Sozusagen in eigener Sache …

oder: Im Namen der Kunst ? Ja, das klingt auch schön. Oder soll ich es besser Geburtsanzeige nennen? Vielleicht gar keine schlechte Idee. Nein, an Ideen mangels mir zurzeit fürwahr nicht. Sie wachsen geradezu aus dem Boden. Dem Regen sei’s gedankt … 🙂

Weil der Liebste sich als Webmaster mehrerer Websites von Kunstgruppen und anderem Klientel betätigt, die er personalisieren will – die Websites, nicht die Leute natürlich –, habe ich das Glück, als Versuchskaninchen zu amten.

Zu Testzwecken musste also seine eigene neue Website Appspressionismus.com hinhalten und personalisiert werden. Wem das zu technisch ist, der oder die nenne dies einfach verästelt oder verzweigt. Wie das genau geht, weiß ich nicht, nur dass er den ersten Ast mir geschenkt hat. Ich habe ihn sogleich ins Wasser gestellt und gucke ihm nun beim Wachsen zu.

Falls ihr zugucken wollt, wie er wächst, guckt einfach ab und zu vorbei. Ein Klick genügt und ihr könnt dabei zuschauen, wie Sofasophia die Welt appt.

Gut, Blogs gibts genug, das stimmt. Bilderblogs auch. Doch weil pixartix_dAS bilderblog zukünftig mehr eine öffentliche Galerie für liebe Gäste werden soll, freue ich mich darauf, im neuen Spielraum eine Art Bilderarchiv wachsen zu lassen. Ein bisschen Best Of soll es auch werden. Und nicht zuletzt auch ein Bilderladen. Whitewall, wo wir bis vor kurzem unsere Bilder zum Verkauf angeboten haben, gibt es so nicht mehr. Nur noch als klassisches Fotolabor.

Ich freue mich darüber, euch die Geburt des Blogs Sofasophia appt die Welt bekannt machen zu dürfen!

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Noch immer ohne Netz

Als wäre ich heute Nacht in diesem großen Kinohaus gewesen, weißt du, jenes in Saarbrücken, wo es von unten bis oben einen Kinosaal neben dem anderen hat, sagte ich heute Morgen nach dem Erwachen zu Irgendlink. Als wäre ich die ganze Nacht von Raum zu Raum gegangen und hätte mir da und dort ein paar Filmsequenzen angeschaut. Bilder zogen vorüber, Dialoge … Und immer ging ich weiter und weiter.

Ja, ruhelos waren die Träume und dennoch fühle ich mich wohlig erholt und gut gelaunt. Wir haben wieder im „richtigen Bett“ geschlafen, im irgendlinkschen, nicht im (schwieger)elterlichen Wohnwagen, in den wir während des Festivals ausgewichen waren, da Irgendlink seine Wohnung „untervermietet“ hatte.

Ruhe auf dem Hof. Keine Gitarrenklänge mehr, die drei Tage wie ein Klangteppich alles untermalt hatten – Stimmen, Lachen, sphärische Musik, Geschirrgeschepper und auch das Schlagen der Axt auf den Spaltstock. Auf dass das Grillfeuer niemals ausgehe.

Ruhe in mir, trotz der Bilderflut, so dass sich all die vielen bunten Eindrücke auf dieser neu aufgeschlagenen leeren Buchseite in mir verteilen und sich eine Nische suchen können.

Schon wie wir gestern – nur noch eine kleine ungefähr zehnköpfige Gruppe – mit dem LandArtisten Hundefänger im den Wald spazieren, um seine Kunstwerke, die er aus herumliegendem Holz gebaut hat, zu betrachten, stelle ich verwundert fest, dass der dem Event vorausgegangene innere Stress auf einmal von mir abgefallen ist. Auf dem Rückweg mache ich mit vier anderen noch einen kleinen Schlenker zu einem LandArt-Kunstwerk vom letzten Jahr. Wir steigen in eine Schlucht hinunter, vier Stadtmenschen und ich. Zumindest zwei sind kaum je in der Natur und im Wald. Wie wir auf dem Rückweg darüber reden und ich ihnen dabei zuschaue, wie sie relativ mühsam auf den rutschigen Wegen in der Schlucht unterwegs sind, wird mir bewusst, dass sogar das eine Ressource ist: sich im Wald zurecht finden. Etwas für mich Selbstverständliches ist für andere überhaupt nicht selbstverständlich. Ja, gut, ich weiß, das ist nicht neu. Doch ich vergesse zuweilen, dass das, was ich kann, eben nicht einfach Allgemeingut ist. Wie oft bewundere ich andere dafür, dass sie dies und das können, sich dies und das trauen. Würde ich jedoch in ihre Haut schlüpfen, wüsste ich, dass das alles ganz einfach ihr Ding ist.

