Können und nicht können

Kunst kommt von können. Doch können ist mehr als Kunst, können ist auch Macht. So ist zum Beispiel Holzhackenkönnen eine mächtige Kunst. Eine, die man zum Überleben auf dem einsamen Gehöft können sollte. Wie froh ich bin, dass es nicht mehr so kalt ist. Wir brauchen deutlich weniger Holz und können heute den Haupthahn wieder aufdrehen und schon bald das kühle Nass ohne Umwege über Bottiche genießen. Wohl wird es vermutlich in ein paar Tagen nachts wieder kühler, doch das interessiert uns heute nicht und morgen auch nicht.

Holzhacken gehört zu den vielen Künsten, die ich nicht beherrsche. Kleine Stücke hacken geht, aber so richtig und richtig gut kann ich auch die nicht. So müsste ich hier wohl erfrieren, wenn nicht der Liebste. Aber der liegt darnieder. Mit Magendarmgrippe, die ihn heute Nacht um vier niedergestreckt hat. Er liegt im Bett oder auf dem Sofa, trinkt Honigtee und Cola. Bouillon später. Er sagt wenig. Er mag nicht. Und er muss oft. Nun flüstert er mir zu, welche Wasserhähnen ich zuerst schließen muss, damit die Hauptleitung geöffnet werden kann und das Wasser schon bald fließen. Auch eine Kunst. Eine, die ich lernen kann. Das Wissen eines Eingeweihten, das soeben weitergegeben wird. Bauesoterisches Wissen, sozusagen, sorgfältig gehütet. Ich werde nichts verraten.

Mögen mich die Käfer verschonen. Noch summt zwar mein Kopf vom gestrigen Kopfweh und der Bauch murmelt aus Mitgefühl übellaunig mit, mehr nicht. Gut.

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20 Kommentare zu „Können und nicht können“

  1. da wünsche ich von Herzen eine GUTE BESSERUNG … euch beiden …
    liebe Grüße hintendran Ulli
    und gefällt mir klicke ich heute nicht an, weil mir Erkrankungen nie gefallen 😉

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  2. Hallo, Ihr Ärmsten,
    gute Besserung an den Liebsten und alles Gute an dich! Ich drück dir die Daumen, dass du dir die bösen Viren und Bazillen vom Leib halten kannst! 🙂
    Ja, der Frühling kommt, und das ist einfach super schön!
    Liebe Grüße und euch Beiden trotz Krankheit einen schönen Tag,
    Andrea

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  3. Ich schliesse mich den Besserungs Wünschen an.
    Und flüstere Dir zu, dass ich einmal in einem Haus mit Ofenheizung gelebt habe. Ich habe es geliebt. Und ich habe im Herbst Holz gehackt. Auch das habe ich geliebt.

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    1. liebe mützenfalterin
      früher hab ich es auch gekonnt, ich hab einige jahre in holzgeheizten wohnungen gelebt. und ich liebe es theoretisch noch immer, nur hab ich keine übung und keine muckis mehr 😦

      ah, und auch dir sagen wir herzlich danke.

      haferschleim, kohle und co. wirken so langsam.

      lg soso & irgend

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  4. Oh, dann hoffen wir, dass sich Irgendlink bald wieder besser fühlt.
    Und die Kunst, liebe Soso, Deinen Liebsten mit Geduld, Tee, Cola und kleinen Aufmunterungen mitten hinein in die Genesung zu begleiten, beherrschst Du sicher auch!
    Liebe Grüße von uns …

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    1. du hast ja soo recht. obwohl irgendlink heute schon kleinholz gehackt hat. heimlich natürlich. du siehst, der künstler ist auferstanden. noch wackelig, aber übern berg.
      danke und liebgrüß von uns beiden

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    1. auf dem einsamen gehöft hört man die vögel auch im haus, die sind sooo laut. i love it!
      danke für die lieben wünsche, sie haben schon gewirkt.
      liebgrüßen wir beide

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    1. bis jetzt bin ich verschont geblieben (hoffe, es bleibt so) – irgendlink ist am genesen, ist wieder auf, kunstet bereits wieder für die nächste ausstellung in der prismagalerie (bilder auswählen) und nun kommt die sonne und lockt uns für einen spaziergang nach draußen.
      wir grüßen lieb zurück

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  5. Gute Besserungswünsche hast Du ja genug. Kommt Ihr morgen nachmittag mal ins Atelier? Ich würde mich freuen, bin so ab 15 Uhr dort. Das rote Bild hängt an der Wand- stinkt noch etwas, aber nicht viel.

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