Punkt, Punkt, Punkt …

Mal einen Artikel über Satzzeichen schreiben, will ich … über Lücken und Löcher, über Leerschläge und Pausen. Wo sie hingehören und wo nicht. Wer das sagt (Duden) und was davon zu halten ist. Was Sprache mit Freiheit zu tun hat. Zum Beispiel der Freiheit, Duden zu ignorieren , die natürlich jeder und jede hat. Und in meinem Text sollte auch stehen, warum Rechtschreibung so schlecht gar nicht ist. Und warum gewissen Regeln, zum Beispiel in der Rechtschreibung, sinnvoll sind. Denn Kommunikation ist ja eh schon schwierig genug …

Aber eigentlich läuft mir die Zeit davon. In einer Viertelstunde will ich den Laptop zuklappen, ein paar letzte Dinge erledigen, meine Tasche ins Auto tragen, zur Tankstelle fahren und dann Richtung Ostschweiz fahren, wo ich bis Sonntagnachmittag mit Frauen zusammen sein werde. Trommeln, tanzen, singen, Rituale feiern. Ich freue mich, Luisa Francia mal wiederzusehen, die ich vor bald achtzehn Jahren an einem ähnlichen Wochenende in Walenstadtberg kennengelernt habe. Eine Begegnung mit Folgen, der noch viele ähnliche gefolgt sind. Worüber ich sehr froh bin. Walenstadtberg, tja, lang ist’s her.

Apropos Berge: Wie war das gleich?
Ich komme mal wieder kaum nach, alles, was auf meinen Listen steht zu erledigen, sagte ich gestern am Telefon zum Liebsten. Vieles bleibt liegen. Mails vor allem. Oder der Haushalt. Dafür werden die Schlangen, die Berge immer größer und ich scheue mich mit jedem Mal mehr, sie abzutragen. So, genau so, sage ich, so sind die Alpen entstanden. Irgendwann kamen wir einfach nicht mehr nach, alle Listen abzuarbeiten. Es gab zuerst Fältchen, dann Falten, dann Hügel und schließlich Berge! Jetzt kennst du die Wahrheit über uns Schweizerinnen und Schweizer!
Irgendlink grinst. Aber, sagt er, eigentlich waren es die Italiener und Italienerinnen, die haben euch alles rübergeschoben. Und wir Deutschen auch, und erst die drüben in Frankreich. Ihr könnt also gaaaar nichts dafür.

Ich schweife ab … Nein, so wird das nichts mit meinem bitterbösen Artikel über Leerschläge und Lücken.

Es lebe die Prokrastination. Und jetzt muss ich los …

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8 Kommentare zu „Punkt, Punkt, Punkt …“

  1. Nun bin ich aber arg gespannt auf den bitterbösen Artikel. (Bin allerdings hundertprozentig sicher, hier kein einziges Komma vergessen zu haben. Oder hab‘ ich eins zuviel gesetzt … … ?) 😉

    Herzliche Grüße, mb

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  2. Oh ja. DIe verschied’nen Striche: Binde- und Trenn- und Kopplungsstrich und Gedankenstrich; das Semikolon; die Kombinationen !? und ?! … Die Ellipse und natürlich Geviert und Halbgeviert als Abstände zwischen den Worten … Groß und klein, getrennt und zusammen, Apostroph oder nicht. Satz- und Anführungszeichen bei wörtlicher Rede …

    Mach ihn, diesen Beitrag.

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  3. na da bin ich aber nun auch gespannt, liebe Soso, weil ich ja, wie du weißt, eher etwas anarchistisch unterwegs bin, aber bislang werde ich auch verstanden, oder nicht?! schmunzelnde Grüße
    Ulli
    ich hoffe, du hattest es rundrum fein mit Luisa und den Frauen!

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    1. och, anarchie ist gut und schön, aber beim schreiben und so? auch anarchistinnen brauchen die 25 buchstaben, wie alle andern … *kicher* … 😉
      danke fürs hoffen – es war ein rundum geniales wochenende. und die frauen waren einfach toll. 🙂

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  4. Hi. Ich mag Rechtschreibung sehr. Und bin fanatische Fehlerfinderin in Briefen. Allerdings mag ich auch rechtschreiberische Revolution. Eigensinn und Eigenarten. Ich mache meine Striche, wie sie mir gefallen. 😀 Und so schleichen sich gerne Punkte ein. Am liebsten drei am Stück … lg

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    1. solange es nur drei sind und vor- und nachher ein leerschlag steht, wunderbar. ich selbst bin auch eine punkteliebhaberin!
      revolution mag ich auch immer mal wieder, kommt aber drauf an, ob eitelkeit oder übermütige kreativität dahinter steckt. 🙂

      danke für deine zeilen und gerne auf wiederlesen hier!

      liebgrüss sofasophia/soso

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