Eigentlich war das ganze 9. Mainzer Kunstzwergfestival wie ein bunter Teppich. Als Jan am Samstagabend seine Musik mit uns teilte, ich sass mit geschlossenen Augen im Raum, hatte ich den Eindruck, dass jeder Klang, den er mit seinen technischen Hilfsmitteln und Instrumenten erzeugte, eine Farbspur ist. Ein Farbtropfen, der ins Wasser fällt und sich mit den anderen Tropfen vermischt. Und er sei der Alchemist, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort den richtigen Hebel bewegte und so quasi die Töne, ihre Essenzen, miteinander vermischte. Die Töne flossen ineinander, legten sich umeinander und trugen mich mit sich fort.

Irgendwie ähnlich floss alles miteinander ineinander, was war. Auch all die vielen Gespräche. Am meisten Spuren haben wohl die politisch und philosophisch gefärbten Gespräche hinterlassen, die ich mit dem Performancer Dr. Treznok und seiner Assistentin Friederike geführt habe. Um die „postnatale Abtreibung behinderter Neugeborener“ ging es dabei vor allem, denen ja angeblich nur ein Leben voller Leid bevorstehe, wenn man dem Australier Peter Singer glauben will (dies hier mal als Stichwort/Notiz. Ich habe vor, mich damit später (vielleicht auch im Blog) eingehend zu beschäftigen).

Wie wir beide gestern, nachdem alle abgereist sind und alles mehr oder weniger wieder an seinem Platz stand oder lag, miteinander am Feuer sassen und vom übrig gegebliebenen Nudelsalat schmausten, war sie auf einmal da, die Ruhe.

Verrückt: Heute Abend schon werde ich wieder in die Schweiz zurückfahre. Jetzt aber bin ich hier. Und das ist gut so.

(geschrieben auf dem iPhone, da wir noch immer kein Internet haben)

Urban Artwalk Heidelberg

Was für ein inspirirender Stadtspaziergang! Heidelberg hat mich gestern nach allen Regeln der Kunst verzaubert 🙂


Mehr Heidelberger Stadtspaziergang-Bilder von Irgendlink und mir auf pixartix – dAS Bilderblog
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Nischenzöix

Die einzige Grenze ist Ihre Fantasie!, wirbt eine App für sich. Hat was.

Vielleicht gut, dass es Grenzen gibt. Manchmal. Wäre meine Fantasie grenzenlos, hätte ich keine Zeit für all die Ideen, die mich zusätzlich zu all den bereits vorhandenen überschwemmen würden.

Ich verbringe diese Tage in dichter Arbeit. Die PR-Sache für Irgendlinks geplante Reise ums Meer, um die Nordsee ((für die ich immer wieder und ausgesprochen gerne Werbung mache)) wird immer komplexer. Zwei lokale Zeitungen sind aufgesprungen. Vorerst punktuell. Wer weiß, was wird.

Daneben hinke ich um Wohnungsinserate herum und hoffe, dass – wie immer – alles schon zur richtigen Zeit kommt. Meine Erfahrungen sagen das eine – es kommt gut! –, meine Ängste das andere.

Dazwischen Nischen. Die braucht es. Nischen zum Spielen. Und Träumen von der großen Reise, die ich nur von Ferne miterleben werde.

Ich brauche Bilder. Dies hier heute montiert und auf alt – auf lonesome bikeboy, ihr wisst schon – getrimmt:
Zelt und Rad hat J. auf der Radreise von hier nach Andorra – im Frühling 2010 – fotografiert. Ihn selbst habe ich im Sommer 2011 in Rendsburg geknipst. Vor der längsten Rolltreppe der Welt, die ganz schön kirre machen kann. Plümerant sozusagen … siehe dazu auch pixartix. Da hat es nämlich mal wieder Nachschub. Ihr wisst schon … pixartix, DAS Bilderblog!

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).