Wie das Internet unser Denken verändert

Heute Morgen in der Zeitschrift DU geniale Gedanken über unseren täglichen Umgang mit dem Internet gelesen:

Anthroplogie – Nicholas Carr
Wie das Internet unser Denken verändert
Literaturstudenten, die keine Bücher mehr lesen. Informationsstakkato, das die Kreativität blockiert. Nervenstrukturen, die sich rasch umwandeln: Der Erfolg der digitalen Technik verändert nicht nur unser Leben, sondern auch unser Gehirn. Nicholas Carr zeigt, in welche Richtung.

Hier gucken für Infos zum DU-Heft. Eine Leseprobe aus dem Buch („Wer bin ich, wenn ich online bin …“), woraus der Artikel aus dem DU-Heft zitiert worden ist, gibt es hier.

Ach, und schon bin ich mittendrin, mitten im weltweiten Netz von Links und Hyperworld. Hilfe, ich bin eine Gefangene im Netzwerk unserer Bilder-Community!, habe ich vor drei Tagen zu meinem Liebsten gesagt, spätabends, vor dem Laptop sitzend.

Internet macht zwar Multitasking, aber wir sind dabei – weil sich unser Hirn im Laufe der Zeit verändert – andere Kompetenzen zu verlieren. Urteilsvermögen zum Beispiel. Wir übernehmen auch nur so als Beispiel ungefragt Vorgaben und Strukturen, die das Internet vorgibt. Die vermeintliche Freiheit von Internet ist trügerisch. Wir sind alles Süchtige. Wir lenken uns ab. Wir verlieren Tiefgang und Konzentrationsfähigkeit. Sagt Carr. Und vieles mehr, das sehr lesenswert ist. Und zu denken gibt.

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hingefahren – Teil 2

Schreiben sei Luxus, sagte die Stimme im Traum, die tat als wüsste sie. Sie weckte mich morgens um vier. Es gäbe viel zu tun.

Nichtschreibend die Welt betreten.

Im Garten das Beet bepflanzen. Die Wohnung aus- und einräuchern. Frühstücken zuerst. Brot und Käse. Trinken. Tee. Saft. Ja. Vielleicht besser nicht mehr schreiben. Nicht schreibend leben. Schreiben wozu auch? Wer einmal MRs Lyrik gehört hat, wer sich ihre Sätze, ihre Wortgefüge auf der akustischen Zunge hat zergehen lassen … Ach, was rede ich da.

Vergleichen ist müßig. Blaugrünes Blau und grünblaues Grün müssen nicht gleich sein. Rot gleich wenig wie grau oder gelb.

Schreiben ist Luxus, sage ich. Mag sein, doch einer, den ich mir gönne solange es noch Wörter hat.

zu MRs Wortspielereien: begriffsstudio.de
ausgewählte Texte von MR: lyrikline.org