Hinter dem Vorhang

Ein Stück für zwei.

Der Vorhang öffnet sich. Auf der Bühne, gut ausgeleuchtet, Sofasophias Wohnzimmer. Nichts Böses ahnend hängt die Protagonistin auf dem Sofa und tippt in ihre externe iPhone-Tastatur. Xenö* betritt von rechts das Zimmer, schielt dreist auf das Display und liest mit. Erst nach einigen Minuten erwacht Sofasophia aus ihrer Schreibtrance und schaut Xenö verwundert an. Sprachlos. Xenö ist wieder da. Und sie ahnt es bereits: Kein Weg führt an ihm vorbei, wenn er auftaucht. Wer ihn kennt, weiß, wovon ich rede. Nur Unkraut ist zäher.

Sofasophia: Du?
Xenö: Wenn’s erlaubt ist!
Sofasophia: Ist es zwar nicht …
Xenö: Das (er zeigt aufs iPhone) willst du bloggen?
Sofasophia: Warum denn nicht?
Xenö: Viel zu zynisch ist das, böse, gemein … passt doch nicht zu dir. Du bist doch viel zu nett …
Sofasophia: Das sagt ja der Richtige! Außerdem: Das ist schließlich eine Satire!
Xenö: Wirklich?
Sofasophia (wird ein bisschen rosa im Gesicht): Hm … Glaub schon. Was geht’s dich an?
Xenö (schnappt sich das iPhone, das Sofasophia aufs Sofa gelegt hat und liest vor):

Täglich lese und kommentiere ich mich durch zig Blogs, durch zig literarische und künstlerische Stoffwechselprodukte toller Menschen. Täglich lese ich unzählige tolle und weniger tolle fremde Gedanken. Und täglich füge ich da und dort einige meiner Gedanken dazu, als Ermutigung, als Rückmeldung, als Dankeschön. Ich lasse mich von andern Texten und Bildern inspirieren, doch vor allem lenke ich mich damit ab. Von mir weg. Ablenkung betäubt so schön. Ich muss, während ich bei andern bin und von Blog zu Blog reise, nicht selbst denken, ich muss nicht meinen eigenen Mist karren, sondern darf mich mit den Themen anderer befassen. Maßvoll nur, denn es sind ja immerhin die Gedanken anderer.

Kommt mir nicht zu nahe! Lasst mich mit eurem Mist in Ruhe! Ich will es gar nicht so genau wissen.

Nein, so sage ich das natürlich nicht. Ich bin ja nett. Ich bin freundlich. Und ich schreibe freundliche Kommentare. Ich verhalte mich moderat, adäquat, angepasst und unauffällig. Schließlich will ich gemocht werden. Schließlich will ich auch nette Kommentare erhalten, wenn ich schon so viele nette Kommentare schreibe. Schließlich will ich viele Like-its, denn ich verteile ja auch viele.

Obwohl. Wenn ich ehrlich bin, wächst mir die Kommentarmoderation so langsam über den Kopf. Da gibt es nämlich noch die besonders lieben Leute, die einen Kommentar gleich nochmals kommentieren. Und darauf muss doch auch reagiert werden. Oderrr? Ich will doch niemandem das Gefühl geben, dass ich seine Mühe nicht wertschätze. Honorieren. Reagieren. Danken. Eine Hampelpuppe ist nichts gegen mich.

Ob ich die Kommentarfunktion wieder ausmachen soll? Obwohl ich doch im Grunde gerne diskutiere?

Wie viel ist echt von dem ganzen Karsumpel in der Blogosphäre? Diese ganze Nettigkeit – wie ehrlich ist sie? Wie viele Mitleid-Kommentare und -like-its verteile ich, verteilen wir, statt dem Blogger oder der Bloggerin zu sagen, dass ihr heutiger Text eigentlich, na ja, doch ziemlich langweilig geschrieben ist? Wie kritisch sind wir und wie manipulierbar? Wie nett sind wir wirklich?

Xenö: Und so was willst du bloggen? Damit verlierst du doch alle deine Stammleserinnen und -leser!
Sofasophia: Und? Wahrheit hat ihren Preis – heißt es doch so schön. Und darum bin ich jetzt ganz ehrlich zu dir, Xenö. Hau ab!

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* Mehr zu Xenö in meinem alten Blog „Sofasophien“: bitte hier klicken (von unten nach oben zu lesen).

