Ich bin viele – du auch.

Jeder von uns ist mehrere, ist viele, ist ein Übermass an Selbsten. Deshalb ist, wer die Umgebung verachtet, nicht derselbe, der sich an ihr erfreut oder unter ihr leidet. In der weitläufigen Kolonie unseres Seins gibt es Leute von mancherlei Art, die auf  unterschiedliche Weise denken und fühlen.

aus: Fernando Pessoa, Livro do Desassossego, Aufzeichnung vom 20.12.1932

Wenn ich viele bin, warum soll ich nicht an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Anteile meiner Selbst leben? Manche im Stillen − nur für mich sichtbar oder sogar für mich selbst nicht nachvollziehbar −, manche im realen Leben, manche in den sozialen Medien, in meinen Blogs, auf Ello, auf Twitter … Und ja, das alles bin ich. Mehr noch bin ich mehr als die Summe aller dieser einzelnen Teile. Und du auch.

Ich entscheide mich – bis auf weiteres zumindest – dieses Blog hier für eher philosophische Artikel von allgemeinem Interesse zu verwenden.

Die Innenansichten gehören – bis auf weiteres zumindest – an andere Orte (privates Blog, Ello und Tagebuch).

Mal schauen, wie das so funktionieren wird. Und ja, die Kommentare lasse ich ausgeschaltet. Ich will lieber keine Kommentare-Beantworterin sein als eine nur oberflächliche.

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