Der mit Geschichten handelt

Es wäre ja mal spannend, erzähle ich Irgendlink heute morgen am Telefon, wenn wir das gleiche wie zurzeit in einigen Blogs mit Bildern geschieht, mal mit Texten ausprobieren würden.

Ich finde es so toll, wie in den verschiedenen Blogs die Kommentarkultur so phantasievoll geworden ist und aus einzelnen Bildern ganze Geschichten entstehen und wir einander Wollknäuel zuwerfen und mit diesen weiterstricken. Das könnte man auch mit Texten machen. Mit Geschichten. Mit einzelnen Szenen.

Es lebe die Phantasie! Petter, der Protagonist in Jostein Gaarders Geschichtenerzähler, das ich zurzeit lese, ist Träumer und Realist in Personalunion. Nicht einfach, wenn man bei allem, was einem vorgesetzt wird, von klein auf weiß, wie es richtiger und besser wäre. Als Schüler verkauft er sein Wissen und seine Ideen – in Literatur, in Mathe oder in Religion ist dabei unwesentlich – gegen harte Währung. Und noch während der Junge mit seiner Mutter im Theater sitzt, den Vater in den Zirkus begleitet, einer Radiosendung lauscht oder den Moderator im Fernsehen beobachtet, weiß er, wie auch hier das Ganze viel besser, viel lustiger, viel phantastischer inszeniert werden könnte.

Doch hört selbst.

Wie die Geschichte weitergeht? Ich habe keine Ahnung. Nur ein paar Ideen. Und du?

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Und das sagt Wikipedia zur Geschichte: hier klicken!

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25 Kommentare zu „Der mit Geschichten handelt“

  1. Du hast eine junge Stimme, liebe Soso! Gefällt mir … Das Letzte und Einzige, das ich je von Kostein Gaarder gelesen hatte, war Sophies Welt. Und da war ich so um die 13 oder 14.

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  2. Haaaaaaaaaaaaaaaaach. Ich liebe es, wie Du das Wort „später“ aussprichst. 😉

    Dein Vorschlag klingt ein wenig nach – mann, wie heißen denn die nun wieder, diese Geschichten, wo einer anfängt, jeder fünf Sätze ergänzt und dann an den nächsten weiterreicht … Das habe ich noch nie (wirklich: noch nie!) mit einem erfolgreichen Ende beobachtet.

    Aber etwas ähnliches habe ich u.a. doch mit Dir und Irgendlink und Lakritze und Hausundhirschs (ich weiß, da fehlt grad jemand; es ist wie mit den vier am Tisch Sitzenden beim „Dinner for one“) schon erlebt: Verschiedene Leut‘ schreiben über eine gemeinsame Vorgabe – jeder, wie er es erlebt hat / hätte … Ah, da fällt mir wieder ein, das wollte ich mir ja auch noch in gedruckte Form bringen …

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    1. wie sag ich denn später? und wie sagst es du?

      das mit den fünfsatzgeschichten ist mir dazu nicht eingefallen. eher so wie das mit der tisch-geschichte, der von dir erwähnten, an der vernissage. jeder und jede schreibt zum gleichen thema aus eigener sicht und mit den eigenen ideen. das wäre mal ein tolles projekt. da gabs mal eine anthologie, wo alle eingeladenen autorInnen über eine zugreise (zürich-wien im nachtzug) schrieben. ein tolles buch ist das geworden. fällt mir bloß der titel nicht ein.
      ich mag so gemeinsame projekte sehr, wenn man ohne konkurrenzdenken sich gegenseitig inspiriert.
      liebe grüsse in den norden
      soso

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  3. liebe soso!
    wooot kuhl ist das ein neues gaarder buch? irgendwie hab ich das bisher verpasst, aber das ist ja sowas von meins! muss ich unbedingt lesen! deine beschreibung vom protagonisten, wie er die welt in seinem kopf viel spannender und vor allem lustiger umdenkt – schreibt der jostein etwa von mir?? 😉

    lieb gruess! und danke für den buchtipp!

    ps: dankeee liebe soso für deine kommentare auf meinem blog! und auf jede einzelne deiner roboter-kritiken hab ich geantwortet…dummerweise in meinem blog statt hier, wo du’s sicher siehst;) tut mir leid mit dem roboter ding und jaaaa, es ist soooo oobermühsam! aber ich habs wie gesagt mal ausgeschaltet und kaum hatt ich das, war auch schon spam da….darum…das rätsel geht weiter, sorry 😦 (vierzehnmal!!?? finde das in anlehnung an meinen 14er-tag ja lieb, aber also sooo mühsam ist er nun auch wieder nicht;) ich kann das ding meist beim 1.oder 2.anlauf entziffern..hmm

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    1. liebe du
      das buch ist von 2002 – ich kannte es auch nicht. schön, wenn du es auch magst. ich bin allerdings noch ziemlich am anfang, jedoch sicher, dass es mir gefallen wird.
      das robot-ding? weisch, ich sehe nur 2D, deshalb kann ich es wohl so schlecht lesen. vielleicht wars auch nur 13x, ich habe nicht wirklich gezählt, so ab 8x hab ich damit aufgehört. 14 passte eben einfach so schön 🙂
      schade, dass die so ein doofes robot-filter-dings haben. es gibt bessere.

