jemand muss mich dann immer stoppen, bevor ich den Laden mitnehme! 😀

    Ja, bei mir geht die schnelle Kompensation echt durch den schnellen Magen. Ich hoffe auch, dass das irgendwann nachlässt. Die Waage habe ich schon oft Monate lang weggelegt, war gar nicht gut. Bei mir ist die Kontrolle wohl wichtig, sonst werd‘ ich unglücklich mit mir.

  9. kunstbedarf gibts bei uns im baumarkt UND im papierwarenladen 😉 that’s why.

    das leben ist ein ewiger seiltanz. jede und jeder muss seinen balancierstab selbst schnitzen glaube ich.

    mit zu viel kontrolle sabotiere ich bei mir viel kreative energie – auf kosten von nicht-anecken. inzwischen mag ich diesen preis immer seltener zahlen. das geschenk des alters 😉

  10. Ach, bei mir hat das eher mit der Gesundheit zu tun. Ich neige genetisch bedingt zur Insulinresistenz. Und jedes Grämmchen zuviel ist für mich gefährlich werden, kann irgendwann zu Diabetes führen. Anecken, ach, das kann ich gut.

  11. oh, stimmt ja – die gesundheitliche komponente! hab ich gar nicht dran gedacht tse tse …
    anecken dürfen bin ich schon lange am lernen … gar nicht mal so einfach.

  12. Find‘ ich auch. Ich kann’s nicht so gut bei Menschen, die ich sehr gerne habe. Aber so da draußen im Dschungel geht’s!

  13. Belohnungen? So sehe ich das gar nicht – ich gönne mir Auszeiten sprich „Langeweile – Wolkenguckereien“ immer irgendwie zwischendurch. Priorität hat: Was mich „funktionstüchtig“ hält und deshalb steige ich von Zeit zu Zeit gern über den Wäschekorb hinweg, stelle mir die wissenschaftliche Frage, wann der Tellerberg auf der Spüle ins Wanken gerät, ab wann ich nicht mehr erkennen kann, ob die Staubdecke (hinter den Büchern auf dem Regal) nicht mehr sichtbar wächst. Erledigt wird, in manchen Zeiten, nur das was „überlebenswichtig“ ist und der Rest ist einfach Auszeit. Wenn ich die ausgiebig genossen habe, baut sich auch der Tellerberg ab, meist ist der Waschkorb ohne Bügeln leer geworden und der Staub hinter den Büchern wird dann auch entsorgt. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mir der Ruf von stoischer Gelassenheit und Ruhe vorweg läuft. 🙂

    Schokolade gibt es bei mir selten, meist ist es Weingummi, das ganz ohne Belohnungsgedanken verputzt wird. Jetzt muss ich direkt mal kramen gehen, ob ich noch was finde. :-))

    Liebe Grüße, Szintilla

  14. eine gute lebenseinstellung, liebe szintilla. wichtig ist wohl, dass wir unsern persönlichen wohlfühl-weg finden, denn von ihm hängt letzlich unsere lebensqualität und die balance ab. und die gesundheit nicht zu vergessen.
    eine stauballergikerin würde sicher andere prioritäten setzen als du 😉

    herzlich, soso

  15. Diese Lebenseinstellung wurde mir nicht in die Wiege gelegt, die habe ich mir mühsam erarbeiten müssen, aber das lohnte sich. 🙂 Und die Stauballergikern hätte sicher andere Prioritäten. *lach Und ja, jeder muss seinen Weg finden, wie ich finde, ist das eines der schwierigsten Dinge im Leben, weil der eigene Lebensweg nicht immer mit dem, was als Norm gilt, konform geht.
    Ich habe lange üben muss, aber jetzt klappt das wunderbar. :-))

    Herzliche Grüße, Szintilla

  16. Meine Belohnung heißen Fritz&Willi, meine beiden Pinscher. Wenn wir drei durch die Wälder streifen, wird plötzlich alles gaaaaanz leicht. Und eine weitere Belohnung ist ein Mittagsschlaf (leider zu selten).

  17. oh ja, waldspazieren und siesta – ist bei mir beides ganz oben auf der seelenwohltu-skala!

    toll, dass du damit etwas hast, womit du der welt ein schnippchen schlagen kannst!

    danke für deinen beitrag!
    auf wiederlesen in diesem „theater“ 🙂
    und liebe grüße, soso

  18. Ach, das geht eigentlich immer – als Belohnung für (oder Versöhnung mit) einem anstrengenden Tag: Mahler hören; einen besonderen Film sehen; BOESNER Frankfurt (stundenlang); Stöbereien in Second-Hand-Läden, in der Lieblingsbuchhandlung; die Hündin über Felder flitzen sehen, sie zu beobachten, wenn sie ausgelassen und zufrieden ist; ein Glas Rotwein, gerne mit Zigarette; mit guten Freunden telefonieren; Zitronenhuhn … http://haushundhirschblog.wordpress.com/2011/07/02/zitronenhuhn/
    Wir wünschen Euch einen wunderbaren Abend in der Mühle Hunziken!
    dm und mb

