Fallobst: Runtergefallen, aufgefallen, aufgelesen.

Wir alle wollen wichtig sein. Follow me! Teile! Like! (Meine Beobachtung des menschlichen Verhaltens)

Wer und was ist mir überhaupt wichtig? Und warum?

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Die Leistungsfähigkeit definiert den jeweiligen Lebenswert. (Meine Beobachtung des menschlichen Verhaltens)

Was ist mein Wert? Kenne ich ihn?
Was ist dein Wert? Kennst du ihn?
Mag ich mich auch dann, wenn ich nichts leisten mag?
Magst du dich auch dann, wenn du nichts leisten magst oder kannst?

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Wir gehorchen deshalb so gerne, weil wir zu faul zum Selbstdenken sind. (Meine Beobachtung des menschlichen Verhaltens)

Wann habe ich das letzte mal meiner inneren Stimme gehorchen? Lag sie richtig?

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Könnte ich mich doch nur besser und länger konzentrieren! Oft geseufzter Gedanke. Ich lasse mich ständig ablenken. Ich lasse? Wie bewusst lasse ich mich auf Ablenkung ein? Vielleicht, weil ich mich so den wirklich wichtigen Themen, denen ich mich eigentlich aussetzen will, doch nicht stellen muss? Laufe ich gar vor der Konzentration davon? Alles Ausreden! Ausreden für mich selbst, damit ich mich nicht an mir selbst messen muss, und an meinen unerreichbar hohen Ansprüchen an mich selbst. Ich vermeide so – Ablenkungseidank – ein vermutetes Scheitern und ich merke dabei, dass mich beides gleichermaßen ausbremst: Die viel zu hohen Ansprüche an mich selbst ebenso wie meine Bereitschaft zur ständigen Ablenkung. Als würde ich mir und meinem Weg misstrauen. (Selbstbeobachtung)

Traue ich mir? Traue ich mich?

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Ich: Weichen neu stellen? Ja, ich mach das auch oft. Wenn es not-wendig ist. Allerdings eher weniger auf Schienen und Weichen, die sich ja nur schwer und dazu noch in bereits vorgebauten Spuren bewegen lassen, bin ich eher auf Waldwegen unterwegs. Auch gerne im Unterholz. Tja. Und dort gibt es immer wieder Neues zu finden.

Fatima: Ich befürchte, wenn wir einfach so vor uns hinleben, geht das nur auf vorgespurten Bahnen. Ins Unterholz gelangen wir nur durch Absicht und bewusstem Aus-der-Bahn-werfen. … es sei denn, man ist ganz ohne Absicht aus der Bahn gesprungen. Dann ist man ebenfalls im Unterholz. (Facebook-Dialog zwischen mir und Fatima)

Wage ich es immer mal wieder, die ausgelatschen Wege zu verlassen?

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Da capo al fine. Al fine? Gibt es den letzten Ton? Irgendwann? Und wie klingt er wohl?

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27 Kommentare zu „Fallobst: Runtergefallen, aufgefallen, aufgelesen.“

  1. das sind wichtige fragen! die wären glatt gut für einen stöckchenwurf 🙂
    nein im ernst. diese fragen sollte sich ab und an mal jeder stellen. auch wenn man die antworten darauf nicht weiß.
    und als letzten ton wünsche ich mir das flüstern eines schmetterlings 🙂
    ganz liebe grüße aus einem grauverregneten tag zu dir!

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    1. Hier ist es auch grau-in-grau und kalt. Und ja, so Schmetterlingsflüstern als letzter Ton wäre schön. Es wäre nur niemand mehr da, der es hören würde und wohl wäre es ein Sterbeflüstern, denk ich grad.

      Gerne kannst du die Fragen aufnehmen und eigene oder weitere beantworten oder weiterspinnen.
      Herzlichst, Soso

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  2. Hui, schwere Kost. Also, was die Nachdenktiefe angeht, die diese Fragen anregen. Aber ich stimme meinem Vorkommentator absolut zu: Fragen, die sich jeder gelegentlich stellen sollte. Danke fürs Gedankenanstupsen. Viele liebe Grüße zu dir!

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  3. Du hast hier wichtige Gedanken formuliert, Impulse für ein kurzes Abklopfen des Lebens sozusagen. Zum Glück kann ich auf die Fragen in deinem Text Antworten geben kann, die sich für mich richtig anfühlen. Das ist gut, denn ich glaube, dass sie den Klang des letzten Tons ausmachen.

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    1. dem kann ich mich gerade eben nur anschliessen. Ich bemerke zum Ende des Jahres einen Frieden mit mir und dem Lebenweg … auch wenn im Äusseren viel Ungemach wohnt, aber eben … im Äusseren …

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    2. Das wird mir grade auch bewusst. Von außen dringt in diesen Zeiten Unschönes auf mich ein. Aber innendrin ist es trotzdem warm, weil ich in diesem Jahr auch ein paar Dinge zum Guten verändern konnte und dadurch wieder Kraft bekomme. (Heideblitz, bisschen früh für solche Gedanken, die mache ich mir sonst immer erst an Silvester!) 😉

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    3. Das ist ein guter Gedanke: Alle Antworten zusammen im letzten Ton vereinigt, ob der nun Liebe oder Tod ist. Oder beides oder alles. Danke, das ist ein Bild, das ich gerne mitnehme.
      Auch dir, liebe Ulli, lieben Dank für deine Zeilen!

