Fernweh oder doch eher Heimweh?

Der Liebste ist schuld. Weil er neuliche dieses Huckelpiste-Bild gepostet hat. Eine ganze Flut von Bildern, eine Woge von Erinnerungen an unsere Reise zum Polarkreis hat er damit losgetreten.

Vor sieben Jahren wars. Und ein paar Bilder und die ganzen Texte gibts noch immer im Netz (siehe mein Bilderblog, mein Uraltblog und Irgendlinks Blog (zur Tour).

Schweden ist seit langem mein Sehnsuchtsland. Betrete ich schwedischen Boden ist’s um mich geschehen. Es fühlt sich einfach immer so richtig an, so heimisch, wenn ich dort bin.

Jetzt klicke ich mich einfach mal durch die Bilder von damals. Klickt, klickt, klickt … Bilder gucken ist fast so schön wie reisen. Aber nur fast … Nun ist es um mich geschehen. Ich vergeh’ fast vor Fernweh (oder Heimweh) nach Schweden. Und jetzt weiß ich auch nicht. (Pssst, eine der Optionen für die diesjährigen Sommerferien – allerdings jene, die wir uns eher nicht leisten können – spricht von Schweden. Mal schauen. Manchmal werden Träume ja wahr …)

(Etwa die Hälfte der Bilder sind von Irgendlink, die andern von mir. Die Reihenfolge für einmal zufällig, zufüllig sozusagen, aus der Fülle gepickt.)

→ Klick auf ein Bild und öffne so die Galerie.

 

Zum Geburtstag eines ganzen Landes | #umsLand

Vor ein paar Wochen habe ich über Irgendlinks Filmtag in Ludwigshafen berichtet, bei dem ich als stille Beobachterin und Handyfotografin mit dabei sein durfte. StammleserInnen erinnern sich vielleicht.

Nun ist es also soweit, der Film ist fertig und kommt am Sonntag im Fernsehen. Es ist eine Doku, in welche Irgendlinks #UmsLand-Radtour-Kunstprojekt integriert ist. Der erste Teil einer siebenteiligen Serie über das Land Rheinland-Pfalz, das heuer 70 wird.

SWR-Werbeflyer zur Jubiläumsserie über 70 Jahre Rheinland-Pfalz mit einer kurzen Beschreibung der einzelnen Filme
SWR-Werbeflyer zur Jubiläumsserie über 70 Jahre Rheinland-Pfalz mit einer kurzen Beschreibung der einzelnen Filme
Beim Klick aufs das Bild öffnet sich die Webseite mit den näheren Infos zur Serie.

Gestern Abend war in Mainz, im SWR-Haus, Vorpremière der ersten beiden Filme, zu welcher Irgendlink mit Anhang eingeladen worden ist. Was heißt hier Anhang? Er dürfe gerne ein paar Leute mitbringen, hieß es. Hat er. Mit dabei waren Frau und Herr Lakritze, Frau und Herr Stefunny, Twitterfreund @SchaferDieter und die liebe Silvia. Stefunny hat bereits darüber gebloggt.

EDIT: Lakritze erzählt hier über gestern Abend.

Nicht nur waren die Filme sehr sorgfältig und liebevoll gemacht, auch die ganze Veranstaltung hat mir gefallen. Die Verantwortlichen standen für Fragen offen und die ganze Atmosphäre war sehr angenehm.

Um das Wiedersehen mit unseren lieben Freunden zu feiern, verbrachten wir den Rest des Abends in einer gemütlichen portugiesischen Fußballerkneipe mit lecker Essen und total herzlicher Betreuung. (Ja, nicht einfach nur Bedienung …). Danke, Leute!

Zum Trailer des ersten Filmes geht es hier lang: Klick aufs folgende Bild >

Zum Film: Einfach aufs Bild klicken.
Zum Film: Einfach aufs Bild klicken.
Und nun hoffe ich, dass Irgendlink noch viele tolle Kunstprojekte umsetzen kann. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht und die Resonanz gestern war ebenfalls sehr fein:

Hinter der Kamera

Filmen und Fotografieren an sich faszinieren mich, seit ich zurückdenken kann.  Und es ist nicht mal unbedingt der Filminhalt – der aber schon auch, klar –, mehr noch die Technik des Filmens, des Abbildens, der Möglichkeiten, des Schneidens und alles, was damit zu tun hat. Darum bin ich echt dankbar, dass ich am gestrigen Drehnachmittag in Ludwigshafen mit dabei sein konnte.

