Zu verstummen wird immer eine Option sein

Ich begegne
_so vielem
_so vielen
mir begegnen
_so viele
mir begegnet
_so vieles
Ich höre hin
höre zu
höre weg
höre nicht
verstehe
verstehe nicht
will
will nicht
mag
mag nicht
kann
kann nicht

Begegnen braucht Kraft
Begegnen gibt Kraft
Beziehung
beziehen
ziehen
gegen
für
mit

Verstummen ist immer eine Option

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Nachts im Halbschlaf habe ich den Titel im Dunkeln auf den Block gekritzelt. Was ich drum herum geträumt habe? Ich weiß es nicht mehr. Obige Zeilen sind frei assoziiert.

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9 Kommentare zu „Zu verstummen wird immer eine Option sein“

    1. Verstummen nach außen schon – so wars wohl gemeint. Wobei ich nicht mehr weiß, wie der genaue Kontext aus dem Traum war. Nur dieser Satz am Morgen. Im Buch, das ich jetzt grad lese, ist eine Figur verstummt und kommuniziert danach schriftlich.
      So lange wir denken können, werden wir niemals stumm sein.
      So gesehen hast du natürlich recht.
      Aber verstummen im Augenblick des Zuviel kann durchaus ein Weg sein. Eine Option, um wieder zu Kräften zu kommen.
      Danke dir und auch dir ein gutes Weekend!

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  1. Ja, da muss ich Jürgen recht geben, ich dachte spontan: eine zeitlang in die Stille zu gehen, das ist immer eine Option, aber verstummen heisst für mich zu resignieren …
    herzliche Grüsse und schöne, entspannte Augenblicke für dich
    Ulli

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    1. Verstummen hat für mich seit diesem seltsamen Traum, an den ich mich eben nicht mehr erinnern kann, eine neue Farbe bekommen. Eine, die eben nicht nach Resignation riecht. Eine, die mit Einkehr zu tun hat. Mit: Ich lasse dich, lasse du mich auch. Es ist etwas in diesem Satz, das ich nicht zu fassen bekomme.
      Es hat gewiss mit Überlastung zu tun, mit zu vielem, das zu tun wäre. Aber eben auch mit dem Schweigen lernen. Weil zu viel gesagt und geredet wird. Eine Reduktion auf das Wesentlich. So irgendwie. Aber eben … noch unfassbar … Danke dir.

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  2. Danke für das starke Gedicht!

    Ich bin aber der selben Meinung wie juergenkuster und Ulli.
    Für mich heisst verstummen in diesem Kontext: nicht mehr kommunizieren wollen. Das bedeutet, sich von den Menschen abwenden, oder wie Ulli geschrieben hat: resignieren.

    Für mich ist Schweigen immer eine Option, niemals jedoch Verstummen.
    LG Beat

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    1. Ich denke seit jener Traumnacht über das Wort stumm nach, das wohl für die meisten von uns etwas irreversibles, endgültiges in sich trägt.
      Ich glaube nicht, das mein Traum das definitve resignierte Verstummen meinte, obwohl ich mich nicht mehr an ihn erinnern kann.
      Für mich klang der Satz, der am Morgen auf dem Block stand, nach einem erleichterten Verstummen à la Ich muss nicht mehr zu allem und jedem eine Meinung haben und muss nicht auf alles immer reagieren.
      Aber ich verstehe sehr wohl, dass das anders wahrgenommen werden kann.
      Danke dir für deine Gedanken dazu.

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