Ciao

Zugegeben, ich werde dir nicht hinterherweinen. Nein, ich werde dir nicht hinterhertrauern, wenn du mich verlässt.

Es war häufiger schwierig als einfach mit dir und hätte ich alles im Voraus gewusst, hätte ich mich vielleicht nicht auf dich eingelassen. Aber letztlich hatte ich ja gar keine Wahl. Und wo ich schon mal da war, blieb ich auch. (Und klar hat man in solchen Dingen letztlich fast immer eine Wahl. Doch aufgeben wollte ich nicht.)

Und immerhin ist es jetzt und jetzt und genau jetzt besser mit dir als auch schon.
Besser als an Anfang.
Besser als damals.
Besser als vor noch nicht mal so langer Zeit.

Was nicht mein Verdienst ist.
Auch nicht meine Strafe.
Die Dinge passieren.
Dieses Wissen macht (mich) demütig und auf eine unadressierbare Art dankbar.
Vor allem meinen Lieblingsmenschen gegenüber. Vor allem diesem einen allerliebsten Lieblingsmenschen gegenüber, der noch immer da ist. Oft genug für mich unbegreiflicherweise da ist. Seit bald zehn Jahren.
Nein, auch das nicht mein Verdienst. (Es muss wohl diese Liebe sein. Und diese Bedingungslosigkeit. Ohne weil und wenn.)

Ich stehe im Flur. Zwischen zwei Türen. Zwischen dir und dem Neuen.
Deine Tür ist schon fast am Zufallen – es braucht nur noch einen kleinen Schubs meinerseits –, die andere ist noch ungeöffnet, doch der Schlüssel steckt schon.
Ich öffne die Fenster. Lüfte durch. Lasse kühle Winterwinde herein und sage Danke.
Danke, 2018, für all diese deine brutalheftig-schmerzhaften Zeiten und all deine Klippen und Fallgruben.
Und ich sage Danke, 2018, für all die zauberhaften, nährenden, heilsamen Stunden mit dir.

Werbeanzeigen