Nichtstun oder nicht Nichtstun, das ist hier die Frage

Ich gestehe, dass mir Nichtstun nicht leicht fällt. Immer hockt da der leise Innere Zensor, der mich antreibt, etwas Sinnvolles zu tun. Jetzt, mit dem neuen Buchprojekt, würde ich allerdings und sowieso am liebsten immer nur an der Kiste hocken und schreiben. Geht natürlich nicht, weil ich ja auch noch anderes tun muss, soll, will. Oder eben auch mal nichts tun.

Gestern hat mir Irgendlink gezeigt, wie das geht. Und was tue ich, derweil er auf dem Nichtstu-Sofa nichts tut? Ich zeichne. Ihn. Beim Nichtstun.

Skizze. Jürgen mit unter den Kopf gelegten Armen. Gescannt und eingefärbt.
Irgendlink beim Nichtstun. Skizze gescannt, digital nachbearbeitet und eingefärbt.

Heute habe ich den Vorsatz gefasst, jeden Tag mindestens eine Stunde zu schreiben. Am Buch. (Inzwischen habe ich schon mehr als 2000 Wörter.) Oder etwas anderes Kreatives zu tun.

Wenn ich schon nicht Nichtstun kann, dann will ich wenigstens etwas tun, das mir Freude macht und mir ein gutes Gefühl gibt. Ich habe viel zu lange nichts Kreatives mehr getan – weder sinnlos noch absichtlich. Höchste Zeit also, wieder mit Farben und Buchstaben rumzuwerkeln.

[Aber nun gehen wir raus, ziehen dem Autochen die Winterschuhe an und genießen den sonnigen Tag.]

Ein- und Ausfälle

Wenn ich hier – auf dem einsamen Gehöft – bin, beim Liebsten, falle ich zuweilen aus der Zeit. Als wäre ich ein Gerät in Service, das gewartet wird. Nichts tun, was Energie braucht. Einfach nur Pause. Und auftanken.

Ich habe mich erholt die letzten Tage. Erholt von meinem seltsamen Fieberschub, der mich an den Borreliose-Schub von vor fünf Jahren erinnert. Bin wohl ein bisschen hypochondrisch unterwegs zurzeit.

Für Geistreiches bin ich zu Dada, zu fatalistisch, und so lasse ich die Dinge geschehen. Das können sie auch ohne mich. Manchmal sogar besser.

Am liebsten zeichne ich zurzeit. Auf meinem Tablet, das ich mir neulich geschenkt habe.

Malwiedergemalt

+++

die fünf

Und dann träume ich auf einmal ganz fest von den Sommerferien in Schweden. Vom See und vom Ruderboot. Und von den Schäreninseln, auf die ich mich fähren lassen will.

Und wie froh ich darüber bin, dass ich farbig träumen kann.

Gezeichnet …

Meine heutige Wanderzeichnung.
Rorschachtest einmal anders. Was siehst du?

screenie montag 16-12-12_cut_b

Der schwarze Knubel  im Klinikgelände?
Ein Labyrinth. Ein Weg nach innen in die Mitte.
Eine schöne Entdeckung.

Im Labyrinth

Von meiner App so abgebildet …

IMG_5583

Bilder durch Drauklick großzaubern.

(Meine Rorschachantwort: Hier klicken)