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32 Kommentare zu „Hinter dem Vorhang“

  1. Mir gehen seit kurzem ähnliche Gedanken durch den Kopf. Zuerst empfand ich das Bloggen als einsame Angelegenheit, war ich doch vorher in einem sogenannten „Bewertungsportal“ unterwegs (was mich nicht hinderte, dort auch Gedichte etc. zu schreiben). Dort hatte ich zeitweise über hundert Kontakte, die zum Teil tolle Beiträge schrieben. Mehr und mehr fühlte ich mich verpflichtet, alles zu lesen und zu kommentieren (liken allein, was ist das schon? Kann ja jeder, im Sekundentakt, und so machen es auch Viele, ohne einen Text zu lesen oder ein Bild zu betrachten – ich nicht, bin gewissenhaft, so wie du, Soso). Nun stelle ich langsam fest, dass das Bloggen ja gar nicht so einsam ist und bin dankbar über neue Kontakte, nette Menschen, mit denen ein Austausch über das Liken hinaus möglich ist. Doch allmählich wächst mir das regelmäßige Lesen und Kommentieren der Beiträge meiner abonnierten BlogKolliegen auch über den Kopf, zumindest zeitweise. Ich laufe gefahr, in den gleichen Strudel zu kommen wir in diesem Bewertungsportal, das übrigens qype heißt, falls es interessiert. Ich muss darüber hinaus auch an meine Arbeit denken, ans Geldverdienen, und zwar ganz ganz dringend. Also werde ich hier wohl auch etwas kürzertreten müssen, sonst verfranse ich mich zu sehr. Danke, liebe Soso, für deine Offenheit und die Anregung, auch etwas dazu zu sagen.

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    1. liebe rotewelt
      das tut mir grad sehr gut. ja, verfransen ist genau das wort, das ich meine. danke für deine ausführlichen zeilen und dein verständnis.
      herzlich soso

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  2. Liebe Soso,
    ich meine mich zu erinnern, dass ich Dein Blog kennenlernte (und gerne besuchte), als die Kommentarfunktion ausgeschaltet war. Ich habe damals genauso gerne Deine Texte gelesen, wie ich es auch jetzt mache. Natürlich ist das etwas anderes.
    Kann aber gut verstehen und nachvollziehen, sich diese Fragen zu stellen. Tatsächlich nimmt das Bloggen sehr viel Zeit in Anspruch. Manchmal ärgere ich mich, nicht den Freunden gemailt oder sie angerufen zu haben, um einen (mir durchaus wichtigen) Blogbeitrag zu lesen und zu kommentieren. Aber man kann ja immer wählen. Eigentlich. „Oderrr?“ 😉
    Liebe Grüße, mb

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    1. herzlichen dank, liebe mb, für deine anregung.
      vielleicht wäre der weg übers mail der “authentischere”, nur wäre der wohl noch zeitaufwändiger …
      hm … herzlich, soso

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    2. Vermutlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt: „Manchmal ärgere ich mich, nicht den Freunden gemailt oder sie angerufen zu haben, um einen (mir durchaus wichtigen) Blogbeitrag zu lesen und zu kommentieren.“
      Damit wollte ich sagen, dass ich den E-Mail-Kontakt zu Freunden, mit denen ich meinen Alltag verbringe, mitunter vernachlässigt habe, um auf Texte oder Bilder in den von uns geschätzten Blogs zu antworten.
      mb

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    3. danke für deinen nachschub, habe es wirklich zuerst falsch verstanden 🙂
      aber ich kann sagen, dass ich genau das gleiche dilemma habe und viele meiner freundInnen „motzen“ … tja, ich kann mich eben nicht teilen.
      herzlich, soso

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  3. Vielleicht ist der authentischste Weg derjenige, den man einfach geht, ohne nachzudenken, ohne sich verpflichtet zu fühlen. Ein Weg des Vertrauens darein, dass die Dinge, die Botschaften, ähnlich wie Samen, irgendwann ankommen, festwachsen, keimen, Früchte tragen …
    Das Problem, das der moderne Mensch hat, ist seine Eitelkeit, die Hand in Hand mit seinem Geltungsbedürfnis geht. Die Beiden machen ihn empfänglich für Bauchpinseleien, Likes, Kommentare; und sie stellen ihn unterbewusst unter die Knute, etwas zurück zu geben, zu liken, zu kommentieren, zu bloggen, Kunst zu kaufen …
    Handeln und Vergessen.
    Kürzlich kam ein Eitelkeitsmail von einem Verlag, der Blogs veröffentlichen will, zu unvorteilhaften Konditionen, mit dem Prädikat „besonders umsonst“, das ich, nachdem ich den ohnehin schwächelnden Eitlen in mir niedergerungen hatte, einfach in die virtuelle Tonne getreten hatte. Die Bauchpinselei lautete: Dein Blog ist gut. Dein Blog ist schön. Dein Blog ist lieb. Wir werden es, weil du so schön, lieb und gut bist, kostenlos veröffentlichen, wir Schlawiner, wir, wir Scharlatane.