  19. Tatsächlich wollte ich auch Boesner schreiben und sehe nun, ich kann nur noch „Ich auch! Ich auch!“ brüllen. Ja, dort stöbern, gucken, träumen … Manchmal ist das schlicht die Belohnung dafür, dass ich extra für meine Tochter dort hinradele (sind ja nur fünf Minuten von hier), um ein oder zwei Buntstifte in ganz bestimmten Farben zu besorgen oder was zum Modellieren oder Material zum Stempel schnitzen oder … . Ich hatte mal eine Suchtphase und fuhr immer wieder hin — wo es doch so nahe liegt und man braucht ja auch mal einen neuen Klebestift und so … *räusper* — und das Personal begrüßte mich dann schon wiedererkennend. Wenn ich dann sogar noch reichlich Geld dabei habe und mir etwas gönnen will, darf … Manchmal komme ich dort auf ganz verrückte Ideen, zum Beispiel ob es nicht mal etwas wäre, mich mit Tusche zu duschen. Sepia und Indigo — nacheinander — könnte ich mir momentan vorstellen. Ah, da spricht die Gier … Was ich eigentlich sagen wollte: Belohnungen sind toll. Öhm … ja.

  20. liebe haushundhirsche
    das klingt doch ganz nach genuss und lebensfreude! die bin ich auch am lernen … was wohl boesner ist? gugl weiss es sicher. 🙂
    danke für die liebe wünsche
    die vorfreude aufs konzert ist riesige!
    herzlich, soso

  21. hihi, samtmut, nun weiss ich endlich, was boesner ist. die tusche-dusche mag ich schon des wortes wegen. bodypainting mal ganz anders.:-) wer weiss, vielleicht ist das was, das noch kommt und du die visionärin? oder gab es das schon bei buster keaton und den kleinen strolchen?
    🙂
    süchtig nach bestimmten läden kann ich auch werden … obwohl ich solche süchte bisher noch nie schlimm fand 🙂 ja, sich belohnen, sich gutes tun, sich die seelenstreicheln ist toll! und wichtig!
    herzlich, soso

  22. Meine Belohnungen sind unterschiedlich, aber letztlich wie eure, wir sind uns da alle vermutlich recht ähnlich… Süßes wie Schokolade, Torte oder Kuchen, ein Spaziergang in der Natur, ein Ausradeln, ein Abend mit „The Voice“ wie gestern, ein Treffen zu Kaffee und Kuchen in einem Lokal, ein Plausch mit Freundin daheim in ganz trauter Atmosphäre. ein Schwimmbad- und/oder Saunabesuch, zielloses Shoppen. Nicht zu vergessen: Ein vor das Internet setzen ist für mich auch manchmal wie eine schöne Belohnung, wo ich immer wieder schauen muss, dass es nicht zur Sucht ausartet.

    Boesner gehört auch zu meinen Lieblingen. Aus dem Gespräch mit einer Bekannten gestern bin ich jedoch aufmerksam geworden, wie rasch diese kreativen Sachen zur Sucht werden können, indem sie von ihrer Bekannten erzählte, die unzähliche Schränke und Schubläden und Räume gefüllt hat mit immer neuem Material für Ketten, Bastelsachen, Bilder etc. Auch dort wechselt die Mode, man kann ohne Ende und immer neu einkaufen. Die Frage, was man mit dem ganzen Plunder letztlich anfängt, ob er sich überhaupt verkaufen lässt oder irgendwo verrottet, sollte nicht nur weggedrückt werden. Entsprechend vorsichtig bin ich mit weiteren Einkäufen.

    Liebe Grüße
    Marion

  23. liebe marion
    deine nicht-materiellen belohnungen kann ich alle gut nachvollziehen und kenne sie zum teil ja selbst 🙂
    bei den belohnungen, die mit ladenbesuch oder einkauf zu tun haben, kann ich nur sagen: eine solche sucht könnte ich mir gar nicht leisten. zum glück. ich gehe nur einkaufen, wenn ich etwas brauche (ausser buchläden, ähm, bücher brauche ich ja zwar auch …). beim baumarkt sind es auch immer gezielte einkäufe, wenn ich etwas bauen will …
    und die kulinarischen belohnungen sind zwar fein, doch will ich die eben nicht mehr als belohnung sehen und dieses alte kindermuster allmählich auflösen.
    ich tendiere immer mehr zu erlebnis-belohnungen/seelenstreicheleien, das tut mir am besten. 🙂
    herzlich soso

  24. Von Boesner träumen, das kenne ich auch. Mal am Abend ein Bad, auch wenn man nicht richtig schmutzig ist, Schokolade oder Obst oderrrrr der Blick auf die getane Arbeit mit Freude, dass sie vorbei ist, vielleicht mit Stolz, dass man sich durch gebissen hat.

  25. liebe blinkyblanky
    gegen dreckig tu ich duschen, baden ist luxuriöser genuss – der ab und zu sein darf.
    und ja stolz und freude über eine gelungene arbeit ist auch eine schöne belohnug!
    liebe grüsse
    soso

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