Abschluss der Blogaktion #Schattenklänge

Vor zwei Wochen habe ich hier meinen letzten Beitrag für die Blogaktion #Schattenklänge eingestellt:
+ Von Seilen und Ankern; Quelle: https://sofasophia.wordpress.com/2018/03/28/von-seilen-und-ankern-schattenklaenge/
Andere Texte von anderen AutorInnen sind leider seit dem letzten Update nicht mehr publiziert worden (ich habe es jedenfalls nicht mitbekommen).

Ich danke herzlich all jenen*, die mitgemacht haben. Ihr habt auf euren Blogs Geschichten über Armut, Depressionen, Flucht, psychische Krankheiten, Anderssein, Andersaussehen, Angst, Verlust und das Altwerden geschrieben. Gemeinsam haben wir – vierzehn verschiedene Menschen – dreiundzwanzig Geschichten erzählt.

Ich gestehe, dass ich mehr erwartet habe. Dass ich gehofft habe, mehr Menschen, die Geschichten über Menschen am Rand zu erzählen wissen, mit diesem Projekt begeistern zu können. (Vermutlich wären mehr Geschichten eingereicht worden, wenn ich mit einem Preis gewinkt hätte. Oder wenn ich einflussreicher wäre, eine sogenannte Influencerin, wie das heute so schön auf Neudeutsch heißt. Vielleicht. Wer weiß das schon so genau.)

Fakt ist, dass die meisten Menschen für Einfach-So-Dinge zu wenig Zeit haben. Oder andere Prioritäten setzen. Oder ihre Zeit nur dann in etwas investieren, wenn es sich irgendwie lohnt.

Nun ja, all diese Menschen am Rand, um die es in unseren Texten geht, hatten schon immer kaum Unterhaltungswert. Armut, Anderssein und Flucht sind wenig dazu angetan, Leute vom Hocker zu reissen. Ja, ich sage das durchaus mit einem traurigen, ein bisschen resignierten Bauchgefühl. Wir wenden uns lieber dem Bunten, Heilen, Netten zu als dem Unauffälligen, am Boden Liegenden, Kaputten. Neulich las ich über ein Buch, in welchem ein erwachsener Mann über seinen frühen sexuellen Missbrauch erzählt und das sich sehr schlecht verkauft hatte, dass das Buch sicher ein Verkaufserfolg gewesen wäre, wenn es von einer jungen hübschen Frau geschrieben worden wäre.
Ooops! Ja, so habe ich auch geguckt.

Wie es nun mit #Schattenklänge weitergeht, mit unseren Geschichten und diesem Projekt?

Entweder Option A oder Option B:
A.) Ich mache aus den Texten ein kleines eBook (epub und PDF) und biete es allen, die es wollen, für 6,50 € resp. 7,70 Fr. zum Verkauf an.
Die vierzehn Autorinnen bekommen das Büchlein natürlich kostenlos (zum Eigengebrauch).
Der Verkaufserlös fließt einem Projekt zu, das Menschen am Rand zugute kommt.
B.)
Ich lasse die Buchherstellung bleiben und schenke den TeilnehmerInnen das bisher entstandene Dokument als PDF (zum Eigengebrauch).

Für Option A brauche ich allerdings konkrete Zusagen und Unterstützung:

  • Wer lektoriert ehrenamtlich die Texte nach der neuen deutschen Rechtschreibung?
  • Das Buch wird nur bei mindestens dreißig festen Kaufzusagen weiterproduziert.

Dazu bitte folgende Umfrage beantworten (Mehrfachauswahl ist möglich):
Menschen, deren Texte im Buch sind, bitte ich, nicht zu wählen, außer Option B respektive außer sie würden das Buch ausdrücklich kaufen wollen.

Die Kommentarfunktion ist für einmal wieder geöffnet.


TeilnehmerInnen:
Philosophyofthougths
Dergl (zwei Geschichten)
Ulli Gau
Amazonasknallerbse (vier Geschichten)
Sofasophia (vier Geschichten)
Traumspruch
Irgendlink
Der Emil (zwei Geschichten)
Piri Ulbrich
Violaetcetera
Lakritze
Zeilensturm
Ella
Minerva (zwei Geschichten)

Nachgereicht:
Schreibenwärmt (direkt zum Text)
Agnes Podczeck (1. Text | 2. Text)

Sollte ich eine Geschichte nicht erwähnt haben, weil sie nicht verlinkt wurde, gebt mir bitte Bescheid.

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45 Kommentare zu „Abschluss der Blogaktion #Schattenklänge“

  1. Ich kann deine Umfrage leider nicht sehen. Muss ich dafür irgendein Skript aktivieren (ich nutze no-script in Firefox) oder irgendwas machen? Beziehungsweise wenn du nicht weißt woran es liegen könnte, dass ich es nicht sehe, kannst du mir die Punkte in der Umfrage nennen, dann mache ich das in einem Kommentar und du kannst es nachtragen.