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    1. „das hast du aber fein gemacht!“

      ja, es ist die masche der meinungsmacherInnen: zuerst machen sie uns zu bedürftigen, indem sie uns unsern hunger zeigen. dann verkaufen sie uns „lösungen“. hm.

      danke für deine gedanken!

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  4. liebe Soso,

    die Gedanken sind nicht neu, aber sie sind immer noch frei und frei sind wir in der Entscheidung zu bloggen, zu kommentieren, zu liken – wenn es keine Freude mehr macht, sondern zum „Muss“ wird, dann gilt es das Ganze zu überdenken, so wie du es in diesem Beitrag tust.
    Jetzt ist wieder einmal Umbruch, soll heißen, dass sich die Winterenergien von Innen nach Außen wenden, dass das, was sich im Winter an Ideen geformt hat, nun auf die Erde will, sprich in die Materialisierung und vielleicht ist dann eben mal wieder etwas weniger Bloghausen und mehr Echtzeit …

    viele liebe Grüße
    Ulli

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  5. Bevor ich groß lüge, schreibe ich lieber gar nichts. Was nicht heißt, dass jedes Mal, wenn ich einmal nicht kommentiere, ich den Blog nicht gut finde. Aber da ich fast jedes Mal spüre, wenn jemand einfach nur lapidar etwas dahinschreibt und eigentlich überhaupt nicht anstrebt, irgendeine Diskussion zu führen oder ernsthaft in meine Gedanken einzutauchen, verweigere ich mich lieber, als dass ich ihm das selbe Gefühl vermittele.

    Lieben Gruß,
    Sherry

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    1. nein, lügen tu ich nicht. jedenfalls nicht in worten. (höchstens manchmal vielleicht mit einem like, das sagen soll: ich mag dich. aber heute mag ich eigentlich nicht genauer hingucken. dennoch weiß ich, dass du tolle sachen machst …). und genau da muss ich sensibler werden. lieber nicht liken. lieber dazu stehen, dass ich (heute) keine lust und musse zum lesen, mich einzulassen habe. bei lapidaren blogs gehe ich sowieso nicht oder kaum regelmässig hin …
      verweigern – das braucht mut. wie du es schreibst und praktizierst, überzeugt mich.
      danke für deine anregung!
      herzlich, soso

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    2. „Lüge“ ist natürlich drastisch ausgedrückt, war aber gar nicht so böse gemeint. Viel mehr meint eich damit diese Notlügen, die man von sich gibt, um andere nicht zu verletzen. Ich würde die vermutlich selbst anwenden, hätte ich gerade in der Blogsphäre nicht das Gefühl, dass man das einfach spürt, wenn jemand einen eigentlich desinteressierten Kommentar ablässt. Deshalb meine ich, schreibe lieber nichts. 😀

      Sonst benutze ich natürlich Notlügen wie alle anderen auch. Wäre auch doof, wenn nicht. Also bitte: Wenn man immer schnurstracks ehrlich wäre, hätte man sehr viele Probleme am Hals, viele verletzte Menschen und viele Freunde weniger. So ist das nun einmal. Ehrlichkeit ist für mich auch nicht immer nur ein „Wow“, sondern hängt bei manchen Persönlichkeiten auch einfach mit mangelnder Empathie oder Rücksichtslosigkeit zusammen. Ich weiß, das hört man wieder hier in meiner 2. Kultur nicht so gerne. In meiner 1. Kultur ist das aber normal, dass man Menschen versucht, nicht auf die Füße zu treten, auch wenn man dafür ein wenig flunkern muss. Das wird gar nicht so negativ bewertet. Wohingegen man hier zwar negativ bewertet wird, wenn man lügt, aber eben auch, wenn man durch „Ehrlichkeit“ anderen auf die Füße tritt. Dilemma, sag ich dir. 😀

