Virtueller Spaziergang

Eben bin ich mal wieder durch die Blogosphäre spaziert, was ich so ausführlich schon lange nicht mehr gemacht habe. Den täglichen Blick in den Reader werfen, von wo aus ich meine abonnierten Blogs besuche, ist das eine, doch gibt es ja noch so viele andere tolle Blogs und Webseiten, die ich mag. Später will ich mit dem Farrad an die Sonne, an den Schatten, raus, an die Aare … doch so ein Blogspaziergang ist fast ebenso faszinierend. Außerdem sieht es schon eine Weile nach Gewitter aus, windet heftig …

Da und dort lese ich von Blogmüdigkeit. Bei mir, so stelle ich fest, ist es eher eine Art Faulheit, das ich wenig blogge. Nein, stimmt so auch nicht. Eher stelle ich eine Art Energie-Verschiebung fest, denn schreiben tue ich ja dennoch. Fast jede freie Minute, die ich nicht mit Hausarbeit oder abhängen (mailen, lesen, Filme schauen) verbringe, arbeite ich weiter an einem meiner Manuskripte (Loch im Eis). Es fasziniert mich, wie ich aus einem bestehenden Plot eine neue Geschichte webe, das Buch sozusagen nochmals neu schreibe, aus einer andern Perspektive. Ich spüre die Figuren wachsen und lebendiger werden. Dass ich neben der Einarbeitung in eine neue Arbeitsstelle also kaum Zeit und Muße zum Bloggen habe, sei mir verziehen.

Was ich vorhin in Luisa Francias Webtagebuch gelesen habe, fand ich so genial, dass ich es hier zitiere:

die welt gehört nicht wie man manchmal denken könnte den bankern, den reichen, den milliardären und mafiosi, die welt gehört komplett und restlos den klein/kleinstlebewesen. sie werden noch da sein wenn wir weg sind und sie sind jetzt auch da, die bakterien, die viren, die a/b/cmeisen, die insekten, die käfer, die fliegenden al uzzas. mir fiel ein stück pfirsich auf den boden, es dauerte keine zehn sekunden da hatte es sich in der mikrowelt herumgesprochen und der pfirsich war bedeckt von den kleinen wesen die ihn sauber wegputzten.
apropos putzen, ich versteh jetzt warum so viel geputzt und gefegt wird. ich tu das auch exzessiv. tust du es nicht, hast du einfach gleich so viele mitbewohnerInnen die auch gern das bett mit dir teilen würden, damit du, halb gesellschaft halb nahrung ihr leben bereicherst.

Quelle: salamandra.de/tagebuch/start > luisa in alentejo – 03.07.2013

Apropos Luisa: Im nächsten Frühling (April 2014) gehe ich mit Freundin L.(1) endlich mal wieder in einen Kurs zu ihr – das erste Mal seit vielen, vielen Jahren. Ein Grund mehr, mich schon jetzt auf den nächsten Frühling zu freuen, obwohl es jetzt erst Sommer ist.

Aber jetzt trauche ich wieder in mein Manuskript ein … winkewinke!

6 Kommentare zu „Virtueller Spaziergang“

  1. ach fein! ich war vorgestern, seit langem mal wieder, erst bei Luisa und las diesen Beitrag ebenfalls – ja, Recht hat sie … und in diesem Jahr gibt es ziemlich viele kleine und größere Krabbler, und Stecherlinge, das muss an der hohen Feuchtigkeit liegen, denn so viele Läuse musste ich noch nie von der Hausrose entfernen, und noch krabbelte es mich überall und rief nach Dusche (der Zeckenphobie geschuldet), wie in diesem Jahr- ja, sie putzen und räumen, räumen auf und gehören unbedingt in die Nahrungskette, wobei ich selbst auf manche Krabbler gerne verzichte, na klar, auf die Zecken, wovon ich schon wieder zwei hatte und nun wieder bange – der Bluttest wird mich aufklären …

    hoffe du hattest es fein an der Aare
    enjoy this evening
    Ulli

  2. tja, wir zeckenphobikerinnen, wir. wer mal eine borreliose hatte wie wir, bringt das kaum wieder weg. hatte auch schon drei diesen sommer. hoffe, ungefährliche … grmpf.
    ja, die aare war schön. ich mag ihr lied und ihr funkeln so sehr.
    danke, du auch. 🙂

  3. Ja die Zecken.. selbst der kleine d hat eine im Garten gefangen. Und die Zeit? Der Morgen ging verloren mit durchsichtigen von 4 Schubladen.

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