Eigentlich

Hier würde jetzt, wenn ich nicht so müde und so abgelenkt wäre, eigentlich mehr stehen. Oder zumindest sinnvolleres. Ein Text über Werte. Und dass jede Arbeit, je nachdem aus welcher Richtung sie betrachtet wird, eine andere Bedeutung und einen anderen Wert hat. Je nachdem, was wir für Werte haben eben auch. Und wie Werte unsere Sichtweisen verstellen und/oder prägen.

Aber ehrlich, dazu bin ich schlicht und einfach zu müde.

Dafür teile ich heute einmal wieder ein Kritzelbild. Es entstand während eines feinen Telefongesprächs heute Nachmittag. Wer Lust hat, darf frei assoziieren. Zum Inhalt des Gesprächs verrate ich aber nichts.

Telefonkritzelei
Telefonkritzelei | © by Sofasophia
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30 Kommentare zu „Eigentlich“

  1. Ich sehe in diesem Bild, dass es ein langes Telefongespräch war! Und es muss um etwas Harmonisches, Blühendes, Feminines gegangen sein. Das ist ein fantastisches Bild, ich bin ganz platt. 🙂

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  2. Das Bild weckt bei mir folgende Assoziationen: es muss mit einer Person gewesen sein, die vertraut ist. Jedoch gabe es auch Themen, die schon oft besprochen wurden und bei denen man irgendwie nicht weiterkommt. Daher dieses leicht resigniert wirkende Tier. Irgendwas ging auch leicht bergab. Und dann wieder bergauf.
    Vielleicht ging es aber auch lediglich um eine Vereinbarung zum gemeinsamen „den Balkon frühlingssschön machen“ oder so… keine Ahnung, doch es muss etwas länger gedauert haben.
    Viele bunte Grüße und ich freu mich, dass ich Deine Texte durch Dein Folgen wiederfand

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    1. Willkommen hier. Du liegst mit deinen Wahrnehmungen teils nahe. Es war ein persönliches, vertrautes Gespräch über traurige Themen in einem hoffnungsvollen Kontext. Statt Balkongarten passt Grab besser. Und ja, es dauerte eine Stunde.
      Wiedergefunden?
      Ich hab dich gestern via Twitter entdeckt. Und du?
      Danke fürs Schreiben und Folgen.

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    2. Oh, da bin ich ja recht nah an die Wahrheit gekommen mit meiner Wahrnehmung.
      Via Twitter? Das ist ja spannend, weil ich gar nicht twittere – wie schön!
      Ich blogge erst seit zwei Monaten und am Anfang war ich schon mehrmals auf Deiner Seite unterwegs und habe viel gelesen – Deine Seite wurde mir im WordPressreader vorgeschlagen. Dann ging das irgendwie unter, bis ich das mit dem Folgen entdeckt habe, warst Du dann aus meinem Sichtfeld wieder verschwunden. Daher: freue ich mich auf das gegenseitige Lesen… Danke auch Dir.

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    3. Ein Twitterer, der auch bloggt, hat deine Schuldgefühle geteilt … Witzig!
      Ich freu mich jedenfalls. Dass mich WP empfiehlt, wusste ich nicht.
      Auf gutes Wieder-/Weiterlesen!

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    4. Weil ich bei dir nicht kommentieren kann, hier noch was: Die Gefühlswesen und die Wortwesen mag ich sehr. Meine Synästhesie lebt insbesondere mit Gerüchen und wie bei dir mit Farben. Deine Wesen sind bei mir dann quasi Zahlen und auch Buchstaben. Klasse irgendwie. Es sind meine ganz eigenen „richtigen“ Codes.
      Ach, und die Liebe, … jaaa … tja …

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    5. Ooooh!! Du bist auch Synästhetikerin? Das mit den Codes trifft es wirklich gut. Bei mir haben auch nicht alle Wörter diese Wortwesen hinter sich, doch bei Gefühlen sehr stark – und auch bei anderen Konzepten wie Jahreszeiten.
      (Ja, ich habe das mit der Kommentarfunktion durch eine altmodische Emailmöglichkeit ersetzt… hat was.).

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    6. Ich mag oft diese Kommentardiskussionen, hatte es aber auch mal aus.
      Als Kind dachte ich, dass das alle haben, wurde aber oft nicht verstanden und redete dann nicht mehr davon. Es war dann einfach „meine lebhafte Phantasie“, bis ich mal einen Artikel lesen durfte …
      Ich mags, Farben zu riechen und so.

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    7. Das ist die Crux mit der Kindheit – es gab, als ich Kind war in den 80ern, noch gar nicht diese Studien dazu, glaub ich. Ich hatte das Glück, dass meine Geschwister auch Synästhetiker sind und wir uns von Kleinauf sehr leidenschaftlich über Farben unterhielten. „Nein, mein Name ist blau!“-„Nein, grün!“ Und unsere Eltern ließen das alles unkommentiert. So konnte sich das in Ruhe entwickeln.
      Dennoch fand ich es toll, als ich das erst Mal im Synästhetikerforum (https://www.synaesthesie.net/) auf so viele Menschen „traf“, für die das total selbstverständlich ist.
      Farben riechen? Das ist ja eine großartige Synästhesieform… bei mir gibt es manchmal Geschmackserlebnisse bei Stimmen/Geräuschen. Aber Farben riechen: muss toll sein…

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    8. Ja, Farben riechen, manchmal, aber vor allem Musik, Stimmen und Geräusche haben bei mir Gerüche. Meine Nase ist wohl fast mein stärkstes Synästhesie-Werkzeug. 🙂

      Ich finde das Ganze sehr spannend, weiß aber nicht, wie es mir bekommen würde, mehr darüber auszutauschen (Forum) als so jetzt mit dir. Weil ich dann vielleicht Kraft meiner Phantasie nicht mehr unterscheiden könnte, was meine Codes sind und was die der anderen. Ich habe ja das zweifelhafte Talent, mir anderen ihre Gefühle immer sehr lebhaft vorstellen zu können (sie auf meine Welt zu übersetzen sozusagen). Das könnte mir dabei sicher auch passieren.
      Von daher … ich weiß auch nicht. Es ist einfach nur gut zu wissen, dass es eben auch andere gibt, die Gefühle noch anders als nur fühlend wahrnehmen.
      Früher wären wir vielleicht als Hexen verbrannt worden dafür … puh …
      Schön, dass du da bist.

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    9. Dito 🙂 Kann ich gut nachvollziehen.
      Ich glaube, deswegen habe ich auch keine Kommentarfunktion zugelassen. Wenn meine Wahrnehmung in der Form diskutiert würde, käme ich wahrscheinlich sehr durcheinander. Mein und Dein getrennt betrachten ist nicht immer so leicht…
      So wie mit Dir finde ich es auch gut. Von daher freue ich mich dauf das gegenseitige Lesen!
      Beste Hexengrüße

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