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    3. wahrheit ist wahrhaftig eine grenzwanderung. ist „immer die wahrheit sagen“ das gleiche wie „nicht lügen“? was ist mit schweigen? du schneidest da ein heikles thema an, resp. spinnst das vorhandene weiter. ich bin quasi auf immer-ehrlichkeit gehirngewaschen (mütterlicherseits) und ertrage es kaum, wenn ich flunkern „muss“. puh. das kann auch ein fluch sein. doch so wie sie, meine mutter, immer und allen „ihre wahrheit“ um die ohren zu schlagen, mach ich dann natürlich doch nicht. dann lieber schweigen.
      ja, ein dilemma – bei dir doppelt mit den beiden kulturen in deinem leben.
      danke!

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  6. Bloggen frisst Zeit, Zeit die man mal hat und mal eben nicht udn mnachmal hat man Zeit, aber keine Lust. warum sollten wir uns, bei etwas das wir freiwillig tun, verpfichtet fühlen. Jürgen hat es prima auf den Punkt gebracht: „Vielleicht ist der authentischste Weg derjenige, den man einfach geht, ohne nachzudenken, ohne sich verpflichtet zu fühlen. “
    Bloggen und Kommentieren nach Zeit, Lust und Laune, ohne jegliches muss – es sei denn, ich verfolge ein Ziel damit. Das muss jeder für sich allein entscheiden. Also nur nicht vom Blog stressen lase, das ist nicht der Sinn der „Übung“. 🙂

    Liebe Grüße, Szintilla

    ps.
    Eine E-Mail „Ihr Blog ist toll, den möchten wir veröffentlichen“, auch ganz besonders umsonst, bekam ich übrigens auch. Ich hab mich auf einen Dialog eingelassen und amüsiere mich grade köstlich. :-))

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    1. ja, diese „ihr blog ist toll“-aktion habe ich vor einer weile (mehr als ein jahr?) bekommen, und zwar auf meine mehreren blogs und immer das gleiche muster, aber andere namen. so pseudo-persönlich. ich habe höflich mein desinteresse kundgetan, dann noch eine bedauernde mail aushalten müssen und tschüss. so zöix nervt nur und frisst zeit. oder aber, wenn man es wie du macht, macht es sogar spaß … 🙂
      so wie bloggen es tun soll. jawohl.
      herzlichen dank für deine gedanken und liebe grüße, soso

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  7. ich habe die kommentare nicht gelesen. was ich dazu sagen möchte: (außer, dass ich mich in nahezu allen geäußerten gedanken wiederfinde), ist, dass ich es manchmal ganz schön fände, wenn mir jemand schreiben würde, wie langweilig ich gerade geschrieben habe, oder dass das foto aus diesen und jenen gründen nicht besonders gelungen ist. also nicht, dass ich lieber kritik höre als lob, aber mir fehlt hier oft die relation. es kann doch unmöglich sein, dass alles, was ich so tag für tag poste von gleicher qualität ist (obwohl es solche blogs gibt, muss ich zugeben…)
    und was du schreibst, ablenkung, nicht so nah an sich heranlassen, ja das kenne ich auch, wenn ich es auch anders bewerten würde, anders definieren, es gibt blogs, bei denen ich mich einfach nur wohl fühle, die insel, neuerdings den großartigen fotoblog von walter neiger, und andere, die mich sehr anregen, postkultur z.b. und sherry, dein blog, und andere, bei denen ich das gefühl habe, das sind mittlerweile beinahe so was wie freunde, die ich begleite (wobei vieles sich da überschneidet), keine ahnung, was ich damit eigentlich sagen will. ich muss jedenfalls aufpassen, dass nicht zu viele blogs zu meiner täglichen lesekost werden, weil ich dann zu nix mehr komme (gerade steht jemand seit einer halben ewigkeit hinter mir und ist kolossal genervt, wie lange diese angeblichen fünf minuten noch, schon wieder daueren 😉

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    1. ich bin richtig froh, dass ich mit meinem text auf so viel echtes verständnis stoße (und niemanden vor den kopf …?). ja, ein bisschen mehr kritikgeist wäre toll. so eine art liebevolles reiben, wie wir zwei es damals mit dem artikel-entwurf für federwelt hatten. solche diskussionen mag ich schon sehr.
      ich bin wirklich froh über das, was du hier schreibst.