Das rheinlandpfälzische Regionalfernsehen SWR produziert anlässlich des siebzigjährigen Jubiläums des Bundeslandes eine siebenteilige Reihe über verschiedene spezifische Aspekte des Landes. Henriette von Hellborn, welche die erste Folge zum Themenbereich Heimatgefühle und Grenzen fokussiert, ist bei ihren Recherchen auf Irgendlinks Ums Land-Projekt aufmerksam geworden und hat ihn darum eingeladen, sein Projekt in diesen Film einzubringen und mit seiner Präsenz und Kunst in Text und Bild die unterschiedlichen Regionen des Bundeslandes – einfach dadurch, dass er es umradelt – zu etwas Ganzem zu machen. In dessen ganzer Heterogenität.

Die Begeisterung, die Henriette beim Drehen an den Tag legt, springt auf uns alle über, die wir vor Ort sind. ’Vor Ort’ war das Theater Hemshofschachtel, das in der Tatort-Serie Babbeldasch einen der wichtigsten Drehorte gegeben hat. Was ich bis gestern nicht so richtig begriffen hatte: Die im Film involvierten Theaterleute waren authentisch, drei von ihnen haben wir gestern live beim Dreh erlebt, darunter die wunderbare Frau Mott, die im neuen Film Irgendlink ein Wasser spendiert und mit ihm über Land und Leute, über Sprache und Dialekte fabuliert.

Dass sie uns nach dem Dreh zur gestrigen Abendvorstellung ins Theater eingeladen hat, fand ich total rührend. Nach dem ersten Dreh im Theater – Frau Mott und Irgendlink im Gespräch – sind wir raus auf die Straße, um Irgendlink in Fahrt zu sehen (da habe ich vergessen Fotos zu machen).

Der dritte und vierte Dreh spielen vor dem Eingang des Theaters. Irgendlink, wie er auf den Eingang zuradelt und die Eingangstreppe zum Kellertheater hinuntersteigt, den Helm ausziehend.

Auf Instagram habe ich gestern Abend dazu diesen kleinen Film hochgeladen: Zu Instagram ⇒ hier klicken.

Herr @irgendlink darf die Einstellung „Einparken des Rades und Abstieg zum Theater“ wiederholen. #SWR #Babbeldasch #Ludwigshafen

Ein Beitrag geteilt von Jana D. Murer (@sofasophia_auchich) am 25. Mär 2017 um 15:56 Uhr

Wie oft der Kameramann die Kamera vom Stativ runtergenommen, neu montiert und neu ausgerichtet hat, habe ich nicht gezählt. Viele viele Male. Mal halbhoch, mal am Boden, mal auf einer Schiene, mal auf der Schulter … immer war er auf Achse. Jede Szene wurde mehrmals aufgenommen, damit beim Zusammenschnitt alle Möglichkeiten offen stehen.

Als Schlussszene gibt es ein kleines Interview mit Irgendlink, sein persönliches Fazit als Schlusswort sozusagen.

Ich schaue derweil faziniert zu, mache Fotos und kleine Filmchen, denn es ist eine Freude, dem Fernsehteam bei der Arbeit zuzuschauen. Nur schon diese Ruhe und Konzentration, die der Tonmann mit seinem Fellmikrofon ausstrahlt – einfach klasse. Ein eingespieltes Team, das immer wieder lacht, gemeinsam nach optimalen Lösungen sucht und definitv viel Spaß an der Arbeit hat.

Nach dem köstlichen Abendessen in Alt-Bundeskanzler Helmut Kohls Stammkneipe sind wir durch die Stadt flaniert und haben uns später schließlich unters Theaterpublikum gemischt. Umständehalber sind wir nur bis zur Pause des Theaterstücks ’Ä Schlitzohr zum Vererbe’ geblieben. Auf dem Rückweg haben wir uns mögliche Fortsetzungen und Enden des Stücks ausgedacht. Fortsetzungen zum Beispiel, in denen die Figuren nicht klischeehafte Männer (Machos) und Frauen (relativ dumme, schürzchentragende Kaffeekocherinnen) sondern emanzipierte Menschen gewesen wären. Geworden sind. Aber wer weiß: ob das Publikum dann noch hingehen würde?

Was ich allerdings hunderpro sagen kann: Klasse spielen tun sie! Allen voran Frau Mott mit ihrem Schalk. Applaus und Dankeschön!