Berlin

Jetzt sind wir also da. Eine ausgesprochen stress- und staufreie Fahrt hatten wir, obwohl uns die Zeltnachbarn am Sonntag gewarnt hatten. Mag sein, dass es an unserm Umweg über Lüneburg lag?

Auch den Tipp, Lüneburg zu besuchen, haben uns unsere Campingplatznachbarn gegeben. Es sei einfach so schön dort. Hätte uns das nicht schon misstrauisch machen sollen? Okay, Lüneburg war schön, stimmt. Schön, nett, ein wenig schief, aus schönen Backsteinen, die es nur hier gibt, gebaut … Aber es war mir persönlich doch fast ein bisschen zu sehr scheinbar heile Welt, als dass ich es als bleibende und unverzichtbare Erinnerung abbuchen müsste. Sorry, liebe LüneburgerInnen.

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Immerhin waren die belegten Brote wirklich köstlich, die wir uns in einer Pizzeria bauen lassen haben.

Ziemlich weit vom Schuss ist es auch, doch auf dem langen Weg zur Autobahn fanden wir schließlich einen Baumarkt und konnten dort eine neue rechte Scheinwerferbirne erstehen. (Ach, das wäre schon eine Geschichte für sich. Mal schauen, ob ich darüber mal berichte. Oder Irgendlink. So viel sei schon verraten: Es gibt manchmal Menschen, die toppen jede Fiktion und jedes Klischee. Und wir haben vorne rechts wieder Licht.)

Auch die Futtervorräte stockten wir unterwegs, in Aussicht auf einen Berliner Kühlschrank, wieder auf.

Klasse übrigens, dass wir ein Navi dabei haben. Was ich früher immer belächelte, macht süchtig. „Folgen Sie der Straße für 22 Kilometer“-Sprüche vermitteln Sicherheit, die ich zu schätzen gelernt habe. (Danke Journalist F., falls du das liest, für das tolle Geschenk!) 🙂

So fanden wir unsere Berliner Bleibe auf Anhieb. Eine Kleinanzeige hat uns hierher gebracht. Günstige, temporär leerstehende Studentenbude, Altwohnung, gemütlich, für wenig Geld. Dazu zwei Fahrräder zur freien Benutzung. (Danke, Sebastian!)

An der Wand hängt eine Karte der DDR, die mich an Emil denken lässt und sein Herz bestimmt höher schlagen ließe.

Bilder gibts noch keine. Außer von unterwegs.

Wildgänse?

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Heute ist es bedeckt, kühl … eine Radtour in den Prinzessinnengarten wäre fein? Mal schauen …

Gegenüber, im Aufbauhaus, gebe es eine große Versuchung für KünstlerInnen-Herzen: Eine Art Kunstzubehör-Baumarkt. Gefährlich! 🙂

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9 Kommentare zu „Berlin“

  1. ich wünsche euch ganz viel spaß da! 🙂 ich liebe berlin und werde in zwei wochen auch wieder da sein. (quasimodo / jazz keller … ich freu mich schon sehr)
    die vögel dürften kraniche sein. sie sammeln sich grade zum gemeinschaftsflug ins wärmere.
    ich hab sie auch auf einem foto in meinem blauen beitrag.
    und ich liebe dieses spektakel zweimal im jahr!
    herzliche grüße nach fast nebenan.
    (da hättest du dein päckchen ja fast mitnehmen können *grins*)

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    1. wo wohnst du? auch in berlin? ja, wenn das päckchen schon bereit ist, warum nicht … auch grins …
      jürgen tippte auch auf kraniche … ich weiß es schlicht und einfach nicht. wo fliegen die dann hin? es war echt beeindruckend, das habe ich jedenfalls noch nie gesehen.

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  2. 🙂 das sind kraniche. und so viele. *froi* sie überwintern in frankreich oder spanien … es bleiben auch welche in deutschland, manchmal. es ist im frühjahr, wenn sie kommen und jetzt ein faszinierendes schauspiel. es soll sogar menschen geben, die extra dafür anreisen 😉

    nein ich wohne nicht in berlin. ca. eine stunde weg in die brandenburger richtung. und das päckchen dürfte wohl schon bei irgendlink auf dich warten 😉

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  3. gerade fliegen sie wieder, die Kraniche und Wildgänse, von der Form und an ihren Rufen sind sie unterscheidbar, Kraniche fliegen in nicht ganz so ordentlichen Formationen, wie die Wildgänse, von daher denke ich auch, dass es hier Kraniche sind …
    Prinzessinnengärten, da bin ich über deinen Bericht gespannt, ich habe es leider nicht geschafft, zuviele Treffen mit zu vielen lieben Menschen, die ich sooo lange nicht mehr gesehen habe.
    Viel Spaß in der Hauptstadt wünscht euch von Herzen
    Ulli

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