      ich hoffe, dein kolossal genervter hinter-dir-steher sei nun wieder glücklich?
      herzlich, soso

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  8. Ehrliche Kritiken/Kommentare sind hilfreich und befruchtend und genau diese Blogbesucher hab ich lieb, pardon, „like ich“. Süßliches Wort-Geraspel oder Bauchpinseleien, die ohne ein Augenzwinkern geschrieben oder verstanden werden, kitzeln meinen Bauch hingegen nervig unangenehm und nehmen die Lust am Medium. Zumeist.
    Und ja, ich will auch gemocht werden, ehrlich gemocht, doch das ist ein Wunschtraum, der sich nur sehrsehrsehr selten erfüllt. Manchmal macht mich das traurig. Nein, eigentlich öfter als manchmal.
    Wieder mal finde ich meine Gedanken bei dir …
    „Sensibelistisches“ Grüßlein
    Elke

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    1. liebes mitsensibelchen, ich freue mich auch über dein verständnis und die von dir gezeigte resonnanz. danke.
      ehrlich gemocht werden – für das einfach-sein-wer-ich-bin … das ist vor allem eins: verdammt schwer anzunehmen (für mich jedenfalls).
      möge sich dieser wunschtraum dennoch immer wieder ganz in echt erfüllen!
      herzlich, soso

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  9. Allen technischen Schwierigkeiten zum Trotz: Ich lese Blogs gerne, gelegentlich kommentiere ich auch (schade, Klicken geht bei mir nicht mehr, das fand ich ganz gut als: War hier, habe gelesen, mochte), aber ich habe mal mehr, mal weniger Zeit. Da ich annehme, daß das allen anderen genauso geht, mache ich mir keinen Streß. Für mein Teil kann ich sagen: mach Dir, macht euch da auch keinen. Ich erwarte keine Kommentare (auch wenn sie mich oft sehr freuen und ich manchmal entzückt die Kommentarspalten zu meinen Artikeln wiederlese).
    Und ja, ich grinse auch gelegentlich über die Social-Network-Terminologie: Zuneigungskapitalismus. Das könnte tatsächlich funktionieren. .P

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    1. schön, was du da schreibst, du relaxte blogschreib- und leserin, danke!

      ähm, du kannst nicht mehr liken? nur bei mir oder auch bei andern WP-blogs? komisch.

      wie auch immer, schön, dass du da bist/warst!
      herzlich, soso

      EDIT: ach, und danke auch für dieses geile wort: Zuneigungskapitalismus

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    2. Huch, eine Antwort! .)
      Liken geht bei mir gar nicht mehr — meine Hardware, und mit ihr alle Software, ist endgültig abgehängt. Aber ich habe einen Systemadministrator, und einen ziemlich langen Geduldsfaden. ,))

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    3. Und noch ein PS: auf Nullkommentare lege ich keinen Wert; aber gerade bei Deinem Blog habe ich oft den Eindruck, daß sich aus den Kommentaren und Ideen Deiner Leserinnen und den Kommentarspaltengesprächen lohnende neue Gedanken entwickeln. Das ist etwas Besonderes und spricht sehr für Deine Kommentarkultur. .)

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    4. das empfinde ich auch als geschenk, obwohl es eben oft auch „anstrengend“ und zeitintensiv ist. ambivalent …
      danke für dieses dein kompliment an meine leserInnen … 😉

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  10. Well, well, ich kann da nur von abraten. Inspiration und notwendige Kritik kommen weitgehend durch die Kommentare zumindest auf meinem Blog. Als professioneller Autor kenne ich die Leiden und Freuden des einsamen Schreibens und für mich sind die Kommentare auf meinem Blog ein feines Korrektiv zu meiner bisweilen einseitigen Sicht der Welt. Die Griechen unterschieden in der Klassik die Idiotes vom Zoon politikon, damit ist der solipsär lebende Mensch (der Idiot) von dem nach außen offenen Menschen (dem Zoon politikon) unterschieden – sagt das nicht alles?
    Grüße von der sonnige Küste Nord Norfolks auch an Jürgen Irgendlink von
    Klausbernd

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    1. der austausch ist zweifellos spannend, inspirierend und sehr bereichernd. aber eben: sehr zeitintensiv. zeit, die ich mal habe, mal gerne lieber anderswo einsetzen würde …
      danke für deine zeilen und die lieben, schon ausgerichteten grüsse
      euch allen auch viele
      von uns 🙂

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