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    4. Ja, liebe Anhora, ich bin dieses Jahr auch früh mit Ende-Jahr-Gefühlen. Die Nachtweih lass ich eh aus … aber dieses Zu-Ende-Denken des Jahres ist bei mir auch grad sehr wach. Warum auch immer …

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  4. Ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass die Leistungsfähigkeit den Lebenswertert des Menschen bestimmt!
    Wer bestimmt denn, was Leistung ist? Und wieviel davon ist viel?
    Sind zum Beispiel: Zeit haben, jemandem ein Lächeln schenken, für jemanden da sein … Leistung?
    Ist das freundliche Wort einer Grossmutter weniger Wert, als das geschäftige Treiben eines Waffenhändlers?
    Für mich ist der Gebrauch des Wortes: „Leistung“ ein Versuch, Menschen zu instrumentalisieren und in einen von aussen bestimmten Raster zu zwingen. Dadurch wird er messbar, kotrollierbar, manipulierbar …
    Der Mensch ist in die Gesellschaft eingebunden. Er ist ein Teil davon, er macht sie aus. Es sind nicht die Stromlinienförmigen, die eine Gesellschaft lebendig erhalten. Es sind die Herzlichen, ja auch die Schrägen, die Unangepassten… natürlich braucht es auch die Konformen, die für Stabilität sorgen. Aber wenn die Stabilität zu gross wird, stirbt das Leben dazwischen. Alles erstarrt und wird zu Beton und niemand ist mehr da, um den Klotz zu bewegen.
    Ich glaube, dass jeder Mensch versuchen sollte sich selber zu sein, so gut das geht.
    Das ist für mich der Lebenswert … das macht das Leben lebenswert.
    Beat

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    1. Hach, das spiegelt exakt meine Denkweise. Darf ich das in meiner Reizwörterserie demnächst zitieren, Beat? Leistung ist nämlich eins meiner Reizwörter, jedenfalls die Art, wie es hierzulande angewendet wird, oder besser gesagt: instrumentalisiert!
      Danke!!!

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  5. ich beschäftige mich auch mit diesen themen. sie rumpeln in mir schon lange, wie das miauen in der magengegend, wenn das essen verdaut wird.

    letzte woche habe ich ein seminar in psychosynthese in basel besucht . psychosynthese ist eine therapieform in der die seele, das höhere selbst, die selbstverantwortung und willensbildung unter anderem themen waren. ich habe festgestellt, wie sehr ich unbewusst lebe und trotzdem jederzeit dies ändern kann. dies erleben zu können, hat mir sehr viel mut und zuversicht gegeben.

    nach vier intensiven tagen – mit vielen praktischen übungen und daraus folgenden erkenntnissen – habe ich mich richtig lebendig gefühlt wie schon lange nicht mehr.

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    1. Das klingt nach einer guten Sache. Das muss ich mal recherchieren/suchmaschinen … Ich denke, bei den angetippten Themen (meinen Fragen oben) geht es explizit um die Selbstverantwortung. Für unseren Platz in der Welt und wie wir uns darin verhalten. Und was wir aussagen mit unserer Haltung. Wir haben ja zu allem immer eine Haltung.
      Themen, die rumpeln, wollen verdaut werden. Danke herzlichst für deine Anregungen!

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  6. Das sind sehr wertvolle und interessante Gedanken passend zur Jahresendstimmung, die sich bei mir um diese Zeit immer einstellt. Danke für die Erinnerung und die Fortsetzung meiner mentalen Gedankenliste 2014. Ich stelle mir ganz ähliche Fragen. Ach ja, und die liebe Ablenkung. Sie ist mir sehr vertraut. Auch die Unkonzentriertheit. Wir haben wohl einfach zu viele Fahrspuren in unseren Köpfen und meinen, mit Multitasking alles regeln zu können. Empfinde ich übrigens als besonders schlimm, wenn man von zu Hause aus arbeitet. Da liegt immer dies und jenes auch noch rum… und seinen eigenen Wert zu kennen, erachte ich als enorm wichtig. Ich glaube daran, dass unser Umfeld für uns die Spiegelung unseres Selbstwertes/unseres Selbstwertgefühls übernimmt und mit entsprechender WERTschätzung reagiert. Es ist sehr gut, sich hin und wieder zu hinterfragen, was wir mit unserer nonverbalen Kommunikation alles so mitteilen.

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    1. Super, liebe Daniela, deine Ergänzungen! Wir haben ja auch schon über die Ablenkungen, die willkommenen, gemailt. Das Zuhausearbeiten macht es einfacher und komplizierter, das stimmt. Leistung versus Wertschätzung. Nein, nicht versus … Aber ich versuche auch grad, mich zu fragen, was wir alles nonverbal mit unserem Tun, Nicht-tun, eben unserer Leistung/Nicht-Leistung aussagen. Und wie das übersetzt wird und werden kann. Und wo Missverständnisquellen liegen. Puh, das ist mal wieder Denkfutter!
      Dankeschön!

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