Das zweite Stöckchen

liebster-awardLiebe Fürhilde, endlich, besser spät als nie, löse ich mein Versprechen ein, dir deine Stöckchenfragen zu beantworten. Ich danke dir für deine Wertschätzung und dein Interesse am Austausch von Gedanken rum um das Schreibhandwerk.

1.) Wie viel Platz hat das Bloggen in deinem Alltag?
Die Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Bloggen ist für mich nicht nur das Schreiben eines Artikels, sondern eben auch die dem Schreiben vorausgehende Auseinandersetzung mit einem Gedanken, mit einem Thema, mit einem Problem. Ich denke ständig und viel, doch nicht aus jedem dieser Gedanken wird ein Blogartikel. Manche Gedankenflüsse verlaufen im Sand, andere werden verdichtet zu einer kleinen Lyrik im Tagebuch, noch andere werden ins Blogartikelformat gebracht. Zu meiner Auseinandersetzung mit der Welt gehört das Blogschreiben längst dazu und auch der Austausch mit anderen Bloggerinnen und Bloggern ist mir in diesem Kontext längst unverzichtbar geworden.

2.) Wie viele deiner Verwandten, Bekannten und Freunde setzen sich mit deinem Schreiben auseinander?
Noch so eine schwer beantwortbare Frage! Das Blog zeigt bei mir ja nur ein Teil meines Schreibens. Da ich auch immer mal wieder Geschichten und Artikel veröffentliche, wird die Beantwortung unübersichtlich. Zumal auch ehemals unbekannte Bloglesende zu Bekannten und FreundInnen geworden sind. Verwandte sind es eher wenig, die mein Blog oder meine Texte lesen. Sie wissen zwar, dass ich schreibe, aber selten was. 🙂 Und das ist auch ganz okay so. Der Austausch mit Bekannten und FreundInnen ist mir in diesem Lebensbereich wichtiger.

3.) Wohin gehst du, wenn du traurig bist?
Das hängt davon ab, wo ich gerade bin, wenn die Traurigkeit zu Besuch kommt. Meistens gehe ich in die Natur, an einen Fluss oder in den Wald. Manchmal allein, manchmal mit Lieblingsmenschen. Oder ich schlafe eine Runde. Das hilft auch oft.

4.) Wann ist die beste Zeit zum Schreiben?
Sehr unterschiedlich. Meistens habe ich am meisten Schreiblust in der ersten Stunde nach dem Erwachen. Ich schnappe mir dann mein iPhone und die externe Tastatur und schreibe drauf los. Oft ist es aber auch am späten Nachmittag oder am Abend, wenn die Ideen purzeln. Am wenigsten kreativ bin ich wohl so um den Mittag herum und am frühen Nachmittag. Die beste Schreibzeit ist dann, wenn ich voller Gedanken und Ideen bin.

5.) Wann hast du angefangen zu schreiben?
Mit drei. Ohne Witz. Ich habe mit drei die Buchstaben gelernt und angefangen comicartige Bildergeschichten zu kritzeln. Inklusive Sprechblasen. Später ging es mit Aufsätzen als Lieblingsschulfach, Tagebuchschreiben und Kurzgeschichten weiter. Erste Veröffentlichungen dann so ab 2005.

6.) Welche ist deine Lieblingsjahreszeit?
Frühling-Sommer-Frühherbst. Hauptsache nicht zu kalt.

7.) Wirst du irgendwann aufhören zu schreiben?
Ziemlich sicher nicht, es sei denn, ich könnte nicht mehr …

8.) In welcher Stadt fühlst du dich am wohlsten?
Wenn Stadt, dann Bern. Aber eigentlich bin ich inzwischen fast lieber in kleinen Orten unterwegs. Oder ganz auf dem Land.

9.) Was liefert dir die Rohstoffe aus denen am Ende ein Text entsteht?
Das Leben selbst: Erfahrungen. Beobachtungen. Gespräche. Menschen. IT-Technik als Metapher für das Leben. Alles, worüber ich nachdenken mag.

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Das Stöckchen mit dem Liebster-Award drumrum fange diesmal bitte auf, wer immer Lust hat. Ich werde ausnahmsweise niemanden nominieren. Wer aber Lust hat, Fürhildes neun Fragen ebenfalls zu beantworten, darf das bei sich auf dem Blog gerne tun. Also los, Stöckchen, fliege weit und lande weise …

3 – 2- 1 – werf … Juhuuuu …

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8 Kommentare zu „Das zweite Stöckchen“

  1. Soso, Danke für deine Antworten! Sie sind allesamt ganz fein und schön zu lesen. Mit drei also – früh übt sich wer mal Meister werden möchte. (Diese Antwort erinnert mich an meine Nichte, die ähnliche Anfänge macht.)

    Es freut mich wirklich sehr, dass ich dich darüber immer mehr kennen lerne und du durch und durch die bleibst, die ich in deinen Texten erkenne. Eine wirklich ganz ganz großartige Frau.
    Liebe Grüße

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    1. zu 4.), Ja, immer. Aber nicht immer ist mein Herz-und-Hirn-Team ein- und aufnahmefähig. Ich kann ja auch nicht immer essen oder pinkeln. So irgendwie …

      Zu mir, ähm, bitte. Gerne. Freut mich. Und ja, werde ich sagen. Auch gerne … 🙂 Und du, unbekannterweise, grüße bitte die Gräfin von mir, weil, sie ist einfach eine ganz tolle Frau. Das weiß ich, ohne sie in echt zu kennen.

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  2. mit 3 Jahren angefangen?! Wow, liebe Soso, dann ist dir das Schreiben wahrhaftig in die Wiege gelegt….. sich auch nochmal bewusst zu werden, dass das Bloggen quasi ein Teil des gesamten Schreibkosmos ist…spannende Antworten zu sehr interessanten Fragen von FuerHilde.

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    1. Mein Vater hatte einen Arbeitsunfall gehabt oder so, jedenfalls war er daheim und konnte nicht rumlaufen. So sass ich wohl oft auf seinem Schoss und las mit ihm Zeitung. So sagt es das Familiengerücht. 🙂
      Neulich erkannte ich auf einmal, dass Lesen und Schreiben für Kinder eine tolle Fluchtmöglichkeit ist – ein- und abtauchen. Und für Große auch, natürlich.
      Ja, ich mag Fürhildes Fragen auch. Kannst sie gerne auch beantworten … 🙂

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    2. schönes Familiengerücht oder? das mit dem Lesen und Schreiben als Flucht für Kinder und Erwachsene stelle ich auch immer wieder fest – wenn ich die versunkenen Gesichter im Buchladen beobachte…ja, die Fragen, vielleicht bietet sich eine Gelegenheit 😉

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