Entwicklung

Ent-Wicklung ….

muetzenfalterin

Vielleicht ist es so: Wir werden geboren, und der Kern dessen, was wir sind, wer wir sind, liegt vollkommen ungeschützt da. Dann kommen die Jahre, in denen sich Schicht um Schicht um diesen Kern wickelt, und irgendwann der Punkt, wo wir beginnen, diese Verwicklungen wieder zu lösen, den Kern wieder frei zu legen. Und das nennt man dann Entwicklung.

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9 Kommentare zu „Entwicklung“

  1. Ich musste schmunzeln. Aber die Implikation, dass unser wahres Selbst irgendwie ewig festgelegt sein soll (und von wem) und wir sie wiederfinden müssen, behagt mir dennoch nicht. Deshalb habe ich wahrscheinlich eine Allergie gegen Fragen nach der personalen Identität.

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    1. Personal ist die große Frage. Vielleicht gar Teil eines übergeordeten großen Ganzen? Ich gehe einfach immer davon aus, dass der größte Teil allen Wissens nicht für uns verstehbar ist, weil wir dazu keine Übersetzungsprogramme in uns angelegt haben.
      Durchaus vorstellbar ist mir der Gedanke, dass wir bei dieser Werdung, die ich übrigens wie die Mützenfalterin sehe, nicht nur uns selbst werden, sondern so was wie Teil eines kollektiven Lebens. Das ist mir zuweilen wie eine Art Hintergrundeinstellung (im Betriebssystem so eingerichtet) vorstelle.

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    2. Ah, weniger individualistisch, als ich es aufgefasst habe. Geht das, zumindest grob, in die Richtung: Die beschränkte Perspektive abstreifen und sich als Teil einer „Menschheit“ zu begreifen? Nicht im biologischen Gattungssinne, sondern eher humanistisch gemeint, d. h. dass wir gegenseitig Verantwortung füreinander tragen, uns umeinander sorgen, gemeinsame Tugenden teilen, …

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