Zufällig

Ob zufällig oder nicht, zurzeit stolpere ich über Bücher, die keine Krimis und weder belletristische noch hochgeistige Literatur sind, auch nicht klassische Biografien. Eher so Bücher, wie das, woran ich selbst arbeite. Bleuel_raushier Biografische Essays, Ausschnitte, Lebensabschnitte, Hinblicke, Einblicke. Das eine habe ich heute auf Onleihe entdeckt: Ich will raus hier. Nataly Bleuel beschreibt den Moment in ihrem Leben, als sich alles wendete und das, was danach kam. Diese Sehnsucht nach dem Leben, das sich vom Leben im Hamsterrad unterscheidet.

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Auch Milena Mosers neues Buch geht in eine sehr ähnliche Richtung. Sie schreibt in Das Glück sieht immer anders aus über ihre Reise durch die USA, in der sie sich von ihrer Erschöpfungsdepression oder was immer es war, erholt und sich selbst und ihrer inneren Stimme wieder gehorchen will.

Bücher über Wandlungen mochte ich schon immer.

Und nun übergebe ich Nataly Bleuel das Wort:

bleuelraus

Und ihr? Was braucht es, damit ein Buch, ein persönliches Buch, euch berührt?

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24 Kommentare zu „Zufällig“

    1. Stil, Inhalt, Berührungsgrad also, kurzgesagt. Erstes ist Handwerk, zweites ist eine Frage des Horizontes des/r Schriftellers/in und drittes Talent, Begabung und/Leidenschaft – so überleg ich grad vor mich hin …
      Danke für deine Rückmeldung.

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    1. Das ist mir wohl auch das Wichtigste, aber Stil und Sprache kann ich nicht wirklich ausblenden. Ich mag es, wenn alles wie aus einem Guss ist, in sich rund.
      Danke für deine Rückmeldung und Willkommen hier. Auf Wiederlesen!

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    2. Ich weiß was du meinst. Und stelle trotzdem fest, dass mich auch Bücher in ihren Sog ziehen, die nicht ganz so rund sind. Ich habe mir immerhin angewöhnt, den Büchern eine Chance zu geben, auch wenn mich die Sprache schon nach dem ersten Absatz nervt. Solange darunter etwas liegt, das Potenzial hat. Es ist wirklich schwer zu beschreiben.

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    3. Ja, das mache ich auch immer mal wieder – und werde manchmal belohnt … Du hast recht. Und das perfekte Buch ist eh noch nicht geschrieben. Und wird es auch nie. Zum Glück.

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    1. Wandlungen. Früher nannte man solche Bücher Entwicklungsromane – aber noch mehr mag ich es halt, wenn sie „echt“ sind, stelle ich neuerdings fest, also nicht fiktiv. Ich danke dir für deine Zeilen und freue mich über die Gemeinsamkeit.

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    2. Ach ja, jetzt erinnere ich mich wieder an den Begriff. Na klar, bei Entwicklungsromanen ist Echtheit toll. Man möchte ja möglichst viel dabei lernen. Das ist bei nicht fiktiven Wandlungen am ehesten gegeben weil die Wandlung quasi schon mal ausprobiert wurde ; D.

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    3. Und wenn dann der Text noch möglichst ungeschönten Inhaltes ist (die Sprache darf schon schön sein, aber den Inhalt bitte authentisch lassen) bin ich einfach froh darüber, dass er geschrieben wurde. 🙂

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  1. guten morgen 🙂
    für mich ist das wichtigste die sprache. der fluß, der klang und neuerdings weiß ich auch, dass der duft dabei eine rolle spielt. ich habe schon bücher gelesen, dessen inhalt nicht sonderlich tiefgreifend war, die aber in ihrer sprache so schön waren, dass ich sie verschlungen habe.
    andersrum gibt es bücher, die ich nicht zu ende lese, weil sie sprachlich nicht passen, obwohl der inhalt mich fesseln könnte.

    ich fange die tage endlich an, überhaupt wieder zu lesen. liebste herzgrüsse an dich ❤

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    1. Liebe Kerstin, ja, genau, so ist es bei mir auch – inhalt und sprache aus einem Guss und man schickt mich in den Buchstabenhimmel.
      Wann fliegt ihr? Ich könnte dir noch ein eBook auf den Reader schicken. 🙂
      Herzgrüsse zurück!

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  2. Ganz einfach: Es muss mich interessieren. Dies kann es aber auf unterschiedlichster Ebene tun. Manche interessieren durch ihr Thema. Manche faszinieren durch die Art, wie man mir das erzählt, was man mir erzählt. Manchmal wird man durch die Art des Erzählens an ein Thema herangeführt, das einem bisher fremd war. Bei manchen hat man einfach ein intellektuelles Vergnügen. Neugier wird geweckt. Und und und. Nichts, was auf einen einzigen Nenner zu bringen wäre. Auf irgendeine Weise muss es, wenn die Neugier geweckt ist, den Horizont erweitern. Das ist wie mit den Menschen, die einem begegnen, mit manchen kann man und mit manchen nicht. Die einen vermögen einen zu fesseln, die anderen nicht. Mit den einen ist man befreundet, mit den anderen nicht.

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    1. Bücher werden Freunde? Ja, das kann ich – in der ganzen umfassenden Weise, wie du es beschrieben hast – unterschreiben. Und ja, es gibt auch Texte, die mich fast nur intellektuell fesseln, mich dennoch auch irgendwie (vielleicht genau deshalb) auch emotional berühren … Es muss wohl, wie bei Menschen, auch eine Art Textchemie, Textalchemie geben?!
      Danke für deine anregenden Zeilen!

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  3. Ja, das finde ich auch schön formuliert: zwischen dem Buch und dem Leser muss die Chemie stimmen. Wie auch immer! Gilt natürlich auch für Ausstellungen, Musik und den ganzen anderen Rest. 🙂

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  4. Ich lese gerne Bücher, nur komme ich selten dazu. Ich lese eigentlich nur Bücher, die von einer Beziehung oder einer Partnerschaft zwischen einer Frau und einem Mann handeln, speziell, wenn es darum geht, wie die beiden sich kennen lernen und der späterer Verlauf dieser Beziehung.

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    1. Du liest, weil dich das betrifft.
      Wir lesen, was uns betrifft, weil wir wissen wollen, wie es andere erleben. Spannend, lehrreich und gefährlich, weil wir uns oft und schnell mit anderen vergleichen, die ähnliches vielleicht souveräner handhaben können. So gehts mir manchmal mit Buchfiguren. Dass ich sie beneide, dass ich denke: Die können es besser als ich.
      Danke für deine Anregungen.

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