Zurück aus dem Norden

Gestern Nachmittag sind wir wieder auf dem einsamen Gehöft angekommen, dem Zuhause meines Liebsten. Die lange Rückfahrt aus Dänemark, will heißen aus Kiel, haben wir uns auf zwei Tage aufgeteilt. Haben so das Ferienende sozusagen hinausgezögert.

In der Nähe von Northeim, wo wir schon auf unserer ersten gemeinsamen Reise in den Norden eine Nacht  – damals unter dem Sternenhimmel, wild, zwischen Feldern verborgen – eingeschoben hatten, fanden wir diesmal einen kleinen feinen Zeltplatz. Mit dazu gehörte diesmal sogar ein Freibad, so dass ich zum zweiten Mal in diesen Ferien doch noch ein wenig schwimmen gehen konnte. Das erste Mal war vor acht Tagen gewesen, in der Nordsee. Auf Nordstrand, während unserer kleinen Inselradtour.

Vielleicht ist das das Einzige, das ich auf dieser Reise vermisst habe: warm genuge Gewässer am Wegrand. Und vielleicht auch warm genuge Luft, um baden zu wollen. Durchschnittlich hatten wir so um die 18-20 Grad gehabt, nachts kühlte es manchmal wohl bis auf zehn Grad runter. Obwohl es – verglichen mit den südlicheren Gefilden – eine doch eher kühle Zeit war, fand ich das nicht schlimm. Das Wetter war nämlich immer besser als die Prognosen. 😉 Wir hatten eh totales Wetterglück. Geregnet hat es immer nur nachts oder morgens, wenn wir sowieso nicht draußen sein wollten oder mussten.

Neben viel Meer, Natur, Watt-, Deich- und Strandwanderungen und den Spaziergängen durch die Orte am Wegrand, kam auch die Kunst nicht zu kurz. In Stade besuchten wir die Ausstellung von Wolfgang Herrndorf, in Itzehoe die Ausstellung der über Ecken mit uns bekannten Malerin Theresa Fritz, im Flandernbunker Kiel die Ausstellung Nawodo des Künstlers Manuel Zint aus Itzehoe, den wir aus Itzehoe kennen und der – wie Herrndorf – ein wahres Multitalent ist. Über die Ausstellungen und die Reise an sich werde ich hier in den nächsten Tagen noch ein wenig mehr erzählen.

Hafen in der Kieler Förde – Heikendorf
Der Möwenfotograf Irgendlink am Werk

Kurz und gut: Wir haben uns prächtig erholt, nicht zuletzt auch, weil wir diesmal nicht gebloggt und nur wenig getwittert haben. Einzig auf Instagram habe ich ein paar Bild-Spuren hinterlassen. Hier und heute einfach mal nur dieses kleine Lebenszeichen. Sagen, dass ich wieder da bin.