Dreihundertdreissig

Verrückt ist es nicht. Oder doch? Für mich schon. Auch wenn andere größere Zahlen haben.

Ich gratulierte mir gestern zu meinem 330. gefundenen Geocache und erinnerte mich an meine Anfänge. Meine ersten drei Caches habe ich, sagt das Logbuch, am 20. Dezember 2009 gesucht und gefunden – zusammen mit Irgendlink, der mich in dieses tolle Hobby eingeführt hat. 1579 Tage bin ich nun also schon Geocacherin. Im Durchschnitt habe ich ungefähr jeden fünften Tag einen Cache gefunden. Die meisten mit Irgendlink und/oder andern Cachern und Cacherinnen zusammen, ein paar auch allein.

regen_kommSuchen, finden … ja, das ist etwas, das ich mag. Die Philosophin und das Kind in mir jubeln gleichermaßen, wenn sie ein neues Erdversteck finden, ein weiteres Logbuch öffnen und den Namen erneut hineinkritzeln dürfen.

kaputtAuch nach Antworten suche ich immer wieder von neuem. Meist nur, um sie, wenn ich sie gefunden habe, wieder zu verwerfen. Die meisten taugen nur einen Augenblick. Aber das ist nicht schlimm. Das Leben findet immer im Augenblick statt.

Gestern, nachdem ich beim Liebsten auf dem einsamen Gehöft eingetroffen war um die Ostertage bei ihm zu verbringen, beschlossen wir schon bald, das schöne Wetter, das ich mitgebracht hatte, auszunützen und die Caches-Runde  beim nahen Flughafen Pottschütt zu machen. Alle zwölf Caches, davon zwei Mysteries und einen Bonus, haben wir gefunden und dabei eine wunderbare Gegend mit einem einmaligen Weitblick entdeckt.

Geocaching ist besser als jeder Wanderführer, sagte ich neulich, da kommt man an Orte, die sonst nirgends stehen.

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Appspressionismus: Bilder auf dem iPhone kreiert und mit Gimp verkleinert und wassergezeichnet.