Mein Bloggerin-Hürdenlauf oder was ich über den Tellerrand guckend entdeckte

Dass ich es nicht so mit Blogosphären-Stöckchenweitwurf habe, wissen meine Stammleserinnen und -leser. Was ich dagegen mag, sind gemeinsame Aktionen, die der Vernetzung gut tun – wie eben dieses Hürdenlaufding hier. Über den eigenen Tellerrand zu gucken finde ich ja immer gut. (Die Regeln gibts unten zum Kopieren.)

href=“https://www.zeilensturm.de/?p=7849″> Screenshot des Zeilensturm-Blogheaders, woher ich diese Idee habe[/
Ich zitiere Herrn Zeilensturm, den Ideengeber:
Es geht darum, »fremde Blogs kennenzulernen. Also auch sehr fremde Blogs. Fremde Ansichten. Hürden, über die man vielleicht erst mal springen muss. Dann zu sehen, was das mit einem macht. Das dann kurz zu protokollieren. Währenddessen herauszufinden, wohin es einen aus der Kurve trug. Und zu reflektieren, warum man jetzt genau diese Hürden und keine anderen genommen – oder gerissen – hat.«

Kurz und gut: Ich mache einfach dort weiter, wo Glumm aufgehört hat – bei Christiane nämlich – und nehme mir auch gleich seine Erfahrungen zu Herzen, als ich sehe, wie viele der angeklickten Blogs keine Blogroll führen oder dann eine mit lauter Blogleichen drauf. (Für mich ist ja ein Blog ohne Blogroll so unbegreiflich wie ein Selfie, das man ins Internet stellt …)

1. Christiane ⇒  Jens: Breaking my Twitter – Ende eines sozialen Netzwerks?, 13. August 2018

’Mein Wa(h)renhaus, ein politisches Geschäft mit Käse aus Holland’ nennt Jens sein Blog, dessen Artikel man nur durch Klicks auf Weiterlesen angezeigt bekommt, was ich nicht mag. So suche ich ziemlich lange, bis ich einen Text finde, den ich freiwillig lesen mag, da mir die meisten Texte zu langatmig und zu unübersichtlich geschrieben sind. Im ausgewählten Text referiert Jens die Tragik, dass man ab 18. August mit fremden Twitterapps händisch aktualisieren muss; was ich schon immer so gehalten habe, weil ich Pushbenachrichtigungen nervig finde – Geschmackssache halt.

2. Jens ⇒ Mona Lisa: Bücher: Beste Freunde, 8. Januar 2017

Wenn Mona Lisa bloggt, dann natürlich über Dinge wie Kunst in ihren ganz unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Optisch ansprechend wechseln sich auf diesem Blog täglich neu Buchbesprechungen, Zitate, Schöngeistiges mit Alltäglichem ab und auch hier brauche ich lange, bis ich finde, was ich verwenden will. Im ausgewählten Artikel erzählt die Autorin darüber, wie schwer es ihr fällt, sich von Büchern, die ja wie Freunde sind, wieder zu trennen, doch dass sie sich dabei in bestern Gesellschaft weiß – dank eines Zitates von Andreas Altmann.

3. Mona Lisa ⇒ Bea: Sommer, 25. Juli 2018

Beas Blog nimmt mich mit auf einen virtuellen Spaziergang durch die Jahreszeiten. Das Bilderblog wird nur sporadisch mit neuen Beiträgen gefüttert und zeigt sehr schöne Naturaufnahmen; der letzte Beitrag ist schon einige Wochen alt und resümmiert einen Sommerspaziergang durch Wald und Wiesen. Die angenehme ruhige Atmosphäre des Blogs empfinde ich als augenwohltuend.

4. Bea ⇒ Die Schneiderin: Demut, 22. September 2017

Nachdem ich dieses optisch sehr ansprechend gestaltete Blog einfach eine Weile auf mich wirken lassen habe, lese ich mich gleich in den letzten Beitrag der Schneiderin fest. Die Autorin blickt darin auf ihre früheren Texte zurück, empfindet manche davon wie Gespräche mit einer besten Freundin und erlebt dabei Dankbarkeit, Selbstliebe und Demut. Über das letzte Wort denkt sie auf eine mir sehr sympathische Weise nach und ich beschließe spontan, später auf diesem Blog weiterzustöbern.

5. Die Schneiderin ⇒ Maria: Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #1, 5. November 2017

’Widerstand ist zweckmäßig’ behauptet dieses Blog und zeigt anschaulich, optisch ansprechend und konkret, wie das gehen kann. Über das Ausmisten und Loslassen von Ballast schreibt die Autorin zum Beispiel gleich eine neunteilige, mit Bildern illustrierte und mit Links angereicherte Serie. Am Anfang ihrer Aktion hatte sie sich wöchentlich von mindestens 20 – 50 Teilen aus ihrem Alltagsleben, die sie nicht mehr brauchte, getrennt, und diese über den Kostnixladen verschenkt – nachahmenswert und inspirierend.

+++

So funktioniert der Blogger-Hürdenauf (Copy and Paste, please):

Dein Beitrag startet, wo dieser hier endet. Nimm dir die Blogroll/Blogliste des fünften von mir kommentierten Blogs vor. Von dieser Liste klicke eines an. Das ist nun deine Station 1. (Aber nur, falls es selbst eine Blogroll hat, sonst ein anderes Blog der aktuellen Blogroll auswählen! Diese Bedingung gilt logischerweise immer.)

Lies im Blog 1 einen Beitrag, den du auch verlinkst, und schreibe nur drei Zeilen darüber: Lob, Kritik, Erstaunen, Fassungslosigkeit, Dank, whatever.

Nun klicke auf ein Blog der Blogroll von Station 1. Hat dieses seinerseits eine Blogroll? Sehr gut, dann ist es Station 2. Lies einen Beitrag … verlinke … schreibe drei Zeilen …

Und so noch dreimal. Bis einschließlich Station 5. Deine Arbeit ist fast getan: fünf Reisenotizen zu fünf Blogbeiträgen. Nur noch diese Regeln hier anhängen – fertig!

Nun muss darf jemand anderes den Staffelstab (und vielleicht sogar mehrere) bei der Blogroll des letzten in deinem Beitrag kommentierten Blogs übernehmen – und fünf weitere kommentieren.

Vielen Dank für den gemeinsamen Streifzug durch die Meinungsvielfalt!

Herzlichen Dank an die Quelle der Inspiration, Herr Zeilensturm: Auf zum Blogger-Hürdenlauf!