In einem Zug zu lesen #22 | Neues aus Schottland und Österreich

Gleich zwei Buchtipps habe ich heute für euch. So gegensätzlich sie sind, so lesenswert sind sie. Beide!

Wer andern eine Bombe baut von Christopher Brookmyre

Das Buchcover zeigt eine klassische runde Bombe mit Zündschnur. Darin eine schwarze menschliche Silhouette vor orangerotem kreisförmigem Hintergrund. Über diesem orangen Kreis steht in weißer Schrift im oberen Teil der Bombe der Buchtitel. Das Cover ist hinter der Bombe in gelbgrünstichigem Blau, worauf oberhalb der Bombe in schwarzer Schrift der Name des Autors steht.Ich gestehe, dass ich Christopher Brookmyre bisher nicht kannte. Bedauerlich, denn mir fällt spontan kein aktueller britischer Autor ein, der Spannung und den seiner Heimat eigenen Humor so geschickt kombinieren kann wie er. Doug Adams lässt grüßen.

Im gestern endlich auf deutsch erschienen Thriller aus dem Jahre 2001 werde ich mitten in eine Welt geworfen, in welcher der gewissenloser Auftragsterrorist Black Spirit ein Verbrechen im Vereinigten Königreich plant wie es die Welt noch nie gesehen hat. Über mögliche Ziele spekulieren selbst die Geheimdienste, doch niemand weiß etwas Genaueres über das Ziel. [ → Weiterlesen …]

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Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl

Buchcover des vorgestellten Buches: Grüne, schwarze Schatten werfende Farnblätter. Mittendrin auf weißem Hintergrund eine Tafel mit Titel und Namen.Eins dieser Bücher, die so wehtun, dass sie mich – so genial geschrieben sie auch sein mögen – zwischenzeitlich fast zum Aufhören zwingen. Zu heftig die beschriebenen Emotionen. Schier unerträglich. Dennoch konnte ich dieser Geschichte nicht widerstehen. Zu ergriffen war ich vom Schicksal der Figuren, zu berührt von der Geschichte jedes einzelnen. Von der ersten Seite an hat mich Fallwickls Sprache ergriffen, mich hineingezogen in das Fühlen, Denken und Erleben ihrer Figuren. Lesend reise ich mit ihr durch die Zeit und lerne den dreijährigen Moritz kennen. Später erlebe ich ihn als Vierzehn-, als Siebzehn-, als Achtzehnjährigen und noch später, im Heute, als jenen Mann, der er schließlich geworden ist. Abwechselnd folge ich auch seiner Mutter Marie, der einzigen Ich-Erzählerin, durch ihre Jahre auf dem Berg und schließlich auch seiner Moritz’ erster Liebe Johanna.
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