Der Konjunktiv des Samens

Ich verabschiede mich bis auf weiteres – vielleicht sogar bis im neuen Jahr von meinen lieben, wunderbaren Leserinnen und Lesern.

Euch und euren Lieben wünsche ich einfach nur das Allerallerbeste für die Rauhen Weihe-Nächte und den Jahreswechsel. Bleibt euch treu – u löht euch jo nie-nüt loh gfalle! (Lasst euch bloß nichts gefallen!)

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Hier noch ein paar Kaugummis, Post-it-Notizen und Sofasophien auf den Weg …

Kann man Erinnerungen wirklich einfach verlieren? So verlieren, wie man Handschuhe und Taschentücher verliert (und Regenschirme)? Und sind sie dann auch einfach weg – weg mit dem ganzen Gefühl, das sie auf der Haut hinterlassen haben, weg mit dem ganzen Gefühl von Wärme und Weichheit …?

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Empathie ist – unter anderem – eine Art auf andere fokussierte Selbstliebe; so gut getarnt, dass kaum jemand merkt, dass das, was du teilst und schenkst auch das ist, was du dir wünschst. Weil du fühlst, was jemand brauchen könnte. Weil du ein fühlendes Wesen bist.

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Vielleicht gleicht die Seele ja einem Samen und weiß alles wie dieser, weiß was aus uns werden könnte, wenn die Umstände ideal wären. Weiß auch, was werden könnte, wenn die Umstände schädlich sind. Der Konjunktiv des Samens. Nur gleicht sie ihm darin nicht, dass der Same keine Wahl hat.
(Notiz an mich: Ist körperliches Leid womöglich ein Ausdruck der Diskrepanz zwischen idealen und schädlichen Voraussetzungen?)

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Eine weitere nerdosophischer-philonerdischer Erkenntnis:
In meiner biologischen Cloud ist immer alles da. Alles ist verfügbar, jede Software (sinnvolle Programme, Malware, Viren) – jederzeit. Ich kann sie downloaden, wenn ich mein eigener Superuser bin. Und wenn ich das Passwort kenne. Es ist meine Verantwortung.

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Möge unsere Kunst unsere Seelen und unsere Säckel füttern.
(Ich mag zum Beispiel Seidenfutterstoff …)

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Synkopenatmung? Das ist, wenn wir zusammen atemlos atmen.
(Na, du weißt schon …)

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Winkewinke und auf bald.

[Kommentare werde ich erst irgendwann oder gar nicht moderieren … 🙂 ]

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8 Kommentare zu „Der Konjunktiv des Samens“

  1. liebe soso, ob du es nun morderierst oder nicht, lesen wirst du es bestimmt. zunächst danke ich dir für dieses kleine finale für dieses jahr.
    hiermit hast du mich heute erwischt: „Kann man Erinnerungen wirklich einfach verlieren? So verlieren, wie man Handschuhe und Taschentücher verliert (und Regenschirme)? Und sind sie dann auch einfach weg – weg mit dem ganzen Gefühl, das sie auf der Haut hinterlassen haben, weg mit dem ganzen Gefühl von Wärme und Weichheit …?“
    habs guat, big hug ❤
    Ulli

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  2. Egal, wann du es liest: ich danke dir für dein bereicherndes Blog, das mich in den letzten Wochen begleiten durfte. Ich wünsche dir und deinen Lieben frohe Weihnachten und kommt gut im Neuen Jahr an!

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  3. Auch Dir, liebe SoSo, ein froh-besinnliches Weihanchtsfest und alles Gute, vor Allem gute Gesundheit, in kommenden Jahr: moegen alle Deine Wuensche und Plaene zu einem guten Ende fuehren,
    Pit

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  4. Viel Neues, viel Ruhe, viel Erholung, viele Impulse –all das wünsch ich euch. Damit es bald noch mehr von solchen Schnipseln gibt, wie die zu den Erinnerungen oder zur Empathie oder oder oder …

    Laßt euch ein.

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