    Ansonsten wäre ich für Option B. Ich weiß nicht welche Möglichkeiten oder Kanäle du zum Vertrieb hättest, aber ich glaube nicht, dass so ein kleines Projekt rentabel ist, im Sinne davon, dass es wirklich von genügend Menschen erworben wird um auf dreißig Stück fest zu kommen und dann gibt es möglicherweise auch noch Uneinigkeiten was für einem Projekt das Geld nun zu kommt, weil wir alle verschiedene Prioritäten haben und vielleicht auch verschiedene Erwartungen an das Projekt hatten.

    Wenn du mit einem Preis geködert hättest, hättest du aber nicht so authentische Beiträge bekommen. Und was ist mehr wert: wenige Beiträge, aber authentische oder zig Beiträge, von denen Betroffene, also die, auf die man aufmerksam machen wollte sich vielleicht mangels Authentik noch verschaukelt vorkommen?

    Du schreibst: Neulich las ich über ein Buch, in welchem ein erwachsener Mann über seinen frühen sexuellen Missbrauch erzählt und das sich sehr schlecht verkauft hatte, dass das Buch sicher ein Verkaufserfolg gewesen wäre, wenn es von einer jungen hübschen Frau geschrieben worden wäre.

    Als jemand, die den Markt und seine Mechanismen ein Stück weit berufsbedingt kennt UND jemand, an die mehrmals heran getreten wurde, ich solle doch meine Familiengeschichte…, dafür gäbe es Markt wundert mich das leider gar nicht. Und es ist Fakt, solche Bücher sind erfolgreich, siehe Lilly Lindners Texte. Das wird ja auch medial entsprechend – mitunter eher zum Nachteil für die Betroffenen – ausgeschlachtet. Um ein männliches Beispiel für Ausschlachtung zu zeigen: Herrndorf. Wäre der nicht wegen seiner Erkrankung durchs Dorf getrieben worden, hätte der am Ende mutmaßlich nicht auf Bestsellerlisten gestanden.

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    1. Ich danke dir herzlich für deine Gedanken. Ich schaue jetzt mal, was die Umfrage ergibt. Vermutlich wird es auf Option B hinauslaufen, aber wir schauen mal.Die Umfrage kannst du dir hier anschauen (ob du dazu irgendwas aktivieren musst, weiß ich nicht, kann gut sein):

      An Rentabilität dachte ich nicht wirklich, aber für ein Buch zu arbeiten, dass dann niemand kauft, fehlt mir leider auch die Zeit. Ich glaube, das verstehst du auch so.

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  2. Ich kann gerne das ganze gegenlesen. Ich bin allerdings nicht komplett sattelfest, was die neue Rechtschreibung angeht. Aber ich würde hoffen, den einen oder anderen Verwechsler mit der alten Rechtschreibung würde bei einem ja eher kleinen Projekt verziehen werden.

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    1. Herzlichen Dank für dein Angebot! Ich habe die Texte beim Einfügen ins Doku jeweils kurz grob entfehlert, aber ein zweiter Blick ist eben immer gut. Ich melde mich, wenn wir sehen, ob wir es machen oder nicht. Man könnte es ja dann aufteilen zwischen dir und anderen, die sich angeboten haben. Auf alle Fälle schon mal herzlichen Dank für deine Rückmeldung! Und ja, es muss nicht perfekt sein, das sehe ich auch so.

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  3. Ich denke, es gibt keinen Grund enttäuscht zu sein. 23 Geschichten sind ein wahnsinnig tolles Ergebnis – vor allem für ein Randthema! Das allein spricht für dich und deine „Werbetrommel“, denn normalerweise dürfte die (freiweiwillige) Beteiligung bei vergleichsweisen Aktionen deutlich niedriger sein. Diese 23 Geschichten sind deinem Einfluss und deiner Motivation zu verdanken.
    Es ist heute schon schwer genug, Menschen zu einem „Like“ zu bewegen, dass sie dann auch noch so viele Geschichten teilen finde ich super – vielen Dank an alle beteiligten Autoren!
    Mich hast du jedenfalls spontan begeistert und es war das erste Mal, dass ich bei so einer Aktion mitgemacht habe.
    Ich bin auf jeden Fall für Aktion A und würde gerne ein E-Book dazu sehen. Ich erkläre mich auch bereit, ein paar der Texte Korrektur zu lesen. Ich bin leider keine Profi-Lektorin, aber das eine oder andere wird mir bestimmt auffallen 😉

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    1. Oh, danke für deine Zeilen. Vielleicht hast du ja recht und es ist „viel“. Nun ja, ist halt relativ. Ich habe schon andere ähnliche Projekte gesehen mit einfacheren Themen und da gab es dann auch mehr Echo. Vielleicht ist es wirklich das Thema? Ich warte jetzt mal ab, wie sich die Umfrage entwickelt und ob ein Buch zustande kommt. Du bekommst ja sowieso ein Gratis-Ex, von daher zählt dein „Kauf“ ja eigentlich nicht … 😉 (Falls du das angekreuzt haben solltest)

