Da. Nicht mehr dort. Hier.

Über Parallelleben wurde schon viel geschrieben. Bei mir sind es zum Glück nur zwei. Eins dort, das andere hier. Hier, wo meine Wohnung ist, hier in der Schweiz, wo ich seit ein paar Stunden nun wieder – nach neun Tagen dort, beim Liebsten, in der Pfalz – meine Räume genieße, meine Künstlerinnenhöhle. Dreckige Wäsche am Boden. Viele neue Bilder auf dem Rechner. Dichte Tage waren das. Kreative. Inspirierende. Kunstvolle.

Am Freitagabend genoßen wir das geniale Theaterstück Happy Hour oder Liebe und noch’n Martini, gewoben aus Texten der wunderbaren Dorothy Parker und Liedern aus den Zwanzigern, das Silvia Bervingas, Bea Melendez und Theresa Fuhrmann erarbeitet und aufgeführt haben.

Gestern Nachmittag Besuche in zwei tollen Künstlerateliers, die – im Rahmen der Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz 2014 – ihre Türen weit geöffnet hatten. Oppulente, farbenintensive Kunst. Wahrhaft berührende Bilder haben Peter Padubrin-Thomys und Artur Bozem ausgestellt. Hier ein paar kleine Häppchen.

Wer Zeit und Lust hat und/oder sich absichtlich oder zufällig in der Gegend aufhält, ist herzlich zu unserem Offenen Atelier am nächsten Wochenende eingeladen. Samstags und sonntags von 14-19 Uhr sind die Ateliertüren auf dem Rinckenhof weit offen für euch. Samstagabends grillen wir anschließend gemütlich. Mehr Details bei Irgendlink drüben.

Ich frage mich einmal mehr, ob nicht jeder Text, jedes Bild, jedes Gespräch ein Zipfelchen meiner vielen Leben ausdrückt, eine meiner vielen Lebensfacetten ist. Nein, wenn ich es mir so recht überlege, führe ich keine Parallelleben, denn das alles bin ich. Manchmal ist dort hier und hier dort und manchmal dominiert rot und manchmal grün. Mal bin ich still, mal lache ich laut und derb.

Gestern um diese Zeit saßen wir dort. Am Feuer. Zu viert – QQlka, Silvia, Irgendlink und ich. Heute sitze ich hier, daheim, an meinem Rechner. Alles ich.

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6 Kommentare zu „Da. Nicht mehr dort. Hier.“

  1. Aber ist es nicht gerade Vielschichtigkeit, die das Leben ausmacht? Bei Dir kommt sie n ur durch das hier und dort plakativer zum Vorschein.
    Übrigens, die Bilder von Peter Padubrin-Thomys sind ja ganz wundervoll

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    1. vielschichtig genau: das war und ist letzlich das, was ich am ende des artikels schreibe.

      ich mag arturs und peters bilder sehr. von beiden habe ich bilder in meiner wohnung. sie sind käuflich 🙂

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  2. Ein schöner Gedanke: All das Hin und Her (ich kenne es inzwischen auch) ist kein Hin und Her in der Person selbst, sondern die Person ist das alles. Eine wunderbare Inspiration, danke!

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