Liebe neue Follower:innen

Seit ich meinen Umzug bekannt gegeben habe und umgezogen bin, haben  gleich ein paar neue Leser:innen beschlossen, dieses Blog hier, das ja nicht mehr gefüttert wird, zu abonnieren. Kann man machen.

Aber wenn ihr wirklich wissen wollt, wie es weitergeht, abonniert mein neues Blog https://sofasophia.blogda.ch/

Und zwar so:
Im Reader eures Vertrauens den Verwaltungsbereich öffnen, Blogadresse eingeben und abspeichern

oder

in der Seitenleiste meines neuen Blogs neue Beiträge per Mail abonnieren.

Danke!

Ein Ende und ein Neuanfang

So. Das ist der letzte offizielle Blogartikel in diesem Blog.

Ich danke euch allen für euer Dasein, Mitgefühl, Mutmachen, Mitschreiben, Stirnrunzeln, Mitlachen und was immer noch ich in den fast genau zehn Jahren in diesem Blog von eurer Seite her erleben durfte.

Doch nun ist die Zeit reif für einen Schlusspunkt. Und für einen neuen Anfang. Woanders. Unter werbefreien Bedingungen.

Ich hoffe, die eine oder der andere zieht mit um. Ihr könnt mein neues Blog entweder per Mail abonnieren (Seitenleiste) oder aber die URL des neuen Blogs in den Reader eures Vertrauens einfügen, damit ihr meine neuen Beiträge angezeigt bekommt.


Nun aber sag ich Ciao, habt es gut, bleibt freundlich und so gesund es eben geht.
Und bleibt mir gewogen.

Hier lang geht es zum neuen Blog, das im Großen und Ganzen eingerichtet ist. Na gut, da und dort muss ich noch ein bisschen feilen. Aber wer will schon perfekt? >>>

Herzlich willkommen auf:

sofasophia.blogda.ch

#MutHoch2 Kunstaktion #CoronART

atelier acht

#MutHoch2

Collaboration-Art

Ich stARTe eine Mutmacher-Kunstaktion für freischaffende KünstlerInnen & andere soloselbständige Kreative, die von ihrem eigenen Schaffen leben …

Die Pandemie ist eine ganz besondere Herausforderung für uns soloselbständige Kunst- / Kulturschaffende.

Mit meinen Mutboards mache ich mir selbst und anderen Mut, Perspektiven zu wechseln, mit Kunst zu spielen, trotz allem Freude zu empfinden und das Beste aus dieser schwierigen Situation zu machen.

Aufgrund des sehr positiven Mutboard-Feedbacks und im Dialog mit Sofasophia entstand die Idee, das Thema Mut zu potenzieren. Andere KünstlerInnen, Kulturschaffende einzuladen, mitzumachen.

Meine Kunstaktion #MutHoch2 war geboren

#MutHoch2

Artist in Motion Jürgen Rinck, der viel Erfahrung in Sachen Collaboration Art hat, kam unterstützend hinzu. Die Idee durfte langsam reifen und heute kann ich Euch die ersten beiden Gemeinschaftsarbeiten präsentieren:

  • Teena Leitow, MutHoch2, Collaboration Art, CoronART, Kunstprojekt

Collaboration Art mit Sofasophia

Ursprünglichen Post anzeigen 223 weitere Wörter

Immer wieder neu denken

Veränderungen mag ich nicht wirklich. Jedenfalls nicht jene, die ich nicht selbst beschlossen oder zumindest mitentschieden habe.

Das letzte Jahr aber hat (wohl nicht nur) mich mit einigen Veränderungen konfrontiert, die ich so nicht gewählt hätte, hätte ich denn eine Wahl gehabt. Corona zum Beispiel.

Vom Virus lehrt lerne ich eins: Demut. Zu wissen, dass wir diese Krise – ebenso wie die Klimakrise – nur gemeinsam schaffen, hilft mir dabei, die persönlichen Schleifspuren der aktuellen Lebensphase besser zu ertragen. Die Geschichte lehrt uns, dass Gesellschaften, die ein kollektives Bewusstsein haben, Krisen besser schaffen als jene, in denen das Individuum das Maß aller Dinge ist. Ein aktueller Blick in das eine oder andere Land betätigt diese Erkenntnis.

Ich glaube ja nicht, dass uns ’das Leben’ Dinge absichtlich lehren will oder dass wir gar diese Leben hier leben, um zu lernen. Was ich aber glaube, ist, dass wir laufend dazulernen sollten, wenn wir als menschliche Gemeinschaft überleben, gut leben wollen.

Bei allem kollektiven Bewusstsein mit all den globalen Herausforderungen trägt jede:r von uns auch ihren:seinen eigenen Rucksack. Ich bin keine Ausnahme, denn seit etwas über einem Jahr bin ich krank. Mal mehr, mal weniger. Natürlich dachte ich im Frühling an Covid, doch mein Antikörpertest war negativ. Also suchte ich weiter. Reizdarm? Allergien? Borreliose? Die Nadel im Heuhaufen suchen, nannte es meine Hausärztin. Dank einer lieben Freundin kam ich im Herbst auf die Idee, mal bei der Ernährung genauer hinzuschauen, und siehe da: Als ich ohne Histamin zu kochen begann, ging es mir innert kurzer Zeit deutlich besser.