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  4. Ich fände es sehr schön, wenn tatsächlich ein eBook entstehen würde, befürchte aber auch, dass sich das nicht wirklich rentiert. Aber selbst wenn kein Buch aus unseren Beiträgen entsteht, war es ein tolles Projekt, an dem ich sehr gerne selbst teilgenommen und ebenso gern die Beiträge der anderen Teilnehmer gelesen habe. Vielen Dank dafür.
    Am Lektorat soll das eBook allerdings nicht scheitern, das kann ich übernehmen.

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    1. Wenn das Buch zustande kommt, komme ich dann gerne auf dich zu. Danke! Ich habe die Texte beim Einfügen ins Doku jeweils kurz grob entfehlert, aber ein zweiter Blick ist eben immer gut. Ich melde mich, wenn wir sehen, ob wir es machen oder nicht. Man könnte es ja dann aufteilen zwischen dir und anderen, die sich angeboten haben.

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  5. Also, ich hatte vor, noch etwas beizutragen, aber lange Zeit war/bin ich zu sehr damit beschäftigt gewesen, den Kopf über Wasser zu halten, immerhin kenne ich mich mit dem (Über)leben am Rand in doppelter Hinsicht – Psyche/ Gesundheit und finanzieller Abgrund/Ausschluss von der Teilhabe leider aus.
    Früher hat das Korrektorat mit zu meinen Arbeitsaufgaben gehört, insofern kann ich immerhin meine Mitarbeit beim Korrekturlesen anbieten.
    Herzliche Grüße
    Agnes

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    1. Danke für deine Rückmeldung Wenn du magst, kannst du gerne noch in den nächsten Tagen einen Text beitragen.

      Und das Korrekturmithilfeangebot ist herzlich willkommen. Wir teilen die Arbeit dann auf – falls genug Buchbestellungen eingehen.

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  6. Ich finde das Thema nach wie vor wichtig & spannend. Hab mich einfach verzettelt, schade. So gern ich die Blogwelt mag, manchmal ist es neben der Alltagswelt zuviel. Korrekturlesen kann ich auch. Je mehr wir sind, desto weniger ist es für eine/n allein. Und gut, dass du deiner Enttäuschung Raum gibst. Liebe Grüße, Ina.

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  7. Hallo, ich habe die Blogaktion eben erst entdeckt und bin begeistert. Ich blogge seit etwa vier Wochen Geschichten und habe eben einen Text unter dem Hashtag Schattenklaenge veroeffentlicht. Ich weiss nicht, ob es geklappt hat, da ich technisch nicht so beschlagen bin. Das Lesen auf Deinem Blog hat mir auf jeden Fall Spass gemacht.

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  8. Ja, „nur“ dreiundzwanzig Geschichten und „wow“ dreiundzwanzig Geschichten, ich habe schon Bücher mit weniger Geschichten in der Hand gehabt, trotzdem kann ich auch deine Enttäuschung verstehen.
    Ich habe gerade versucht zu wählen, ging nicht, also schreibe ich es hier: ich bin für A und pdf … dass ich mich nicht zur Korrektur anmelde verstehst du, gell, außerdem gibt es in der Hinsicht ja schon einige Angebote.
    Ich möchte das Ganze hier gerne noch auf meinem Blog teilen, wenn du einverstanden bist, vielleicht gibt es dann noch mehr InteressentInnen fürs eBook.
    Liebe Grüße, Ulli

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    1. Wenn du teilen & werben magst, gerne. Aber eher mal zum Kaufen als zum Mitmachen. 😉
      Du kriegst als Mitmacherin eh ein PDF, darum ist dein Kreuzchen (siehe Blogartikel) nicht relevant für den Verkauf. Außer du willst es für jemanden kaufen.
      Danke dir!

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  9. ist es noch möglich, texte oder gedichte beizutragen? nach längerer blogpause bin ich heute zum ersten mal wieder hier unterwegs, insofern die frage. (und vielleicht auch ein teil einer antwort für dich, d.h. vielleicht ging es anderen auch so, dass es texte gegeben hätte, wäre die frist verlängert?).

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    1. Nun ja, die Frist war eigentlich ziemlich lang 😉 Und Aufrufe gab es hier regelmäßig und auch bei jeder publizierten Geschichte auf den jeweiligen Blogs.
      Aber wenn du bist Ende Woche noch einen Text schreiben magst, nur zu.

      Da es keine Verkaufsaktion geben wird wegen – wenig Echo und gerade mal zwei Kaufzusagen -, möchte ich den Aufwand klein halten. Danke für dein Verständnis.

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