      ich werds trotzdem nicht lassen …
      herzlich, soso

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    2. hmm ach so na dann versteh ich, dass die mühsamkeit des teils noch potenziert wird! auso liebe soso ich werd mir überlegen, es nochmal mit abschalten zu versuchen;) jo schliesslich gehörst du zu den wenigen leserinnen, die auch mal gern was kommentieren (unter den ebenfalls wenigen leserInnen glaubs, die offenbar lieber einfach nur lesen^^) 😀

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    3. hach, die sache mit den kommentaren. etwa ein zehntel kommentiert, schätze ich mal. das darf sein. wir lesen ja auch die meisten bücher, ohne sie irgendwo zu besprechen oder weiterzuempfehlen. letztlich schreiben wir doch für uns. 🙂

      und trotzdem les ich gerne blogs und kommentiere gerne da und dort.

      herzlich, soso

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  4. Ne, ne, knusprig werden bis zum Platzen….vorläufig.
    Deine Antwort klingt wie in der Therapiestunde bei Frau Dr. Ingeborg Wolfenstein- Luftig, meine Therapeutin vor 123 Geschichten….
    Schlaf gut. Träum nicht so chaotisch- wie Frau Dr. I.W.-L. vielleicht auch sagte…
    Herzlich
    Sonja

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  5. Liebe Soso, das Buch hat mir auch sehr gefallen, ich las es vor einigen Jahren auf Englisch, da heißt es „The Ringmaster’s Daughter“ – fand ich als Titel fast besser.
    Der Ansatz, ein Stück Text vorzugeben, erinnert mich ein bisschen an einen Creative-Writing-Kurs, den ich vor Jahren im Rahmen meines Anglistikstudiums besucht habe. Ein anderer Ansatz war, uns einen Gegenstand vorzugeben, den wir als Inspiration nutzen sollten. Hat immer funktioniert : )

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    1. auf norwegisch heissts „die tochter des zirkusdirektors“. seit ich das gesehen habe, ahne ich … 🙂 bin sehr gespannt!

      ja, so spiele habe z.t. auch in meiner schreibgruppe gemacht. spielerisch „in klein“. hat nicht nur funktioniert, sondern auch spaß gemacht.

      wie es wohl „in groß“ wäre?

      liebe grüße
      soso

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  6. Liebe Soso,
    schön, Deine Stimme wieder einmal zu hören, das weckt Erinnerungen. Gute!
    Das „Schweizerische“ wirkt viel stärker in der Stimme, wenn man Dich nicht sieht, sondern nur hört. Was Emil zu „später“ schrieb, empfinde ich ganz ähnlich, wenn Du bestimmte Wörter, die mit einem „r“ enden, sprichst. Schön ist das.
    Herzliche Grüße von uns,
    dm und mb

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    1. liebe mb
      das rrrrr … darüber witzle ich mit irgendlink auch gerne 🙂
      wenn man bedenkt, dass ein baby alle laute lernen könnte …

      danke für deine zeilen 🙂

      herzliche grüße euch beiden
      soso (auf dem sofa am geschichtenverkäufer lesen)

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  7. wunderbar! ich mag deine Stimme, und der „schweizerische“ Akzent macht das Hörerlebnis sehr besonders. Ich habe das Buch auch vor einigen Jahren gelesen, schon weil die Idee eines Menschen, der „Geschichten verkauft“ mich fasziniert hat. Wie es aber ausging, weiß ich leider selbst nicht mehr. Das ist das schöne daran, ich kann die Bücher immer wieder lesen und denke doch jedes Mal ich lese es neu. Liebe Grüße!

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    1. liebe lara
      ich guck oft, ob du wieder bloggst = ich habe dich weder vergessen noch dein blog aus den augen verloren. schön, dich hier mal wieder zu lesen.
      das buch hab ich nun ausgelesen und es könnte zu jenen gehören, die ich a.) wiederlesen werde und b.) nicht vergesse (auch den schluss niccht). aber das von dir beschriebene phänomen kenn ich gut. ich habe nicht wenige bücher ein zweites mal ausgeliehen (biblio) und erst in der mitte als schon gelesen wiedererkannt 🙂
      danke fürs stimmenexperiment-feedback.
      herzlich, soso

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    2. Liebe Soso, danke fürs immer mal wieder reinschauen. Ganz sicher bin ich noch nicht zurück, ich teste gerade wie es sich anfühlt 😉
      Weißt du das mit den Büchern, ich denke es macht tatsächlich einen Unterschied, ein Buch ein 2. oder 3. Mal zu lesen. Weil du selbst dich veränderst und immer wieder einen anderen Blick hast auf die Geschichte, je nachdem in welcher Lebenssituation du dich gerade befindest. Das macht „Doppeltlesen“ so spannend, dafür muss die Geschichte natürlich auch reizvoll genug sein…den Geschichtenerzähler werde ich bestimmt nochmal lesen und bin gespannt wie ich sie dann „neu“ erlebe.

      freu mich auf weitere Stimm-Experimente!

      Liebe Grüße, Lara

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    3. liebe du
      ich guck nachher gleich dein blog 🙂
      das wieder-lesen ist bei mir immer ein „innerer konflikt“. einerseits habe ich sooo vielel bücher, die ich unbedingt in meinem leben lesen will (so dass ich eigentlich ja gar keine lebenszeit habe, ein buch ein zweites mal zu lesen), doch es gibt einfach so bücher, die mich unbeschreiblich berührt haben, so dass ich sie behalte und irgendwann wiederlese.
      filme guck ich ja auch gerne mehr als einmal. nicht alle, aber einige. antonia’s line habe ich sicher schon fünfmal gesehen. 🙂
      herzlich, soso

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