Seit ich das herausgefunden hatte, suchte ich nach einem hefefreien Alltagbrot, das ich mit wenig Aufwand und ohne exotische teure Zutaten aus dem Ärmel schütteln kann. Und das vor allem gut schmeckt.

(Da ich noch nicht ganz sicher bin, wie es bei mir mit Gluten ist, habe ich mich bei der Rezeptsuche an glutenfreiem Backen orientiert, mich also auf Flohsamenschalenmehl als Bindemittel fokussiert. Statt Hefe oder Sauerteig verwende ich Weinsteinbackpulver, das ich sehr gut vertrage.)

Gluten- und histaminfreies Reis-Hafer-Brot

20 g Flohsamenschalenmehl
5,5 dl Wasser – Beides gut mischen, damit es keine Klumpen gibt, und den Mix eine Stunde (oder länger) quellen lassen.

160 g Reisvollkornmehl
130 g Hafervollkornmehl (ich mahle Vollreis und Bio-Haferflocken im Nussmahlaufsatz meines Standmixers fein)
95 g Kartoffelmehl (aka Kartoffelstärke)
40 g Tapiokamehl (geht vermutlich auch mit Maisstärke)
50 g Leinsamen, geschrotet
30 g Kürbiskerne (wer mag, oder auch andere Kerne)
1 TL (5 g) Steinsalz
20 g Weinsteinbackpulver – alles gut mischen
1 EL Öl
1 EL Branntweinessig oder Verjus – dazugeben und mischen

  1. Mehlmischung und Flohsamenschalen-Gel sehr gut mischen und kneten, bis eine homogene, dichte Masse entstanden ist.
  2. Einen länglichen Brotlaib formen und in eine gefettete Kastenform geben. Die Oberfläche glattstreichen und einschneiden. Während der Vorheizzeit das Brot noch etwas quellen lassen.
  3. Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze (keine Umluft!) vorheizen. Eine ofenfeste Schüssel mit Wasser füllen und auf den Backofenboden stellen.
  4. Die Backform auf mittlerer Schiene 10 Minuten bei 220°C backen. Danach auf 200°C stellen und das Brot für weitere 80 Minuten backen.
  5. Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Es schmeckt übrigens so richtig nach Brot!

Dass ich zurzeit keine Tomaten essen kann, da gerade diese sehr histaminhaltig sind, hat mich am Anfang sehr genervt, doch InternetseitDank fand ich da und dort das eine oder andere Rezept und ich fand heraus, dass sich sogar Tomatensauce ersetzen lässt.

Pizza-und-Pasta-Sauce
(rote Basissauce, für 2-3 Personen)

1/2 Zwiebel
2 gehobelte Karotten
(alternativ: 1 Stück rohe Rote Beete/Randen*)
1/2 rote Paprika
wenig Wasser
Steinsalz
süßes Paprikapulver – alles zusammen weichdämpfen
(*alternativ: 1/4 Knolle Rote Beete/Rande (gedämpft, pasteurisiert) sehr fein würfeln und mitkochen bis alles schön rot ist.) alles im Mixbecher (wegen Spritzer) pürieren.

1/4 dl Kokosmilch (oder Pflanzenmilch oder was geht)
1/4 dl Wasser
1-2 EL Maisstärke – anrühren

  1. Gemüsepüree und Milch-/Stärkemix mischen und kurz aufkochen.
  2. Mit Gewürzen und Kräutern nach Gusto abschmecken.
  3. Wie Tomatensauce verwenden für Pizza oder Pasta.
Histamin- und glutenfreie Pizza
Histamin- und glutenfreie Pizza

(Den Pizzateig habe ich übrigens analog zu obigem Brotrezept gemacht. Zutaten: 90 g Reismehl, 30 g Kartoffelmehl, 10 g Tapiokamehl, 6 g Weinsteinbackpulver, 7 g Flohsamenschalenmehl, 1/4 TL Steinsalz, wenig Olivenöl und wenig Branntweinessig/Verjus)

Pastasauce mit Gemüse
(für 1 Portion)

2/3 relativ große Karotte, fein gereiben
1 TL Kokosfett
wenig Wasser – weichdämpfen
bisschen pasteurisierte oder gedämpfte Rote Beete (Rande), fein geschippelt oder gerieben – mitdämpfen

Würzen mit
Steinsalz
bisschen Apfeldicksaft (oder Zucker oder was man mag)
bisschen Branntweinessig
verträglichen Gewürzen (süßes Paprikapulver, Curcuma etc.)

  1. Gemüse nach Wahl*, fein geschnitten/gewürfelt – dazugeben und weichdämpfen
    (*z. B. Zucchini, 1/3 Karotte, Paprika etc.)
  2. Wenig Kartoffelstärke, mit Pastawasser aufgerührt – zugeben, kurz mitkochen
  3. Herd ausschalten, Kräuter nach Wahl und Verträglichkeit zugebenzur Krönung
Meine rote Gemüsesauce aus dem Rezept
Meine rote Gemüsesauce aus dem Rezept

Ich gestehe, dass es mir hin und wieder, trotz meiner Ambivalenz Veränderungen gegenüber, doch auch Freude macht, manche Dinge neu zu entdecken. Das Kochen zum Beispiel.